Neue Testergebnisse

Salz von Lidl und Netto im Test: Ergebnisse lassen Kunden staunen

Die Stiftung Warentest veröffentlicht regelmäßig Qualitätstests von Lebensmitteln. Ein aktueller Salz-Test bewertet einige bekannte Supermarkt-Marken.

Dortmund – Produkttests der Stiftung Warentest offenbaren Verbrauchern Informationen zur Qualität von bestimmten Lebensmitteln. Jetzt haben die Tester rund 41 Salz-Sorten unter die Lupe genommen und verglichen. Unter den Testsiegern befinden sich einige Discounter. Allerdings landen bekannte Marken und Supermarktprodukte auf den letzten Plätzen.

Salt im Test: Stiftung Warentest vergleicht 41 Produkte – Salz von Netto ist Testsieger

Ob Meersalz, Fleur de Sel, Blut­druck­salz, klassisches Haus­halts­satz mit oder ohne Zusätze - für Viele gehört Salz in nahezu jedes Gericht. So oft wie das Produkt in die Speisen gelangt, sollte die Qualität doch auch stimmen, oder? Dieser Frage hat sich nun die Stiftung Warentest angenommen und ganze 41 Salze getestet.

Neben der geschmacklichen Verbesserung erfüllt Salz auch einen gesundheitlichen Effekt. Denn es reguliert den Flüssig­keits­haushalt und Blut­druck des Körpers. Getestet wurde demnach in vier Kategorien: Geschmack und Aussehen, chemische Inhaltsstoffe, Nutzungs­freundlich­keit der Verpackung und Lebensmittelkennzeichnung.

Ein klarer Favorit der Tester ist das Jodsalz von Netto. Neben dem günstigen Preis von sechs Cent pro 100 Gramm kann das Salz des Discounters auch mit seiner Qualität überzeugen. Für die alltägliche Küche sei das Netto-Salz in jedem Fall eine gute Wahl.

Zudem wird auch das „AlpenJodSalz“ von Bad Reichenhaller als Testsieger gekührt. Es sorgt vor allem im Bereich chemische Inhaltsstoffe für hohe Bewertungen. Detaillierte Testergebnisse finden sich auf der Website der Stiftung Warentest.

Salz im Test: Fehlendes Jod und unangenehmes Geruchsmerkmal führen zu Punktabzug

Im Geruchs- und Geschmackstest schnitten die allermeisten Salze mit „gut“ ab. Allerdings fielen einige Produkte aufgrund eines leichten Pappegeruchs negativ auf.

Wie die Stiftung Warentest mitteilt, verschwinde der Geruch jedoch beim Kochen wieder. Einzig das Salz „Flor de Sal d‘Es Trenc“ kann mit einem tatsächlichen Meer-Geruch punkten.

Salz ist für viele Gerichte ein essentieller Geschmacksverstärker.

Was ebenfalls zu einer niedrigeren Bewertung führte, ist der fehlende Jodgehalt. Jod gilt als essenzieller Inhaltsstoff für die Funktion der Schild­drüse. Nur mit ausreichend Jod kann das Organ den Energiestoff­wechsel, Herz­rhythmus und Blut­druck anregen und Wachs­tum sowie Gehirn­entwick­lung regulieren.

Aus diesem Grund empfiehlt die Testorganisation Verbrauchern den Kauf von Salz mit Jod-Zusätzen. Ein weiterer nützlicher Zusatzstoff ist Fluorid. Es kann vor Kariesbildung auf den Zähnen schützen.

Stiftung Warentest vergleicht Salz – Testsieger vom Discounter

Insgesamt schneiden nahezu alle Salze gut ab. Vor allem das Lidl-Salz „Kania Fleur de Sel 2“ überzeugt die Tester und landet auf Platz zwei. Das Just Spices „Fleur de Sel“ bekommt ebenfalls gute Noten. Nur beim Geschmacks- und Geruchstest fällt das Urteil nur „befriedigend“ aus.

Immerhin: Fast jedes Supermarkt-Salz erhielt im Gesamturteil die Note „gut“. Ausnahmen sind das Rewe „Feine Welt Rosa Kristallsalz“ und Edeka „Gut & Günstig Tafelsalz feinkörnig“. Sie erhalten mit 2,7 nur die Note „befriedigend. Dass Supermarkt-Produkte nicht immer Bestnoten kassieren, zeigte zuletzt auch ein Butter-Test von Öko-Test.

Bei allen Testsiegern gibt es einen Hinweis zu beachten: Salz sollte nur in Maßen verzehrt werden. Die Stiftung Warentest empfiehlt etwa 3,8 Gramm Salz pro Tag. Heute nehmen Verbraucher jedoch durch andere Lebensmittel weitaus mehr Salz zu sich, was das Risiko für Bluthochdruck erhöhen kann.

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Rubriklistenbild: © agefotostock/Tanya Ru/Michael Gstettenbauer/Imago; Collage: RUHR24

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