Schwere Symptome möglich

Rewe startet Rückruf: Bei Fisch von Eigenmarke droht eine Blutvergiftung

Aktuell ist bei Rewe ein Fisch von einem Rückruf betroffen. In dem Produkt wurden Listerien nachgewiesen, die gefährliche Symptome auslösen können.

Dortmund – Die Krone GmbH informiert über den Rückruf von Forellenfilets der Marke „ja!“. Diese ist vor allem in Filialen von Rewe erhältlich. In einer einzelnen Probe einer Charge wurden Listerien (Listeria monocytogenes) nachgewiesen. Und diese können sehr gefährlich werden.

BakterienListerien
FamilieListeriaceae
GattungBacilli

Rückruf von Fisch bei Rewe: Ja!-Forelle enthält Listerien

Konkret von dem Rückruf betroffen ist folgendes Produkt:

  • ja! Forellenfilets ohne Haut, wacholdergeräuchert, aufgetaut
    Inhalt: 125 Gramm
    Verbrauchsdatum: 21.08.2021
    Lot.-Nr. 0121290703A
Diese Forellen von Rewe sind vom Rückruf betroffen.

Die Krone GmbH weist außerdem darauf hin, dass andere Chargen des Produktes „einwandfrei“ seien. In ihnen wurden keine Listerien nachgewiesen. Bei Öko-Test wird Fisch aktuell ebenfalls bemängelt, allerdings nicht nur wegen der Inhaltsstoffe.

Rückruf: Fisch von Rewe bereits seit einer Woche nicht mehr erhältlich

Außerdem ist der Artikel bereits seit knapp einer Woche nicht mehr im Handel erhältlich. Denn das Verbrauchsdatum ist bereits seit dem 21. August 2021 abgelaufen. Die Warnung gilt vor allem für Verbraucher, die das Produkt noch gelagert oder bereits verzehrt haben. Es wird dringend davon abgeraten, die Forellenfilets zu essen. Rückfragen beantwortet der Kundenservice unter info@krone-gmbh.com oder +49 6171 635 229.

Kunden, die das vom Rückruf betroffene Produkt bereits verzehrt haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten dringend ärztliche Hilfe aufsuchen. Dabei sollte auf eine mögliche Listerien-Infektion hingewiesen werden.

Fisch von Rewe im Rückruf: Das ist an Listerien so gefährlich

Listerien können neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auch heftigere Symptome auslösen. Nach einer längeren Inkubationszeit von teilweise mehr als drei Wochen können auch grippeähnliche Symptome vorkommen. Besonders gefährdet sind hierbei Kinder, Schwangere oder auch immungeschwächte Personen (mehr Rückrufe und Warnungen bei RUHR24 lesen).

Bei gesunden Menschen verläuft eine Listeriose oft harmlos und wird kaum bemerkt. Werden besonders viele Erreger aufgenommen, können immungeschwächte Personen aber schwer erkranken. So können Listerien Sepsen beziehungsweise Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen (Meningitiden) verursachen. Beides muss mit Antibiotika behandelt werden und führt in 30 Prozent der Fälle zum Tod. Auch mehrere Sorten Käse sind aktuell mit Listerien verunreinigt und werden zurückgerufen.

Besonders bei Schwangeren ist eine Listeriose sehr gefährlich, da sie fatale Folgen für das ungeborene Kind haben kann. So können Frühgeburten oder schwere Schädigungen beim Embryo vorkommen. Die Schwangere hingegen bemerkt die Erkrankung oft nicht einmal.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

Mehr zum Thema