Unfälle und Verzögerungen

Schnee in NRW: Experten geben Wetterwarnung heraus +++ 14 Schweine auf schneeglatter Straße gestorben

Der Wintereinbruch hat NRW fest im Griff. Vielerorts sind die Straßen spiegelglatt, Busse und Bahnen fahren nur eingeschränkt. Trotz etlicher Unfälle fällt die Zwischenbilanz im Ruhrgebiet mild aus.

  • In ganz NRW kommt es seit Samstag (6. Februar) zu starken Schneefällen und Glatteis.
  • Das sorgt vielerorts für Unfälle. Auch der öffentliche Nahverkehr ist stark beeinträchtigt.
  • Die Temperaturen bewegen sich bis in den zweistelligen Minusbereich.

Warnung: Eisflächen nicht betreten – es besteht Lebensgefahr

Update, Donnerstag (11. Februar), 13.34 Uhr: „Das Eis ist noch zu dünn“, twittert die Feuerwehr Neuss. Und auch andere Behörden warnen aktuell davor, Eisflächen zu betreten. Es besteht Lebensgefahr. Ebenso die Wasserschutzpolizei Duisburg warnt: „Wer einbricht, läuft Gefahr, unter Wasser gezogen zu werden und nicht mehr an die Oberfläche zu kommen.“

Im rheinischen Langenfeld mussten heute zwei junge Männer gerettet werden, sie brachen zuvor in einen zugefrorenen See ein. Beim Eintreffen der Feuerwehr waren die beiden 19-Jährigen bereits ans Ufer gelangt, einer von ihnen schaffte es allerdings nicht, die steile Böschung hinauf zu klettern, er blieb entkräftet am Ufer liegen. Die Feuerwehr musste ihn mit einer Schleifkorbtrage retten und den jungen Mann dem Rettungsdienst übergeben.

Die Behörden warnen davor leichtsinnig gefrorene Seen zu betreten.

Experten vom Deutschen Wetterdienst geben Wetterwarnung heraus

Update, Donnerstag (11. Februar), 12.54 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt eine amtliche Wetterwarnung heraus. Aktuell wird sehr kalte arktische Polarluft nach Deutschland gelenkt, das führt zu teilweise strengem Frost bei Temperaturen zwischen -10 und -19 Grad. Auch am Freitag erwarten uns in NRW eisige Temperaturen.

Unfall auf schneeglatter Fahrbahn: 14 Schweine gestorben

Update, Donnerstag (11. Februar), 10.54 Uhr: Wegen einer schneeglatten Fahrbahn ist es zu einem Unfall gekommen, bei dem 14 Tiere gestorben sind. Auf einem glatten Wirtschaftsweg ist heute in Brakel im Kreis Höxter ein Schweinetransporter mit 90 Tieren in einen Graben gerutscht. 14 Tiere seien laut Polizei in Höxter bei dem Unfall verendet. Der 58 Jahre alte Fahrer sei unverletzt geblieben. Die nicht verletzten Schweine wurden in einen Ersatztransporter verladen. Anschließend wurde das Fahrzeug aus dem Graben gezogen.

Schnee und Frost in NRW: Die Lage auf den Strtaßen entspannt sich weiter

Update, Donnerstag (11. Februar), 8.22 Uhr: Es ist zwar weiterhin kalt in NRW und dem Rest von Deutschland und auch der Schnee bleibt uns noch eine Weile erhalten, dennoch entspannt sich die Lage auf den Straßen immer weiter. In der Nacht zu Donnerstag mussten Autofahrer keine größeren Einschränkungen mehr in Kauf nehmen.

Im Raum Bielefeld, wo sich Autos und Lastwagen auf der A2 in den vergangenen Nächten zum Teil extrem gestaut hatte, floss der Verkehr weitgehend problemlos. „Es ist entspannter als in den Nächten zuvor“, sagte ein Polizeisprecher. Und auch die Deutsche Bahn kann immer mehr Verbindungen wieder aufnehmen. Nach Angaben der Bahn liefen die wichtigsten Nord-Süd- und Ost-West-Fernverkehrsverbindungen am Mittwoch „überwiegend stabil, wenn auch mit deutlichen Verspätungen“.

Zwar liegt immer noch Schnee in NRW, aber auf den Schienen und den Straßen entspannt sich die Lage immer weiter.

Wetter in NRW und dem Rest von Deutschland

Update, Donnerstag (11. Februar), 7.16 Uhr: Es bleibt kalt in NRW und dem Rest von Deutschland. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) erwarten uns tagsüber Temperaturen zwischen -1 und -10 Grad. Hier und da wird es auch ein wenig Neuschnee geben, allerdings nicht in den Mengen, die am vergangenen Wochenende heruntergekommen sind. Aber dadurch, dass es so knackig kalt ist, bleibt uns der Schnee noch eine Weile erhalten. Wer im Straßenverkehr unterwegs ist, sollte aufpassen, der DWD warnt aktuell vor Glätte in den Städten Dortmund und Hamm.

Dortmund: DSW21 und der Kampf gegen den sogenannten „Flockdown“

Update, Mittwoch (10. Februar), 17 Uhr: Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) geben sich im Schneechaos kreativ - man würde dem sogenannten „Flockdown“ trotzen. Zahlreiche Buslinien würden wieder fahren, so auch das Impf-Shuttle. Dennoch gebe es aktuell einiges zu tun. Bei den Stadtbahnlinien können die U45, U46 und die U49 wieder fahren. Es gibt auch Linien mit einem zwischenzeitlichen Schienenersatzverkehr wie die U41.

Das Schneechaos in NRW bremst auch den Bus- und Bahnverkehr in Dortmund aus.

Diese Stadtbahn- und Buslinien fahren wieder:

  • U41 zwischen Clarenberg und Fredenbaum (von dort bis Brechten Schienenersatzverkehr mit Bussen)
  • U42 zwischen Hombruch und Brunnenstraße. (Richtung Norden zwei zusätzliche Wagen zwischen Brügmannplatz [Umstieg!] und Burgholz, Bahnsteig Richtung Grevel)
  • U43 auf dem Innenstadt-Abschnitt zwischen Westentor und Lippestraße (Schienenersatzverkehr mit acht Bussen zwischen Lippestraße/Reinoldikirche und Wickede)
  • U44 zwischen Betriebshof Dorstfeld und Geschwister-Scholl-Straße
  • U45/46 komplett
  • U47 Hafen bis Allerstraße
  • U49 komplett
  • Buslinien:
  • 420 (Derne – Aplerbeck)
  • 440 (Aplerbeck – Germania)
  • 450 (Schanze – Westfalenhallen)
  • 430 (Hörde – Schwerte)
  • 475 (Mengede – Hauptbahnhof)
  • 480 (Castrop-Rauxel-Ickern – Marten)

Alle News rund um das Schnee-Chaos in NRW vor Donnerstag (11. Februar) gibt es zum Nachlesen im alten Wetter-Ticker von RUHR24.de. Mit dpa-Material.

Rubriklistenbild: © Martin Schutt/dpa

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