Warnung vor beliebtem Snack

Rückruf von Chips wird ausgeweitet: Nächstes Unternehmen muss handeln

Ein neuer Rückruf von Chips lässt Verbraucher aufhorchen. Nach und nach müssen immer mehr Unternehmen den Verkauf stoppen.

Update, Mittwoch (27. Juli), 16.45 Uhr: Deutschland – Es scheint, als könne man aktuell alles andere als beherzt in die Chips-Tüte greifen – der nächste Rückruf für Nachos wurde veröffentlicht. Auch dieses Mal sind Tropanalkaloide in den betroffenen Produkten enthalten, wie FZ Organic Food BV laut produkwarnung.eu mitgeteilt hat.

PflanzeninhaltsstoffeTropanalkaloide
VorkommenAckerunkräuter
FamilieNachtschattengewächse

Chips-Rückruf wird immer größer: Viertes Unternehmen betroffen

Bereits gekaufte Produkte können an der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Konkret betroffen sind die folgenden Sorten der Trafo Tortilla-Chips und folgende Mindesthaltbarkeitsdaten:

  • Tortilla Chips Chili: 75 Gramm und 200 Gramm
  • Tortilla Chips Nacho: 75 Gramm
  • Tortilla Chips Naturel: 75 Gramm und 200 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdaten: 15.08.2022 bis einschließlich 09.01.2023
Rückruf von Chips: Neue Tortilla-Sorte von Tropanalkaloiden betroffen

Neuer Rückruf von Chips: Schadstoffe in beliebtem Snack gelandet

Erstmeldung, Mittwoch (27. Juli), 15.30 Uhr: Deutschland – Chips sind vermutlich ein Muss in vielen Haushalten bei gemütlichen Fernseh- und Spieleabenden. Doch momentan gilt es, vorsichtig zu sein. Denn die Rückrufe und Warnungen vor der Leckerei nehmen zu. Jetzt betrifft es ein weiteres Produkt.

Der beherzte Griff in die Chipstüte kann im schlimmsten Fall unerwünschte gesundheitliche Folgen haben. Aktuell im Fokus sind die Tortilla-Chips Amaizin Organic, die aus Bio-Mais hergestellt werden. Bei der Zubereitung sind allerdings sogenannte Tropanalkaloide in den Snack geraten. Daher warnt der niederländische Hersteller DO-IT Consumer Products BV nun eindringlich vor dem Verzehr.

Rückruf von Chips: Schuld sind gesundheitsgefährdende Tropanalkaloide

Tropanalkaloide sind ein natürlicher Bestandteil von Unkraut, welches wiederum auf Bio-Maisfeldern wächst. Die Aufnahme der organischen Stoffe kann schon in geringen Mengen Symptome, wie „Benommenheit, Kopfschmerzen und Übelkeit“ hervorrufen, macht das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit deutlich. Denn die Tropanalkaloide sollen „Herzfrequenz und das zentrale Nervensystem“ beeinflussen. Allerdings soll es keine Langzeitfolgen von dem Verzehr geben.

Umso wichtiger ist es daher, die vom Rückruf betroffenen Chips nicht zu verspeisen, sondern die Ware in dem Bioladen, in dem Verbraucher sie zuvor gekauft haben, wieder zurückzugeben. Das gilt für die Tortilla-Chips Amaizin Organic mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) MHD von 13-8-2022 bis 5-3-2023, informiert der Hersteller.

Aktuelle Chips-Rückrufe: Produkt-Warnung vor Snack ist kein Einzelfall

Das Unternehmen entschuldigt sich für die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten und weist darauf hin, dass Kunden bei Fragen eine E-Mail an info@organic.nl senden können, um Kontakt aufzunehmen. Dass Tropanalkaloide in Chips nachgewiesen wurden, ist kein Einzelfall.

Erst Anfang Juli hat man die unerwünschten, organischen Stoffe in anderen Bio-Produkten entdeckt. Gleich drei Sorten der Marke Alnatura hat der Chips-Rückruf aufgrund von Tropanalkaloide getroffen. Auch in diesem Fall ist die unerwünschte Zutat durch die Maisernte in die Snacks gelangt.

Für die Bio-Chips Amaizin Organic gibt es aktuell einen Rückruf.

Und damit nicht genug: Auch für Bio-Chips von Drogeriemarkt Rossmann gibt es einen Rückruf. Der Grund für die Warnung vor zwei Sorten Tortilla-Chips der Marke Ener-Bio ist allerdings ein anderer. Die Artikel können laut Hersteller nach dem Verzehr Vergiftungssymptome hervorrufen.

Produkt-Rückrufe häufen sich – Chips mit einfachem Rezept selbst herstellen

Die wohl gesündeste Option ist es daher, Chips einfach selbst herzustellen. Dafür benötigt man lediglich drei mittelgroße Kartoffeln (am besten in Bio-Qualität), Speiseöl und Gewürze nach Wahl. Wer die Kartoffelchips mit Schale zubereiten möchte, sollte sie zunächst gründlich waschen und bürsten, ansonsten schälen.

Anschließend die Kartoffeln mithilfe einer Reibe oder eines scharfen Messers in dünne Scheiben schneiden und das Öl mit den Gewürzen vermischen. Dann beidseitig mit ein wenig der Tinktur bestreichen. Das Portal Utopia rät dazu, nicht zu viel Öl zu nehmen, da die selbstgemachten Chips sonst nicht knusprig werden. Schließlich nur noch bei 180 Grad Umluft für 15 Minuten backen und abkühlen lassen.

Rubriklistenbild: © Helmut Meyer zur Capellen/imageBROKER/Imago

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