Material entscheidend

Passendes Schneidebrett: Was man niemals auf dem gleichen Brettchen schneiden sollte

Schneidebrett Messer Granatapfel Hände
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Obst und Gemüse sollte man auf keinen Fall auf dem gleichen Schneidebrett schneiden.

Nicht nur ein gutes Rezept, auch das richtige Schneidebrett kann beim Kochen den Unterschied machen. Bei Obst und Gemüse gibt es einiges zu beachten.

Dortmund - Wenn es um gute Ausrüstung für die Küche geht, hat das Schneidebrett vielleicht nicht immer Priorität. Es sollte vor allem etwas aushalten und zweckmäßig sein. Einiges sollte man dennoch beachten, auch um einen besseren Geschmack zu erzielen.

Obst und Gemüse auf Schneidebrett zubereiten: Das sollte man vermeiden

Mittlerweile gibt es viele Materialien aus denen Schneidebretter hergestellt werden. Darunter Holz, Plastik, Keramik oder Glas. Die Unterlagen eignen sich jeweils für verschiedene Lebensmittel, aber dazu später mehr. Noch wichtiger als das richtige Material zu wählen ist es, die Zutaten auf dem Schneidebrett nicht willkürlich zu tauschen.

Laut dem Bundeszentrum für Ernährung sollten Verbraucher etwa bei tierischen Lebensmitteln vorsichtig sein und bei der Zubereitung ein eigenes Schneidebrett nutzen. Das gilt vor allem für rohes Fleisch oder Fisch. Beides kann unter anderem Salmonellen enthalten.

Man sollte es auf jeden Fall vermeiden, erst Fleisch und anschließend rohes Obst und Gemüse auf der gleichen Unterlage zuzubereiten. Es besteht die Gefahr, die Salmonellen zu verteilen. Diese bleiben dann auf dem Gemüse haften.

Deswegen Obst und Gemüse auf keinen Fall auf dem gleichen Schneidebrett schneiden

Ein Schneidebrett für Fleisch sollte idealerweise außerdem eine sogenannte Saftrille besitzen. Darin können sich die ungewollten Flüssigkeiten aus dem Fleisch sammeln. Auch das Saubermachen wird so am Ende leichter.

Nicht gefährlich, aber unappetitlich könnte es werden, wenn man Obst und Gemüse auf dem gleichen Schneidebrett zubereitet. Knoblauch und Zwiebeln lassen ihr Aroma oft trotz Reinigung auf den Brettern. Wenn man nach dem würzigen Mittagsessen noch Obst auf dem Schneidebrett schneidet, kann der Geschmack irritieren.

Für geschmacksintensives Gemüse wie Knoblauch und Zwiebeln bietet sich daher ebenfalls ein eigenes Schneidebrett an. Übrigens: Wer oft Gemüse schnibbelt, sollte die Regrow-Methode unbedingt ausprobieren. Denn einige Sorten wachsen mit wenig Aufwand immer wieder nach.

Zwiebeln geben ihr Aroma oft an das Schneidebrett ab.

Eigenes Schneidebrett für Obst, Gemüse, Fleisch und Brot benutzen

Der NDR empfiehlt außerdem ein eigenes Schneidebrett für Brot. Wer Gebäck separat schneidet, verhindert, dass das Brot auf den nassen, vorher genutzten Schneidebrettern aufweicht. Wie beim Fleisch eignet sich ein Schneidebrett mit Auffangmöglichkeit. Sonst wird es eine krümelige Angelegenheit.

Aber worauf sollte man bei der Wahl des Materials noch achten? Grundsätzlich gibt es mittlerweile Holz, Kunststoff, Keramik, Glas oder Stein zur Auswahl. Doch nicht alles eignet sich für jede Zutat.

Schneidebrett: Welches Material sich wofür eignet

Holz ist wohl der Klassiker unter den Schneidebrett-Materialien. Wie 24Garten.de* berichtet, eignet es sich besonders gut für Brot und Gemüse. Gut verleimte Bretter aus Buchen-, Ahorn- oder Eichenholz machen optisch etwas her und sind lange nutzbar. Allerdings dürfen Bretter aus Holz nicht in die Spülmaschine. Und mit der Zeit sammeln sich in den mit dem Messer eingeritzten Rillen Bakterien. Holzbretter sollen nach dem Spülen deswegen besonders gut trocknen.

Video: Schneidebretter aus Holz und Plastik richtig reinigen

Auch Kunststoff ist als Material für ein Schneidebrett sehr beliebt. Die Bretter halten lange, sind in vielen Farben erhältlich und in den meisten Fällen spülmaschinengeeignet. Sie sollten aber hin und wieder ausgetauscht werden, da sie sich nach einigen Jahren stark abnutzen. Kunststoffbretter sind sowohl für Obst und Gemüse, als auch für Fleisch, Fisch und Brot geeignet.

Schneidebrett: Weitere Materialien für Obst, Gemüse, Fleisch und Brot

Ein Schneidebrett aus Keramik oder Glas ist die hygienischste Variante. Hier entstehen im Laufe der Zeit keine Schnittrillen. Das Material darf auch in die Spülmaschine. Für Fleisch sind sie daher besonders gut geeignet. Ein großer Nachteil: Die scharfen Küchenmesser können an dem Material abstumpfen. Hier empfiehlt sich ein Messerschärfer.

Das Gleiche gilt für Stein: auch hier stumpfen Messer schnell ab. Außerdem dürfen Steinbretter nicht in die Spülmaschine, lassen sich aber von Hand besonders gut reinigen. Dafür punkten sie vor allem mit ihrer Optik. *24Garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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