Die Infos sind rar

Süßigkeiten-Rückruf: Salmonellen in Produkt gefunden

Der nächste Rückruf steht an. Erneut wurden gesundheitsgefährdende Bakterien in einem beliebten Produkt gefunden. Es sollte auf keinen Fall gegessen werden.

Erfurt – Es ist noch nicht lange her, da hatte Deutschland eine Rückruf-Welle aufgrund von Ethylenoxid in zahlreichen Lebensmitteln in Atem gehalten. Nachdem diese nun etwas abzuebben scheint, taucht immer häufiger ein anderer Grund für Rückrufaktionen auf: Salmonellen. Diesmal wurden sie in Süßigkeiten nachgewiesen.

BakterienSalmonellen
FamilieEnterobacteriaceae
Symptome bei InfektionU.a. Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein, Erbrechen, Fieber

Rückruf von Süßigkeiten: Ekel-Bakterien in einer Charge entdeckt

Konkret geht es bei dem Rückruf um Halva, eine Süßwarenspezialität, die ursprünglich aus dem arabischen Raum stammt. Das Mus wird in der Regel aus Sesamsaat, Honig und Zucker hergestellt und wird auch in Deutschland immer beliebter. Einige der Leckereien werden durch die Zugabe von Vanille, Kakao, Mandeln, oder Pistazien noch verfeinert.

Der Grund für den aktuellen Süßigkeiten-Rückruf ist allerdings alles andere als lecker. Denn wie der Hersteller, die Al Safir Handels GmbH mitteilt, wurden in einer Charge Salmonellen nachgewiesen. Die Bakterien können für Kunden bei Verzehr üble Krankheitssymptome verursachen.

Süßigkeiten-Rückruf: Hersteller warnt seine Kunden wegen Salmonellen-Gefahr

Konrekt ist folgende Süßigkeit von dem Rückruf betroffen:

  • Produkt: Alburj – Halva mit Pistazien Tahini (Sesam) Pistazien Soße
  • Inhalt: 400 Gramm-Dose
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 07.2022
  • Los-Kennzeichnung: 07/2022
Rückruf von Süßigkeiten: In diesem Halva wurden Salmonellen nachgewiesen.

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde das mit Salmonellen verunreinigte Halva ersten Informationen zufolge nur in NRW, Rheinland-Pfalz und Thüringen verkauft. Die Al Safir Handels GmbH macht diesbezüglich allerdings keine Angaben – und kassiert dafür eine Rüge.

Rückrufaktion: Beliebte Süßigkeit ist mit Bakterien belastet – Hersteller lässt Fragen offen

So gibt das Unternehmen mit Sitz in Erfurt keine Auskunft darüber, wo und in welchen Supermärkten die Süßigkeit verkauft wurde. Produktwarnung.de merkt außerdem an, dass der Hersteller viele Fragen bezüglich der Rückgabe des Produktes unbeantwortet lässt sowie kaum über mögliche Symptome bei Verzehr aufklärt. Ebenso ist unklar, ob weitere Lebensmittel oder möglicherweise noch eine weitere Charge betroffen sind.

Das Verbraucherportal rät daher betroffenen Kunden trotz der dünnen Informationslage, die Packungen mit dem verunreinigten Halva dort zurückzugeben, wo sie es gekauft haben. Normalerweise erhalten Kunden im Falle eines Rückrufs das Geld auch ohne Vorlage des Kassenbons zurück. Verzehren sollten die Kunden die Süßigkeit aber auf keinen Fall – denn mit Salmonellen ist nicht zu spaßen.

Rückruf von Süßigkeiten: Salmonellen sind häufig der Grund für Lebensmittelwarnungen

Es ist nicht der erste Rückruf von Süßigkeiten in jüngster Zeit. Anfang Oktober 2021 wurden bereits zwei weitere Halva-Produkte zurückgerufen. Der Grund: Verdacht auf Salmonellen. Doch nicht nur Süßigkeiten sind von der Kontamination betroffen. Aktuell gibt es deshalb auch einen Eier-Rückruf.

Egal ob Süßigkeiten oder Eier: Kunden, die in letzter Zeit die genannten Produkte trotz der Warnung verzehrt haben, sollten bei Auftreten von Symptomen einen Arzt aufsuchen und diesen über eine mögliche Salmonellen-Infektion informieren. Mögliche Anzeichen können Durchfall, Bauchschmerzen, gelegentliches Erbrechen und leichtes Fieber sein.

Insbesondere für Kleinkinder und ältere Menschen kann das laut Robert Koch-Institut ernste Folgen haben. In seltenen Fällen kann der Verzehr von Salmonellen auch eine Darmentzündung auslösen. Betroffene Halva-Fans sollten also unbedingt nachsehen, ob sie von dem Rückruf betroffen sind und die Süßigkeit nicht essen.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema