Hersteller warnt aber nicht

Rückruf bei Rewe und Edeka: Curry-Produkt mit krebserregendem Stoff verunreinigt

Neue Woche, neuer Rückruf. Diesmal trifft es gleich mehrere Curry-Gerichte aus dem Hause „Tasty Bite“. Kunden sollten die Produkte auf keinen Fall essen.

Deutschland - Der Lebensmittel-Hersteller „Tasty Bite“ ruft aktuell mehrere Curry-Produkte zurück. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in den Gerichten krebserregende Rückstande von Ethylenoxid befinden. Verkauft wurden die Currys in Deutschland bei Rewe und Edeka.

HerstellerTasty Bite
KonzernMars
Betroffenes ProduktCurry

Rückruf bei Rewe und Edeka: Mehrere Curry-Fertiggerichte von Tasty Bite betroffen

Konkret sind von dem aktuellen Rückruf die Currys „Tasty Bite Channa Masala“, „Tasty Bite Madras Curry“, „Tasty Bite Bombay Curry“ und „Tasty Bite Thai Curry“ betroffen. Allesamt wurden von dem Hersteller Tasty Bite produziert und in Deutschland in den großen Supermarkt-Ketten Edeka und Rewe verkauft.

Nach Angaben von Tasty Bite gehe von den mit Ethylenoxid belasteten Currys keine Gesundheitsgefahr aus. Der Verzehr der Gerichte sei deshalb nicht schädlich, heißt es. Kunden, die die Produkte gekauft haben oder sogar noch vorrätig haben,  können sich mit den Produktdaten und Fotos der Verpackung bei Rückfragen trotzdem an den Verbraucherservice von Tasty Bite wenden (mehr Warnungen und Rückrufe auf RUHR24).

Rückruf: Ethylenoxid gilt als krebserregend und sollte nicht konsumiert werden

Anders als Tasty Bite schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) den Konsum von Ethylenoxid hingegen als schädlich ein. „Ethylenoxid ist erbgutverändernd und krebserzeugend. Einen Richtwert ohne Gesundheitsrisiko gibt es somit nicht, und Rückstände des Stoffes in Lebensmitteln sind grundsätzlich unerwünscht“, so das BfR.

Die Currys von Tasty Bite sind seit 2019 in Deutschland auf dem Markt und gehören zum Lebensmittel-Konzern Mars, der in letzter Zeit gleich mehrere Sorten Eis zurückrufen musste.

Diese Currys werden aktuell zurückgerufen.

Immer mehr Lebensmittel in Deutschland enthalten krebserregendes Ethylenoxid

In Deutschland werden immer öfter Lebensmittel zurückgerufen, in denen Ethylenoxid gefunden wird. Weil es nun sogar in einem Verdickungsmittel nachgewiesen wurde, das in vielen Lebensmitteln enthalten ist, droht Deutschland ein wahrer Massen-Rückruf.

Erst kürzlich wurde in einem Nudel-Produkt krebserregendes Ethylenoxid gefunden und auch ein Dessert wird aktuell wegen des bedenklichen Inhaltsstoffes aus dem Verkehr gezogen.

Rückruf von Curry: Ethylenoxid ist in Deutschland seit 1991 nicht mehr erlaubt

Ethylenoxid wird in vielen Ländern, darunter in Indien, auch heutzutage noch als Pflanzenschutzmittel verwendet. Darüber hinaus kommt es auch als Desinfektionsmittel für Nahrungsmittel und medizinische Geräte zum Einsatz. In der EU ist die Verwendung von Ethylenoxid als Pflanzenschutzmittel seit 1991 nicht mehr erlaubt.

Ethylenoxid ist beim Einatmen giftig und krebserregend. Symptome einer Ethylen-Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit/Erbrechen. Im schlimmsten Fall kann sich sogar ein Lungenödem ausbilden (Wasser in der Lunge).

Rubriklistenbild: © Rewe, Edeka, Collage: RUHR24

Mehr zum Thema