Klappt in neun von zehn Fällen

Schluckauf loswerden: Dieser Party-Klassiker soll ein wirklich ein Wundermittel sein

Schluckauf kann so nervig sein. Und die vielen vielen Hausmittel helfen nur selten. Doch jetzt soll es ein wahres Wundermittel gegen den Hicks geben.

Dortmund – Es -hick- ist -hick- so -hick- nervig. So oder so ähnlich klingt es, wenn man Schluckauf hat. Genauso nervig wie das Phänomen selbst sind die nutzlosen Ratschläge unserer Mitmenschen. Alles probiert, nichts hilft. Doch jetzt soll es eine Revolution auf dem Schluckauf-Markt geben.

ProduktHiccaway
PreisZwischen 15 und 20 Euro
ErfinderAli Seifi

Schluckauf mit Tricks loswerden: Hausmittel helfen nur selten

Manchmal kommt er ganz überraschend, manchmal nach dem Essen oder einem Glas Wein zu viel: Schluckauf. Und dann ist er gekommen, um zu bleiben. Das Hicksen kann im schlimmsten Fall über Stunden anhalten. Doch richtig skurril wird es erst, wenn unsere lieben Mitmenschen die unkontrollierbaren Geräusche mitbekommen. Dann gibt es die wildesten Hausmittel gegen den Schluckauf:

  • Luft anhalten und dreimal schlucken.
  • Alternativ den Kopf zwischen die Beine klemmen und dreimal schlucken.
  • Laut singen.
  • Essig trinken.
  • Zucker schlecken.
  • An der Zunge ziehen.
  • Eis essen.
  • An sieben glatzköpfige Männer denken.

Alle Tipps haben eins gemeinsam: Meistens helfen sie nicht. Ist das der Fall greifen Freunde und Familie zum äußersten – und erschrecken uns. Am laufendem Band. Hinter jeder Ecke springen sie hervor: Buuuh! Natürlich nur, um uns zu helfen. Auch das ist selten von Erfolg gekrönt.

Schluckauf-Wundermittel: Hiccaway soll in neun von zehn Fällen helfen

Doch nun soll es eine wahre Revolution für alle Schluckauf-Geplagten geben. Der US-Mediziner Ali Seifi forscht schon lange an dem Phänomen Schluckauf und daran, das Hicksen zu stoppen. Laut eigenen Aussagen ist es ihm nun gelungen in neun von zehn Fällen den Schluckauf beenden zu können.

Das funktioniert mit einem speziellen Trinkhalm – dem Hiccaway. Menschen, die unter Schluckauf leiden, trinken durch den Strohhalm ein paar Schlucke Wasser und das war’s mit dem Hicks. Um zu verstehen, wie dieses Wundermittel funktioniert, muss zunächst der Schluckauf an sich verstanden werden.

Schluckauf: So entsteht der nervige Hicks – und er hat sogar eine Funktion

Singultus – so nennen Mediziner den Schluckauf – entsteht, wenn es zu einer Reizung des Nervus Phrenicus kommt. Dieser aktiviert die Zwerchfellmuskeln, sodass es zu einem reflexartigen Zusammenziehen des Zwerchfells kommt, so erklären es die Lungenärzte im Netz. Dabei wird Luft eingesogen, der Strom wird allerdings durch das plötzliche Verschließen der Stimmritzen blockiert. Heraus kommt ein Hicks.

Ursprünglich sei der Schluckauf demnach eine Funktion des ungeborenen Kindes. Der Singultus ist ein abgebrochener Atemversuch. Dabei schließen sich die Stimmritzen rechtzeitig, bevor Fruchtwasser in die Lunge eindringen kann. So trainiert das Ungeborene die Atemmuskulatur.

Hiccaway: Zwei Nerven werden stimuliert – das lässt den Schluckauf verschwinden

Um also den Schluckauf loswerden zu können, müssen zwei Nerven gleichzeitig stimuliert werden. Der Nervus Phrenicus, der für das Zwerchfell zuständig ist, und er Nervus Vagus, der sich um die Stimmritzen kümmert. Da setzt der Hiccaway an.

Er ist laut Welt so konzipiert, dass er am unteren Ende nur ein winziges Loch hat, durch das das Getränk gesogen werden muss. Dadurch muss ein Unterdruck erzeugt werden, durch diese Anstrengung würde der Zwerchfellnerv angeregt werden, denn das Zwerchfell müsse stark und andauernd angespannt werden.

Der Nervus Vagus wird durch das Wasser im Mund stimuliert, das geschluckt werden muss. Durch dieses Zusammenspiel soll der Teufelskreis Schluckauf gelöst werden.

Günstige Alternative: Wundermittel gegen Schluckauf zu Hause selber machen

Der Hiccaway-Trinkhalm kann über Amazon oder über die offizielle Homepage bestellt werden. Mit den Transportgebühren aus den USA kostet der Halm stolze 15 Euro. Wer es günstiger haben möchte, kann sich seinen eigenen Hiccaway-Halm basteln (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Dazu müssen Betroffene einfach ein Glas Wasser durch einen Strohhalm trinken – dieser muss allerdings aus Plastik oder Silikon bestehen, damit er zusammengedrückt werden kann. Das Wirkungsprinzip soll dann dasselbe sein, wie beim Hiccaway, berichtet die Welt. Es komme allein auf einen Widerstand bei Trinken an.

Inspiriert zum Anti-Schluckauf-Trinkhalm wurde der Mediziner Seifi von einem McDonalds-Strohhalm.

Inspiriert wurde der Mediziner Seifi übrigens von einem McDonalds-Strohhalm, wie BBC berichtet. Er beobachtete seinen Sohn dabei, wie dieser versuchte, ein Softeis durch einen Strohhalm zu ziehen. Auch das wäre also eine Alternative zum Hiccaway. Eine Fahrt zum Fastfood-Restaurant.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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