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Die Nächte sind tropisch warm und das sorgt bei vielen Menschen für Schlaflosigkeit. Denn auch um 23 Uhr ist es momentan noch wärmer als 20 Grad. Mit ein paar Tricks stellt sich die Nachtruhe dann aber doch schnell ein.

  • Wer auch im Hochsommer gut schlafen möchte, sollte einige Tipps beachten.
  • Ventilatoren, Wasser und frische Luft helfen durch die Tropennacht.

Im Rhein-Main-Gebiet könnte es am Mittwoch (26. Juni) bis zu 39 Grad warm werden. Auch am kommenden Wochenende klettern die Temperaturen auf über 30 Grad. Und auch nachts bleibt es meist über 20 Grad warm. Diesen Zustand bezeichnen Wetter-Experten als Tropennächte. Mit diesen Tipps findet ihr trotzdem in den Schlaf.

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1. Kurz vor dem Schlafen gehen: Ab unter die Dusche!

Außentemperaturen von 30 Grad und mehr erhöhen auch die Körpertemperatur unweigerlich. An Schlaf ist da quasi nicht zu denken. Denn der wird erst möglich, wenn die Körpertemperatur anfängt zu sinken.

Die perfekte Hilfe dafür ist eine Dusche kurz vor dem Zubettgehen. Aber Vorsicht: nicht zu kalt duschen. Dadurch ziehen sich die Gefäße zusammen und die Durchblutung wird gefördert. Besser lauwarm bis warm duschen – das erfrischt und sorgt für einen guten Start der Nacht.

Wer in einem der zahlreichen Seen oder Freibäder im Ruhrgebiet am Abend noch eine Abkühlung gesucht hat, sollte sowieso duschen.

2. Fenster auf und Ventilator an

Im Hochsommer sollte am besten frühmorgens und abends gelüftet werden. Damit wird die Hitze aus der Wohnung vertrieben und erst gar nicht reingelassen. Frische Luft sorgt dann für einen erholsamen Schlaf.

Besonders gut wird es, wenn noch ein Ventilator ins Spiel kommt. Den aber am besten nach oben an die Decke pusten lassen, sodass die Luft zirkulieren kann. Andere Möglichkeit: Den Ventilator direkt auf das Fenster richten.

Klingt erst einmal komisch, soll aber dafür sorgen, dass die heiße Luft aus der Wohnung heraustransportiert wird. Strittig ist dabei, ob Durchzug dem Körper eher schadet oder nützt. Kürzlich regte sich TV-Wetterfrosch Jörg Kachelmann über einen Tipp der Dortmunder Feuerwehr auf. Die hatten vor Durchzug gewarnt.

3. DIY-Klimaanlage

Wer kein Geld für ein teures Klimagerät hat, kann sich mit ein paar einfachen Maßnahmen selbst Abkühlung verschaffen. In der ersten Variante kommt wieder der Ventilator ins Spiel. Eine mit Eis gefüllte Schale vor dem Ventilator sorgt für eine erfrischende Brise.

Variante zwei sorgt für ein besseres Raumklima: nasse Tücher, die im Schlafzimmer aufgehängt werden. Dadurch entsteht Verdunstungskälte und der Umgebung wird Wärme entzogen. Ein erholsamer Schlaf könnte so schneller eintreten. Und den braucht der Körper, um mit den heißen Temperaturen besser klarzukommen. Sonst drohen hitzebedingte Kopfschmerzen.

4. Die ägyptische Methode

Ok, das ist nur was für Hardcore-Schwitzer. Die alten Ägypter haben wohl ihre Decken kurz vor dem Zubettgehen in Wasser getaucht, um sich kühl zu halten. Aber mal ehrlich – niemand möchte doch in einer tropfnassen Decke schlafen, oder?

Eine Light-Version des Ganzen wäre es, das Laken nass zu machen und gut auszuwringen oder kurz in der Waschmaschine zu schleudern. Zum Schutz der Matratze aber am besten eine weitere Decke unterlegen.

5. Federbett aus dem Bettbezug nehmen

Inzwischen gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Oberbetten. Aber egal, ob Federbett, Polyester oder Wolle – bei der größten Hitze schläft man am besten nur im Bettbezug. Und wer es besonders kühl mag, legt diesen kurz vor dem Schlafen noch einmal in den Tiefkühler.

Auch diesem Rollerfahrer machte die Hitze zu schaffen: Deshalb fuhr er fuhr einfach nackt. Und nicht nur den Menschen macht das Wetter zu schaffen. Auch die Bäume haben es schwer. In Bochum ist die Polizei ausgerückt, um die Bäume mit Wasser zu versorgen.

Viele dürften angesichts dieser Nachricht aufatmen: Ab kommender Woche (1. Juli) soll das Wetter im Ruhrgebiet endlich kühler werden, die Temperaturen sinken.