Bild: dpa

Die französische Firma „Fromagerie Alpine“ ruft europaweit zwei Weichkäse-Sorten zurück. Grund für den Rückruf ist die mögliche Verunreinigung durch E.coli-Bakterien.

Laut produktwarnung.eu seien die Weichkäse-Sorten Saint Marcellin und Saint Félicien möglicherweise mit den E.coli-Bakterien (Escherichia coli O26) kontaminiert und deshalb nicht zum Verzehr geeignet. Der Käse wurde auch nach Deutschland geliefert.

Weichkäse wurde auch an der Theke verkauft

Diese Weichkäse-Sorten sind betroffen: Saint Marcellin sowie Saint Félicien der Handelsmarke „Xavier David, Tradition du Bon Fromage, Alpine“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) vom 08.03.19 bis 31.05.19 (Chargen L032 bis L116). Das Identitätskennzeichen lautet: FR 26.281.001 CE.

Die beiden Weichkäse wurden sowohl in Selbstbedienungsauslagen als auch an der Theke verkauft. Das MHD können Kunden deshalb nicht genau kennen. In diesen Fällen solle vorsorglich auf den Verzehr verzichtet werden, heißt es auf produktwarnung.eu.

Der Saint Marcellin ist vom Rückruf betroffen. Bild: BLV
Der Saint Félicien ist vom Rückruf betroffen. Bild: BLV

Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit wurde der Weichkäse in Deutschland in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen verkauft. Betroffene Produkte können Kunden in den jeweiligen Supermärkten zurückgeben.

Mehrere Kinder in Frankreich erkrankt

E.Coli-Bakterien können innerhalb weniger Tage zu teils fieberhaften Störungen des Magen-Darm-Trakts führen. Auch Blutungen sind möglich, insbesondere bei Kindern auch schwere Nierenkomplikationen, warnt der Hersteller.

Der Käse ist auch in Frankreich verkauft worden. Nachdem dort mehrere Kinder erkrankt sind, haben die Behörden die Weichkäse-Sorten zurückgerufen. Eine Infektion mit Escherichia-coli-Bakterien habe in 13 Fällen zu einer Erkrankung der Blutgefäße (hämolytisch-urämisches Syndrom) geführt, meldet das französische Landwirtschaftsministerium.

Die Erkrankungen bei den Kindern seien seit Ende vergangenen Monats in mehreren Regionen des Landes festgestellt worden. Mehrere Kinder aßen nach ersten Untersuchungsergebnissen die nun vom Rückruf betroffenen Käse. Mit dpa-Material