Vorsicht, nicht verwenden!

Rückruf von Sekt: Flaschen könnten platzen – es droht Verletzungsgefahr

Ein deutscher Hersteller warnt aktuell vor einem seiner Getränke. Die betroffenen Flaschen können platzen. Für Verbraucher besteht akute Verletzungsgefahr.

Deutschland – Die Winzer Pfisterer & Hauser aus Baden-Württemberg warnen aktuell vor einem alkoholfreien Sekt aus ihrer Herstellung. Von den vom Rückruf betroffenen Produkten geht möglicherweise eine Verletzungsgefahr für Verbraucher aus. Kunden sollten besonders vorsichtig sein, denn die Flaschen können bersten.

Demeterdeutscher Bio-Anbauverband
Gründung1924/1954
SitzDarmstadt

Rückruf: Sekt gärt bereits und Flaschen können platzen – es droht Verletzungsgefahr

In ihrem öffentlichen Rückruf warnen die Hersteller davor, dass die betroffenen Flaschen beim Öffnen stark schäumen. Der Grund dafür sei, dass der Sekt bereits gäre.

Durch die Gärung kann es dazu kommen, dass die Flaschen zerspringen. Für Kunden, die den Sekt erworben haben, kann das gefährlich werden. Eine Verletzung durch Schnittwunden kann nicht ausgeschlossen werden (alle Rückrufe und Warnungen auf RUHR24.de).

Rückruf: Alkoholfreier Sekt ist nicht mehr alkoholfrei

Die Hersteller verweisen außerdem darauf, dass das Produkt durch die Gärung auch nicht mehr alkoholfrei sei. Kunden sollten den Sekt daher keinesfalls mehr trinken.

Vom Rückruf betroffen ist ein (eigentlich) alkoholfreier Sekt vom Auhof in Baden-Württemberg. Er ist vom deutschen Bio-Anbauverband Demeter zertifiziert. Das sind die konkreten Produktdaten:

  • Alkoholfreier Sekt SECCOhne vom Auhof
  • Demeter-zertifiziert
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.06.2022
Wird zurückgerufen: alkoholfreier Sekt SECCOhne

Rückruf von Sekt wegen möglicher Gefahr durch berstende Flasche: Was Kunden tun sollten

Betroffene Kunden werden von den Herstellern gebeten, die Flaschen sehr vorsichtig über einem Ausguss zu öffnen und zu warten, bis sich der Inhalt entschäumt hat. Anschließend könne der restliche Inhalt entleert werden.

Die Hersteller machen dabei keine weiteren Angaben zur Rückgabe. Grundsätzlich haben Kunden aber immer das Recht, zurückgerufene Ware auch zurückzugeben.

Produktrückrufe häufen sich: Diese Rechte haben Verbraucher

Es muss ihnen dabei entweder der Verkaufspreis erstattet – oder aber ein vergleichbarer Austauschartikel angeboten werden. Kunden, die den Sekt erworben haben, sollten sich daher an die Verkaufsstellen wenden.

Rückrufe wegen Sicherheitsmängeln, wie im vorliegenden Fall, gibt es immer wieder. Erst kürzlich wurde beispielsweise ein Bräter bei Kaufland wegen Verletzungsgefahr zurückgerufen. Und in einem Reis, der bei Edeka in den Läden stand, wurden Glassplitter gefunden.

Geht von einem Produkt eine Gefahr aus, sollte ein Rückruf grundsätzlich nicht ignoriert werden, wie die Verbraucherzentrale verdeutlicht. Denn dann drohe der Verlust von Schadensersatzansprüchen.

Rubriklistenbild: © Maja Hijti/dpa; Auhof, Fam. Pfisterer & Hauser/Lebensmittelwarnungen.de; Collage: RUHR24

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