Infektionsgefahr bei Verzehr

Wurst-Rückruf: Gefährliche Bakterien in Salami gefunden - schwere Schäden drohen

Ekel-Alarm im Supermarkt: Eine beliebte Wurst ist mit gefährlichen Bakterien belastet. Der Hersteller warnt vor akuter Gesundheitsgefahr.

Deutschland – Die Zentrale Handelsgesellschaft mbH ruft die betroffene Salami aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes zurück. Das Produkt wurde über die Einzelhandelskette Globus vertrieben, die in ganz Deutschland Supermärkte betreibt. Bei Routinekontrollen wurden darin enterohämorrhagische E.coli (STEC) in Proben nachgewiesen. Für Kunden besteht bei Verzehr Infektionsgefahr.

Globus Einzelhandelsunternehmen
HauptsitzSankt Wedel
Gründung1828

Wurst-Rückruf wegen EHEC-Bakterien – Übelkeit und Durchfall drohen

EHEC-Infektionen zählen zu den häufigsten Ursachen für Lebensmittelvergiftungen. Besonders bestimmte Wurst- und Fleischwaren (streichfähige Rohwurst oder Lammfleisch) können betroffen sein. Im Januar kam es beispielsweise bei Real zu einem Fleisch-Rückruf wegen EHEC.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) beträgt die Inkubationszeit durchschnittlich 3 bis 4 Tage. Symptome einer Infektion treten im Schnitt nach einer Woche auf.

Häufige Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Aber auch schwere Verläufe sind möglich. Denn wie das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) verdeutlicht, bilden Escherichia (E.) coli-Bakterien Toxine. Bei diesen sogenannten „Shiga- bzw. Verotoxinen“ handelt es sich um starke Zellgifte.

Wurst mit EHEC verunreinigt – Infektion kann schwere Gesundheitsschäden verursachen 

Besonders gefährdet sind Kleinkinder und Säuglinge, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. So kommt es bei rund fünf bis zehn Prozent der Erkrankten, insbesondere bei Kindern, zu einem gefährlichen Krankheitsverlauf, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erklärt.

Demnach könne es durch die EHEC-Gifte zu Blutarmut und zu Nierenfunktionsstörungen kommen, dem sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), das in 1 bis 5 Prozent der Fälle bei Kindern sogar tödlich verlaufen. Auch nach dem Überstehen der Krankheit könnten bleibende Gesundheitsschäden wie Bluthochdruck oder Nierenfunktionsstörung zurückbleiben.

Warnung vor möglicher Infektion – diese beliebte Salami ist betroffen

Dementsprechend warnt der Hersteller im aktuellen Rückruf auch dringend vor einem Verzehr der Salami (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24). Betroffene, die die Wurst gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen, mahnt das Unternehmen. Es handelt sich um das folgende Produkt:

  • Produkt: „Jeden Tag“ Paprikasalami
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 29.5.2021
  • Charge: 1104
Wird wegen EHEC zurückgerufen: „Jeden Tag“ Paprika Salami

Salami-Rückruf bei Globus – wichtige Infos für Kunden

Der Hersteller verweist darauf, dass die Salami ausschließlich über Filialen der Handelskette Globus verkauft wurde. In NRW etwa gibt es Märkte in Krefeld und Köln. Das betroffene Produkt habe man aus dem Warenbestand genommen.

Kunden, die die entsprechende Paprikasalami gekauft haben, werden gebeten, sie zu entsorgen. Ebenso kann sie natürlich im Handel zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet – auch ohne Kassenbon. Für weitergehende Verbraucherfragen ist der Hersteller unter der Telefonnummer 0049/781 616 486 erreichbar. Alternativ auch unter seiner Homepage: www.jeden-tag.de. 

Rubriklistenbild: ©  John Mac Dougall/afp, Zentrale Handelsgesellschaft mbH; Collage: RUHR24

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