Rückruf: Rewe ruft Frikadellen zurück - Hersteller steht vor dem Aus

In den Frikadellen von Rewe wurden Listerien entdeckt. Jetzt droht dem Hersteller das Aus. Foto: Jens Büttner / ZB
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In den Frikadellen von Rewe wurden Listerien entdeckt. Jetzt droht dem Hersteller das Aus. Foto: Jens Büttner / ZB

Nach dem Rückruf von Frikadellen bei Rewe wird es eng für den Hersteller Fleisch-Krone. Ihnen wurde die Zulassung weggenommen. Hier die Infos.

Rückruf bei Rewe: Der Supermarkt ruft die beliebten Frikadellenbällchen ihrer Hausmarke "ja!" zurück. Wie das betroffene Unternehmen mitteilt, könnten die Fleischbällchen mit Listerien kontaminiert sein.

  • Betroffen sind Frikadellenbällchen von Rewe und Gut Bartenhof.
  • Die beliebte Fleischspeise ist mit Listerien verseucht.
  • Die Bakterien können bis zum Tod führen.

Nach Rückruf: Betroffener Hersteller verliert Zulassung

Update, Sonntag (3. November), 13.10 Uhr: Nach Bekanntwerden des Listerienverdachts in den Frikadellen von Rewe, haben die Behörden in Niedersachen die Zulassung des Herstellers ruhen lassen, so eine Sprecherin des niedersächsischen Verbraucherministeriums gegenüber Focus.

Die Maßnahme sei bereits am Freitagabend (1. November) mündlich angeordnet worden. Mit dem Verlust der Zulassung kann der Hersteller keine Produkte mehr auf den Markt bringen. Die betroffene Firma Fleisch-Krone hat sich bislang nicht zu dem Aus geäußert.

Rückruf bei Rewe: Frikadellenbällchen von "ja!" enthalten Listerien

Erstmeldung, Samstag (2. November), 17.30 Uhr: Von dem Rückruf betroffen sind die Frikadellen, die von dem Hersteller Fleisch-Krone Feinkost GmbH stammen. Von dem Produkt betroffen ist der Artikel "Gut Bartenhof" Frikadelle Klassik und Frikadellen-Bällchen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 5. November 2019 (Chargen-Nummern 97812 und 97813).

Ebenfalls betroffen ist ein Produkt der Rewe-Hausmarke "ja!". Die Frikadellen befinden sich in der 500-Gramm-Packung und haben das Mindesthaltbarkeitsdatum 5. November und 20. November.

Listerien bei Frikadellen von Rewe können tödlich enden

Wie der Hersteller bekannt gibt, können die Frikadellen von Rewe und Gut Bartenhof Listerien enthalten. Diese können grippeähnliche Symptome mit Fieber, Durchfall und Erbrechen auslösen.

Kleinkinder und Personen mit geschwächten Immunsystem sollten bei den Frikadellen besonders aufpassen. Eine Kontamination mit den Bakterien kann sogar zum Tod führen.

Ein besonderes Risiko sind Listerien für Schwangere. Bei dem ungeborenen Kind kann es zu einer Infektion kommen. Die folgen können eine Totgeburt, Frühgeburt oder auch eine Hirnhautentzündung und Sepsis sein. Diese Krankheitsform verläuft in 30% der Fälle für das Kind tödlich.

Immer mehr Rückrufe wegen Listerien - nicht nur bei Rewe

Das ist allerdings nicht der erste Rückruf in der letzten Zeit. Vor kurzem wurde bei Aldi und Netto abgepackter Salat zurückgerufen.

Eine Kontamination von Lebensmittel mit dem Bakterium kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Insbesondere tierische Produkte tragen ein erhöhtes Risiko.

Gefahr vor Listerien aufgrund mangelnder Hygiene

Rohes Fleisch und auch Milch können beim Schlachten, Zerlegen oder Melken verunreinigt werden. Beim Erhitzen von Milch können Listerien abgetötet werden.

Infizieren sich nicht-tierische Produkte mit Listerien, beispielsweise Salat, muss man mit mangelnder Hygiene rechnen. Das kann eine unzureichende Personalhygiene sein, aber auch unsaubere Maschinenteile und Gerätschaften.