Gesundheitsrisiko

Süßigkeiten-Rückruf wegen Verunreinigung: Weltmarke warnt vor Verzehr

Wieder wurden Fremdkörper in einem Produkt gefunden. Diesmal trifft es eine Süßigkeit der Weltmarke Daim. Es gibt einen Rückruf.

Dortmund – Zarte Milchschokolade und knuspriger Karamellkern – das ist Almondy Daim, wie es viele Menschen kennen und lieben. Zwischen Schokolade und Karamell wurde in der Süßigkeit aber ein Metallobjekt gefunden. Nicht ungefährlich für Kunden, wenn sie es aus Versehen verschlucken. Es musste ein Rückruf veranlasst werden.

Süßigkeiten-Rückruf wegen Verunreinigung: Ikea und Almondy warnen vor Verzehr

Doch viele Schoko-Fans und Süßigkeiten-Liebhaber können aufatmen. Der Rückruf trifft lediglich die „Almondy Daim Mandeltorte Schoko-Krokant“. Und die gibt es wiederum ausschließlich bei Ikea zu kaufen. Die bekannten Daim Minis oder die Schokolade können also weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.

Almondy und Ikea informieren gemeinsam über den Rückruf und weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass die Warnung nur das genannte Produkt betrifft. „In einem Kuchen wurde ein kleines Metallobjekt gefunden. Der Rückruf ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so die Begründung der beiden Konzerne. Sie geben folgende Details dazu bekannt:

  • Produkt: Almondy Daim Mandeltorte Schoko-Krokant
  • Inhalt: 400 Gramm
  • Losnummer: L2140
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 18.11.2023
  • Verkauf: Ikea Restaurant oder Ikea Schwedenshop
Die Daim-Torte ist von einem Rückruf betroffen. Es gibt sie ausschließlich bei Ikea zu kaufen.

Rückruf bei Ikea: Gefährliches Metallstück in beliebter Süßigkeit

Almondy, ein schwedische Bäckerei, die sich auf die Produktion von Kuchen auf Mandelbasis spezialisiert hat, teilt mit, dass man den Vorfall sehr ernst nehme. Man rufe daher vorsichtshalber alle Produkte der genannten Losnummer zurück, die bei Ikea verkauft wurden. Außerdem habe man bereits Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederholung des Vorfalls auszuschließen.

Wie kann es aber überhaupt passieren, dass Fremdkörper wie beispielsweise Glassplitter, Metallspäne oder Holzsteile in Lebensmitteln landen? Fremdkörper können generell an jeder Stelle des Produktionsprozesses in Lebensmittel geraten. Laut dem HACCP-Konzept (Qualitätswerkzeug, für die Produktion von Lebensmitteln) können Fremdkörper folgende Quellen haben:

  • Maschinen und Anlagen – z.B. Schrauben, Dichtungen
  • Verpackungsmaterialien und Hilfsmittel – z.B. Papier, Kunststoffe, Holzsplitter
  • Natürliche Bestandteile in der Rohware – z.B. Fruchtsteine, Pflanzenteile, Knochen
  • Personal – z.B. Schmuck, Pflaster, Haare etc.
  • Schädlinge – z.B. Schaben, Käfer
  • Glas aus Verpackungsmaterial oder Anlagenteilen – z.B. Glasscherben, Glassplitter

Rückruf wegen Fremdkörpern – Süßigkeit auf keinen Fall essen

Fremdkörper in Lebensmitteln sind also keine Seltenheit und daher auch häufig der Grund für einen Rückruf. Denn das versehentliche Verschlucken kann nicht ungefährlich für Verbraucher sein. Laut Netdoktor.de kann es zu Husten- und Würgereiz, Atemnot oder Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie in der Speiseröhre kommen.

Hat man bemerkt, dass man einen Fremdkörper verschluckt hat, sollte man zu nächste Ruhe bewahren und beobachten, ob mögliche Symptome auftreten. Machen sich Schmerzen bemerkbar, sollte man den Rettungsdienst oder den Arzt informieren. Horrorgeschichten von inneren Blutungen sind aber die absolute Seltenheit.

Ist man sich nicht sicher, ob man einen Fremdkörper verschluckt hat, ist das erstmal ein gutes Zeichen. Denn dann handelt es sich meistens um einen sehr kleinen Fremdkörper, mit dem der Körper in der Regel selbst fertig wird, ohne dass es zu dramatischen Folgen kommen muss.

Rückruf von Daim-Torte bei Ikea: Das müssen Kunden wissen

Sollten Ikea-Kunden die Daim-Mandel-Torte möglicherweise zu Hause haben, fordert Almondy betroffene Verbraucher auf, sich entweder unter www.almondy.com direkt an die Bäckerei zu wenden oder die Süßigkeit in einer Ikea-Filiale zurückzugeben. Sie sollen den Einkaufspreis auch ohne Vorlage des Kassenbons zurückerstattet bekommen.

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer/Imago

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