Wichtige Kundeninformation

Süßigkeiten-Rückruf: Ekel-Bakterien in Produkten gefunden – Hersteller warnt

Erneut sind Süßigkeiten von einem Rückruf betroffen. In gleich zwei Produkten wurden Salmonellen nachgewiesen. Kunden wird daher dringend vom Verzehr abgeraten.

Braunschweig – Wieder versetzt ein Bakterien-Fund die Lebensmittel-Branche in Aufregung. Betroffen sind Süßigkeiten – und das gleich von zwei verschiedenen Marken. Das Bundesamt für Verbraucherschutz informiert daher in beiden Fällen über einen Rückruf. Kunden sollten genau hinsehen, ob sie eines der Produkte zu Hause haben.

BehördeBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
HauptsitzBraunschweig, Niedersachsen
DachorganisationBundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Gründung2002

Rückruf von Süßigkeiten: Salmonellen-Verdacht bei zwei Produkten

Bei beiden Süßigkeiten handelt es sich um Halva, eine Süßwarenspezialität, die in der Regel aus Sonnenblumenkernen oder Sesam besteht. Insbesondere Sesam war zuletzt aufgrund von krebserregendem Ethylenoxid häufig der Grund für eine Lebensmittelwarnung. Bei vielen Verbrauchern dürften daher sicher inzwischen die Alarmglocken bei Meldungen im Zusammenhang mit der Saat läuten.

Doch diesmal ist das nicht der Grund für den Rückruf. Vielmehr wurden in beiden Süßigkeiten Salmonellen nachgewiesen – Bakterien, die bei Verzehr üble Symptome, wie Durchfall, Bauchschmerzen, gelegentliches Erbrechen und leichtes Fieber auslösen können. Bereits im Juli dieses Jahres sorgte eine Rückrufaktion mehrerer Halva-Produkte für Aufregung. Auch hier waren Salmonellen der Grund für die Verbraucherwarnung.

Süßigkeiten-Rückruf: Bei diesen Produkten wurden Salmonellen nachgewiesen

Konkret ist diesmal Halva der Kosebate GmbH und der Kervan GmbH betroffen. Beide Unternehmen rufen daher aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes die komplette Charge der Süßigkeiten zurück. Bei dem Rückruf geht es um folgende Produkte:

  • Produkt: Tahin Helva Halva, Fistikli/Pistachio der Kervan GmbH
  • Inhalt: 200 Gramm
  • Marke: Koska
  • Barcode-Nummer: 8 6907 10 009442
  • Losnummer: 212-300F/20
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 26.10.2022
  • Verkauft in: Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt
Halva der Kervan GmbH ist von einem Rückruf betroffen. Es besteht der Verdacht auf Salmonellen.

Auch bei der zweiten Süßigkeit handelt es sich um Halva mit Pistazien. Hier sind gleich zwei Packungsgrößen von dem Rückruf betroffen:

  • Produkt: Alburj – Halva mit Pistazien der Kosebate GmbH
  • Inhalt: 400 Gramm und 800 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 07.2022
  • Verkauft in: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen
Rückruf von Halva mit Pistazien. Es besteht Salmonellen-Gefahr.

Rückrufaktion von Lebensmitteln: Salmonellen sind leider häufig der Grund

Dass Lebensmittel mit Salmonellen verunreinigt sind, ist keine Seltenheit. Durch mangelnde Hygiene, unzureichende Erhitzung oder falsche Lagerung kann es zu einer Kontamination mit den Krankheitserregern kommen. Zuletzt waren über 30 Produkte bei Aldi, Lidl, Rewe und anderen Supermärkten deshalb von einem Rückruf betroffen.

Laut dem Robert Koch-Institut äußert sich eine Salmonellen-Erkrankung in der Regel innerhalb weniger Tage nach der Infektion, also nach Verzehr der Bakterien und klingt nach kurzer Zeit wieder ab. Sollte das jedoch nicht der Fall sein, sollten betroffene Personen unbedingt einen Arzt aufsuchen und diesen auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen. Auch Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können laut dem RKI schwere Krankheitsverläufe entwickeln, weshalb sie besonders aufpassen müssen (mehr Rückrufe bei RUHR24).

Rückruf von Süßigkeiten: Hersteller kassieren Rüge wegen mangelnder Information

Zwar informieren beide Hersteller über den Rückruf, doch das Schreiben fällt dabei relativ kurz aus. Während sich bei der Kosebate GmbH immerhin noch Information über mögliche Gesundheitsrisiken finden, hält sich die Kervan GmbH bedeckt. Das Verbraucherportal produktwarnung.de klagt in beiden Fällen darüber, dass die Unternehmen die Kunden zu wenig über den Rückruf informieren würden.

Es finden sich unter anderem keinerlei Informationen darüber in dem Rückruf-Schreiben, wo und in welchem Zeitraum die Süßigkeiten verkauft wurden. Auch ob das Produkt – wie sonst bei Rückrufen üblich – zurückgegeben werden kann, bleibt zumindest bei der Kosebate GmbH offen.

Betroffene Kunden sollten dennoch unbedingt nachsehen, ob sie das Halva möglicherweise zu Hause haben. Sie sollten die Süßigkeit dann auf kein Fall essen und gegebenenfalls bei der Verkaufsstelle nachfragen, ob eine Rückgabe gegen Erstattung des Einkaufspreises möglich ist.

Rubriklistenbild: © Koen van Weel/dpa; Collage: RUHR24

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