Natürlicher Pflanzenschutz

Blattläusen vorbeugen: Pflanzen-Sorten halten die Schädlinge von selbst fern

Blattläuse sind vielen Hobbygärtnern ein Ärgernis. Wer nicht auf den Befall warten will, kann ungebetene Gästen dank einfacher Tricks fernhalten.

NRW – Zier- und Nutzpflanzen auf dem Balkon oder im heimischen Garten sind vor ihnen nicht sicher: Ehe man sich versieht, machen es sich die ein bis zwei Millimeter großen Blattläuse auf den Blättern und Blüten der heimischen Pflanzen bequem, vermehren sich schnell und zerstören die Farbenvielfalt. Mit einfachen Hausmitteln wird man die ungebetenen Gäste zwar schnell wieder los – doch dank einfacher Tricks können Blumenfreunde dem Blattlaus-Befall ganz ohne chemische Mittel vorbeugen.

InsektenBlattläuse
Auf der Erde seit etwa 200 Millionen Jahren
Artenvielfalt5000 bekannte Arten, davon etwa 800 in Mitteleuropa

Blattläusen vorbeugen: Einfache Schutzmaßnahmen versprechen Erfolg

Beim Kontakt mit diversen Hausmittel-Gemischen wird vielen Blattläusen Angst und Bange – insbesondere wohl beim Gedanken an streng riechendes Gemüse wie Zwiebeln oder Knoblauch oder an ätherische Öle. Laut dem Internet-Ratgeber Hausgarten sind Eukalyptus- oder Teebaumöl ideal zur Vorbeugung von Blattlausbefall.

Wer den Blattläusen schon im Vorhinein das Leben schwer machen will, kann Zwiebel- oder Knoblauchstückchen in geschältem Zustand um die Pflanze herum bis zur Hälfte in die Erde stecken. Laut Native-Plants hassen die Tiere die in den Zehen enthaltenen Öle.

Blattläusen vorbeugen: Schutzgitter und Öle sollen Erfolg versprechen

Auch die ätherischen Öle können direkt auf die Erde getropft, alternativ aber auch über das Gießwasser ins Erdreich gegeben werden. Allerdings reagieren empfindliche Pflanzen auf bestimmte unverdünnte Ölen wie Oregano Öl oder Nelkenöl sehr empfindlich. Die Blatthaut kann so geschädigt, Flecken auf Blätter verursacht und Triebe sogar abgetötet werden.

Auch ein Insektenschutzgitter soll laut Hausgarten vor dem Blattlaus-Befall schützen. Die mechanischen Sperren verhindern, dass die Insekten an die Triebe, Blätter und Blüten gelangen, allerdings sind die Netze nur für Einzelpflanzen, Pflanzenkästen und -beete und wegen der optischen Beeinträchtigungen nur für Nutz- und nicht für Zierpflanzen geeignet.

Blattläusen vorbeugen: Mischkulturen fördern effektiven Schutzmechanismus

Was die Blattlaus nicht kennt, frisst sie auch seltener. Deshalb sind Mischkulturen mit verschiedensten Wirtspflanzen von Vorteil, um die Anpassung der Blattläuse an ihr neues Zuhause zu erschweren. Bei genügend Pflanzenvariation im heimischen Pflanzenbeet kann der Befall eingegrenzt oder sogar zum Erliegen gebracht werden.

Ähnlich wie die für Menschen wohlduftenden Öle können sich deshalb Lavendel, Thymian oder Rosmarin als echte Retter vor Blattläusen erweisen. Aber auch Basilikum ist effektiv. Ihre abgesonderten Öle, Duftstoffe und weitere Substanzen verhindern den Übertritt der Läuse auf andere Pflanzen.

Ganz ohne Chemikalien kann man einem Blattläuse-Befall vorbeugen.

Blattläusen vorbeugen: Fressfeinde und Pflanzenpflege machen Läusen das Leben schwer

Deshalb sollten die Abwehrpflanzen gezielt zwischen die zu schützenden Nutz- und Zierpflanzen gesetzt werden, damit ein effektiver, gegenseitiger Schutzmechanismus den flächendeckenden Befall verhindern kann. Die Internetseite Wurzelwerk empfiehlt Pflanzenfreunden, sich für die Wahl der richtigen Beetnachbarn einen Mischkultur-Pflanzplan herunterzuladen.

Fühlen sich Fressfeinde der Blattlaus wohl, kann eine Läusepopulation schnell dezimiert werden. Damit Marienkäfer oder Ohrenkneifer auf Läusejagd gehen können, sollten nektarreiche Blumen wie Veilchen oder Sonnenblumen in der Nähe und genügend Wohnmöglichkeiten, beispielsweise in Form umgedrehter, mit Stroh gefüllter Blumentöpfe, vorhanden sein.

Außerdem empfiehlt es sich auch dafür zu sorgen, dass die heimischen Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon widerstandsfähig sind. Eine falsche Düngung oder falsch dosierte Wassergaben können die Pflanze anfälliger für Läusebefall machen, da sie durch eine beschädigte Blatthaut leichter an den begehrten Pflanzensaft kommen.

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