Nach Klage

Subway: Forscher machen kuriosen Fund im Sandwich – was ist in den Produkten drin?

Die amerikanische Fast-Food-Kette Subway wurde wegen eines ihrer Sandwiches verklagt. Auch Forscher äußern ihre Bedenken über den Inhalt des Produktes.

NRW – Die Fast-Food-Kette Subway ist bekannt für seine Sandwiches, die man mehr oder weniger individuell zusammenstellen lassen kann. Mit diesem Konzept macht das Franchise-Unternehmen Umsatz im Milliarden-Bereich. Doch nun sind Subway-Fans verunsichert: Aktuell ist unklar, ob in den Sandwiches des US-Unternehmens auch das drin ist, was man erwartet. Der Grund ist eine Laboranalyse, die durch ein Gericht in Auftrag gegeben wurde.

Restaurant Subway
Gründung28. August 1965
ZentraleMilford, Connecticut, Vereinigte Staaten
CEOJohn Chidsey (Nov. 2019 – )
RechtsformFranchise

Subway: Forscher machen nach Klage erschreckenden Fund in Sandwich

Die Forscher fanden bei der Laboranalyse der Thunfisch-Sandwiches keine DNA des Fisches. Insgesamt untersuchten sie eineinhalb Meter belegte Brote auf die Inhaltsstoffe des angeblichen Thunfisches. Die Proben stammten aus mehreren Subway-Restaurants aus Los Angeles in den USA. Die Untersuchung wurde von der New York Times in Auftrag gegeben.

Dass die Forscher keine DNA des Thunfischs ausfindig machen konnten, kann zwei Gründe haben. Zum einen könnte der Thunfisch stark verarbeitet worden sein. Dabei kann es passieren, dass die DNA nicht mehr identifizierbar ist. Die andere Möglichkeit, die Kunden schockiert, legt nahe, dass sich gar kein Thunfisch in den Produkten befindet.

Forscher untersuchen Thunfisch-Sandwich von Subway: Was steckt wirklich da drin?

Der Grund für die Analyse der Sandwiches von Subway war eine Klage von zwei Kunden in Kalifornien. Sie klagten Anfang des Jahres gegen die Fast-Food-Kette. Ihren Aussagen nach würde sich „alles andere als Thunfisch“ in dem Essen befinden, das berichtet auch der Spiegel. Die Kläger unterstellten dem Unternehmen, eine Mischung aus verschiedenen Zutaten herzustellen, die nur wie Thunfisch aussehen sollten, dies aber nicht seien.

Das amerikanische Nachrichtenmagazin Inside Edition beauftragte eigenständig eine Untersuchung von Sandwich-Proben aus New York. Jedoch wurde mithilfe der Untersuchungen Thunfisch in den Proben gefunden.

Subway ist von einer Klage in den USA betroffen: Der Grund sei das Tuna-Sandwich.

Nun sind vor allem in den USA die Kunden von Subway verunsichert: Was steckt nun wirklich in meinem Essen? Andere Fast-Food-Ketten versuchen allerdings die Unschuld des Unternehmens zu beweisen. Sie argumentieren, dass die Fast-Food-Kette, die mehr als 20.000 Restaurants in den USA betreibt, gar keinen Grund hätte, Thunfisch zu fälschen oder zu panschen – denn der Fisch sei schon von Grund auf sehr günstig, weshalb es sich nicht lohnen würde.

Keine Schuld bei Subway laut Experten: Thunfisch-Sandwich wurde von mehreren Laboren untersucht

Andere Experten gaben die Schuld dagegen den Lieferanten und nicht der Fast-Food-Kette: „Sie kaufen eine Dose Thunfisch, auf der `Thunfisch` steht. Wenn es wirklich einen Betrug gäbe, dann ist er beim Lieferanten entstanden“, sagt David Rudie, den Vorsitzenden des Fischgroßhändlers Catalina Offshore Products gegenüber dem britischen Guardian. Subway selbst beteuert die Echtheit des verwendeten Thunfisches und bot zu Beginn des Gerichtsverfahrens Anfang des Jahres unter dem Rabattcode „ITSREAL“ (auf deutsch: „Er ist echt“) 15 Prozent auf alle Tuna-Sandwiches an.

Wie die Situation in Deutschland aussieht, ist unklar. Allerdings werden die rund 500 Filialen in Deutschland hier nicht vom Unternehmen selbst, sondern per Franchise betrieben. Das bedeutet, dass die Betreiber der einzelnen Restaurants unabhängig handeln.

Subway: Veganes Sandwich verärgert Kunden in Deutschland

Schon im vergangenen Jahr verärgerte das Unternehmen seine Kunden: Grund dafür war die neue vegane Variante des beliebten Chicken Teriyaki-Sandwiches bei Subway. Denn nicht jede Filiale kannte das neue Produkt schon und hatte es auf Lager. Zudem sei es nur ein Aktionsprodukt.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa