Rechtzeitig vorbeugen

Schwarze Nüsse im Garten: Was die Ursache ist und was dagegen hilft

Wenn sich die Nüsse am Walnussbaum schwarz färben, ist wohl die Walnussfliege am Werk. Doch diese lässt sich bekämpfen!

Dortmund – Sie ist nur etwa acht Millimeter klein, richtet aber großes Unheil an. Die Walnussfruchtfliege ist ein lästiger Schädling im Garten. Wenn sich die Nüsse nach und nach im Sommer schwarz färben, ist es ein Zeichen, dass der Baum von dem Insekt befallen ist.

SchädlingWalnussfruchtfliege
FamilieBohrfliegen
Verbreitungaus Nordamerika nach Europa (Schweiz) eingeschleppt

Walnussfruchtfliege bekämpfen: Schädlinge sorgen für schwarze Nüsse

Erst seit knapp 20 Jahren richtet die Walnussfruchtfliege auch hierzulande Schäden an. Zuvor war sie in den USA heimisch und wurde von dort nach Europa eingeschleppt. Von der Größe ähnelt sie einer Stubenfliege und ist auch auf den ersten Blick von dieser kaum zu unterscheiden.

Erst bei genauerem Betrachten fällt der hellere Rücken der Walnussfruchtfliege auf. Diese überwintert im Boden und schlüpft im Sommer zwischen Juni und August. Anschließend beginnt die Paarung. Bis zu 15 Eier werden in die Schale der Nuss gelegt. Dies erkennt man an kleinen, schwarzen Punkten auf der grünlichen Außenseite

Schwarze Nüsse durch Walnussfruchtfliegen – bei der Sorte fängt es an

Die Auswahl der Walnussbäume geschieht nicht rein zufällig, denn die Walnussfliege hat bevorzugte Nuss-Sorten. Das Garten-Portal mein-schoener-garten.de hat herausgefunden, dass sich die Sorten „Sheinovo“ und „Rainuss Kläusler“ sowie die Spätreifer „Geisenheim“ und „Parisienne“ als widerstandsfähig erwiesen haben.  

Auch bei befallenen Nüssen gibt es eine gute Nachricht: Sie sind essbar! Die Walnussfliege legt ihre Larven in das Fruchtfleisch um den Kern, den wir als eigentliche Walnuss kennen. Durch ihre Schale ist die Nuss geschützt und kann verzehrt werden. Der Aufwand bei der Reinigung ist dabei jedoch erhöht.

So benötigt man im Hausgebrauch nach Empfehlung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) bestenfalls schon einen Hochdruckreiniger, um das Fruchtfleisch rückstandslos zu entfernen. Andernfalls müsse man die Nüsse einweichen und mit einer Bürste selbstständig von der schwarzen und schmierigen Schicht befreien. Die Qualität und der Geschmack können durch den Befall allerdings beeinträchtigt sein.

Schwarze Nüsse durch Walnussfruchtfliegen – Tipps zur Bekämpfung

Hat sich die Walnussfruchtfliege eingenistet, ist der Zyklus nur schwer zu durchbrechen. Der Schädling legt im Sommer Eier in der Walnuss ab und es bilden sich Maden, die sich vom Fruchtfleisch der Nuss ernähren. Die Früchte fallen vorzeitig vom Baum und die Maden gelangen in den Boden. Dort überwintern sie und im nächsten Jahr beginnt alles wieder von vorne.

Der Focus gibt einige hilfreiche Tipps, wie man die Walnussfruchtfliege dennoch bekämpfen kann. Schwarze Nüsse sollten demnach umgehend vom Boden aufgelesen werden, damit die Maden nicht in den Untergrund gelangen. Diese gehören dann in die Restmülltonne, da sich die Maden im Kompost vermehren würden.

Ab Juni schlüpft die Walnussfliege. Bis September sollte der Boden daher rundherum mit einer Folie abgedeckt sein. So wird verhindert, dass die schlüpfenden Walnussfliegen Eier in den Walnüssen ablegen können. Zudem können Larven befallener Nüsse nicht in den Boden eindringen.

Die Walnussfruchtfliege in 8-10 Millimeter lang.

Schwarze Nüsse durch Walnussfruchtfliegen – es kann auch ein Pilz sein

Das sicherste Anzeichen für die Walnussfliege sind Larven im Fruchtfleisch. Bei dunklen Flecken auf den Walnüssen kann es sich aber auch um die pilzliche Marssonia-Krankheit oder einen Walnussbrand handeln. Die Marssonia-Krankheit lässt sich daran erkennen, wenn auch die Blätter des Baumes dunkle Flecken aufweisen.

Der Walnussbrand ist dagegen eine klassische Pflanzenkrankheit, die kaum zu bekämpfen ist. Die Erreger überdauern auch in Knospen, die erst im kommenden Jahr reifen. Einzig ein auslichten der Baumkrone von betroffenen Ästen kann hilfreich sein.

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