Wasserfestes Schuhwerk

Schuhe einfach imprägnieren: So bleiben eure Füße trocken - auch ohne teure Sprays

Schuhe imprägnieren schützt eure Füße vor Nässe. Nicht immer sind Sprays und Chemie dafür nötig - wir erklären euch, wie es funktioniert!

  • Imprägnieren hilft gegen nasse Füße und sorgt dafür, dass Schuhe lange halten.
  • Konventionelle Imprägniersprays sind oft teuer, eine Belastung für die Umwelt und halten nicht alle Versprechen.
  • Kerzenwachs ist nur eine von vielen umweltfreundlichen und günstigen Alternativen.

Dortmund - Wer aktuell aus dem Fenster guckt, dem vergeht die Laune auf einen Spaziergang. Regen bestimmt seit Wochen das Wetter und hinterlässt ein Meer aus Pfützen. Nasse Füße sind da oftmals unausweichlich - es sei denn, man imprägniert seine Schuhe. Das heißt nichts anderes, als sie wasserfest zu machen. Und dafür greifen immer mehr Menschen zu Imprägniersprays

Tipps: Schuhe imprägnieren hilft gegen nasse Füße

Zahlreiche Imprägniersprays versprechen, Schuhe vor Nässe und Schmutz zu schützen. Sie sollen die Füße trocken halten und das Schuhwerk schonen - ein Gewinn für jeden passionierten Radfahrer, Outdoor-Fan oder wetterfesten Spaziergänger.

Gerade im Herbst und Winter, wenn Regen und Schnee das Wetter dominieren, haben die Sprays deshalb Hochkonjunktur. Doch die meisten Mittel zeigen Schwächen in ihrer Wirkung und sind nur eingeschränkt empfehlenswert für Mensch und Umwelt, wie ein Öko-Test herausgefunden hat.

Öko-Test: Schadstoffe in Imprägniersprays gefunden

Bereits in den 80er-Jahren hatte man erstmals herausgefunden, dass einige Inhaltsstoffe der Imprägniersprays zu Lungenschäden und Unfruchtbarkeit führen können. Zahlreiche Menschen hatten sich damals mit den Sprays vergiftet. 

Seitdem setzen viele Hersteller im Kampf gegen nasse Füße auf sogenannte polyfluorierte Chemikalien (PFC). Die gelten aber als ähnlich gefährlich. Doch die PFC-Stoffe sind besonders langlebig sowie resistent gegen Hitze und Nässe, weshalb sie weiterhin fester Bestandteil vieler Imprägniersprays sind.

Imprägniersprays: Gut gegen nasse Füße, schlecht für Mensch und Umwelt

Sprüht man Schuhe und Kleidung mit dem Imprägnierspray ein, legen sich die PFC-Chemikalien wie ein Schutzfilm auf die Oberfläche und sorgen so dafür, dass weder nasse Füße noch Schmutz eine Chance haben - so zumindest das Versprechen der Hersteller. Doch wie Öko-Test herausgefunden hat, halten die Sprays das nur bedingt. Stattdessen gelangen die gefährlichen Stoffe in die Umwelt und können so über Nahrung, Luft und Trinkwasser dem Menschen schaden. 

Außerdem kommt hinzu, dass Hersteller zwar anpreisen, mit ihrem Imprägnierspray ein Wundermittel gegen nasse Füße zu haben. Wenn das Spray PFC enthält, müssen sie das jedoch nicht kennzeichnen. Wer nun denkt, er greift einfach zu ökologischen Imprägniersprays, wird leider ebenfalls sprichwörtlich im Regen stehen. 

Denn auch diese sind in ihrer Wirkung nur mangelhaft, wie ein Test des WDR gezeigt hatte. Aber was nun? Wie soll man sich sonst im Herbst und Winter gegen nasse Füße schützen?

Nassen Füßen keine Chance geben - mit Leinöl und Kerzenwachs

Um sich selbst, seine nassen Füße und die Umwelt zu schützen, kann man statt auf Imprägniersprays auch auf ökologische, gesunde und günstigere Alternativen zurückgreifen. Es gibt folgende Möglichkeiten, Schuhe auch ohne Chemie und Imprägnierspray zu imprägnieren:

  • Schuhe mit Leinöl imprägnieren: Einfach das Öl in einer dünnen Schicht mit einem Pinsel auf die sauberen Schuhe auftragen und trocknen lassen. Das Öl reagiert mit Sauerstoff und wird zu einem wasserabweisenden Schutz. Das ganze zwei- bis dreimal wiederholen, dann sollten die Schuhe ein Jahr lang wasserfest sein. Die Methode eignet sich am besten bei Stoffschuhen.
  • Kerzen- oder Bienenwachs hilft gegen nasse Füße: Die Methode ist nicht gerade einfach aber wirkungsvoll. Einfach das Wachs erhitzen, die Schuhe damit dünn einreiben und dann aushärten lassen. Gegebenenfalls kann man die Schuhe dann noch etwas polieren - dann glänzen sie und sind wasserfest.
  •  Schuhe mit Melkfett imprägnieren: Reibt man das Schuhwerk zwei- bis dreimal mit Melkfett ein, haben nasse Füße und Schmutz keine Chance. Es gilt jedoch zu beachten, dass zwischen den einzelnen Vorgängen jeweils ein paar Stunden vergehen sollten, damit die fettige Creme gut einwirken kann. Vor allem Glattlederschuhe freuen sich über eine Portion Melkfett.

Schluss mit nassen Füßen: So imprägnierst du deine Schuhe richtig

Bei allen alternativen Methoden, um Schuhe zu imprägnieren, gilt: Weniger ist mehr. Lieber eine dünne Schicht auftragen und den Vorgang ein paar Mal wiederholen - das gilt übrigens auch für Imprägniersprays. Die sollte man zudem nur im Freien anwenden.

Wer wirklich keine nassen Füße riskieren möchte, sollte außerdem die Schuhe bereits vor dem ersten Tragen imprägnieren. Einmal reicht dann allerdings nicht, da die Imprägnierung nicht ewig hält. Wer seine Schuhe also möglichst lange behalten und stets trockene Füße haben will, sollte die Anwendung regelmäßig wiederholen - etwa ein- bis zweimal im Jahr.

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