Nicht alle Bundesländer betroffen

Salat-Rückruf bei Edeka: Fehler könnte zur Gesundheitsgefahr werden

Rückruf bei Edeka. Bei einem Salat ist ein Fehler aufgetaucht. Für manche Kunden könnte das zu gesundheitlichen Problemen führen.

Dortmund – Wer wenig Zeit hat, greift gerne zu Fertigprodukten. Insbesondere Fertigsalate sind deshalb bei vielen Arbeitnehmern beliebt, um sich in der Mittagspause etwas Gesundes einzuverleiben. Bei einem dieser Produkte ist nun ein Fehler aufgetaucht, weshalb Edeka den Salat zurückrufen muss.

Geschäft im deutschen EinzelhandelEdeka
HauptsitzHamburg
TochterfirmenU.a. Netto, Marktkauf

Rückruf bei Edeka: Salat-Hersteller muss Produkt aus dem Verkauf nehmen

Es ist nicht der erste Salat-Rückruf, vor dem aktuell gewarnt wird. Die Alvego UG muss ebenfalls einen Salat mit Algen zurückrufen, da der Grenzwert mit Jod überschritten wurde. Bei der Rückrufaktion von Edeka liegt das Problem jedoch weniger an dem Produkt selbst, sondern an der Verpackung – oder besser gesagt, an einer fehlerhaften Etikettierung.

Konkret geht es um ein Salat des Herstellers Gartenfrisch Jung GmbH, ein Großhändler für Obst und Gemüse, der Edeka beliefert. Das Unternehmen informierte am Donnerstag (22. Juli) über den Rückruf und räumte ein, dass bei gleich mehreren Produkten mit verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten der Fehler aufgefallen sei (mehr Rückrufe bei RUHR24).

Edeka-Rückruf: Fehlerhafte Angabe bei Salat kann zum Problem werden

Der Edeka-Lieferant habe jedoch umgehend reagiert, nachdem der Fehler im Rahmen von Eigenkontrollen festgestellt wurde. Alle Edeka-Filialen, die das Produkt verkaufen, wurden informiert und der Salat anschließend aus dem Verkauf genommen. Konkret ist folgendes Produkt von dem Rückruf betroffen:

  • Artikel: Edeka deli Pulled Pork und Country-Kartoffeln
  • Inhalt: 200 Gramm
  • Betroffene Mindesthaltbarkeitsdaten: 23.07.2021, 24.07.2021, 26.07.2021 und 27.07.2021

Das Problem bei dem Salat: Die Kontrollen ergaben, dass das im Salat enthaltene Fleisch geringe Mengen an Senf in der Marinade enthält. Senf ist jedoch nicht auf der Verpackung deklariert. Für manch einen Kunden mag das nun belanglos erscheinen, für Menschen mit einer Senfallergie kann das jedoch gesundheitliche Problem auslösen.

Dieser Salat wird aktuell bei Edeka zurückgerufen. Das Etikett ist fehlerhaft.

Salat-Rückruf bei Edeka: Nicht deklarierter Inhalt kann zu allergischer Reaktion führen

Eine Allergie gegen Senf tritt häufig in Form einer Kreuzallergie auf, wie merkur.de* erklärt. Das heißt, Menschen, die vor allem gegen Pollen von Birke und Beifuß allergisch sind, reagieren auch mit Unverträglichkeiten auf Senf, Sellerie, Erdnüsse oder Soja. Das muss zwar nicht zwingend bei jedem Betroffenen der Fall sein, dennoch kann Senf bei Verzehr eine allergische Reaktion auslösen.

Typische Symptome sind dann schweren Reaktionen der Haut, Reizung des Magen-Darm-Traktes, Verengung der Atemwege (Asthma, Atemnot) oder Probleme mit dem Kreislaufsystem. Diese Symptome werden auch als anaphylaktischer Schock bezeichnet und können je nach Schweregrad der Allergie lebensbedrohlich werden.

Kunden, die also von einer Senfallergie betroffen sind, sollten den Salat auf keinen Fall essen. Wie der Edeka-Lieferant mitteilt, könne der Fertigsalat von allen anderen Kunden jedoch bedenkenlos konsumiert werden. Der Salat sei qualitativ einwandfrei. Auch andere Mindesthaltbarkeitsdaten oder Produkte der Marke „Edeka Deli“ seien von dem Rückruf nicht betroffen.

Edeka: Nicht alle Filialen von Salat-Rückruf betroffen

Nicht nur Edeka muss derzeit Ware aus dem Verkauf nehmen, auch Rewe ist von einem Rückruf betroffen. Der Supermarktriese muss bundesweit Spinat zurückrufen, da gefährliche Splitter in dem Tiefkülprodukt gefunden wurden. Im Gegensatz dazu ist der Salat bei Edeka nicht überall in Deutschland verkauft worden.

Wie die Gartenfrisch Jung GmbH schreibt, wurde der Salat „Edeka deli Pulled Pork und Country-Kartoffeln“ nicht in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und dem Saarland angeboten. Auch in Baden-Württemberg ist der Salat nur in Filialen zu finden, die in Regionen liegen, die an Hessen und Bayern angrenzen.

Wie bei Rückrufen stets üblich können Kunden – egal ob mit oder ohne Allergie – den Salat zurückgegeben. Sie bekommen den Kaufpreis auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückerstattet. Sollten Kunden außerdem Fragen zu dem Salat-Rückruf bei Edeka haben, können sie sich unter 06298/36800 bei der Gartenfrisch Jung GmbH melden. *Merkur ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Tobias Hase, Sebastian Gollnow/dpa, Collage: RUHR24.de

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