Achtung, nicht essen!

Rückruf bei Real: Gefährlicher Schimmel in Snack gefunden - Warnung an Kunden

Real ruft aktuell ein Trockenobst zurück. Bei Proben wurden darin Schimmelpilze gefunden. Schimmelpilzgift ist gesundheitsgefährdend – sogar krebserregend.

Deutschland – Großer Rückruf bei Real: In den Filialen mehrerer Bundesländer waren getrocknete Früchte im Verkauf, die mit Schimmelpilzgift belastet sein können. Bei Kontrollen wurden in einigen Packungen Schimmelpilze nachgewiesen. Von dem Verzehr des Produktes wird dringend abgeraten.

RealHandelskette
HauptsitzDüsseldorf
Gründung1992

Rückruf von Trockenobst bei Real – so gefährlich ist Schimmelpilzgift

Bei Schimmelpilzbefall bilden sich Schimmelpilzgifte (Mykotoxine). Wie das Landesamt für Verbraucherschutz Niedersachsen erklärt, können Schimmelpilzgifte in die Lebensmittelkette gelangen, wenn zum Beispiel Getreide bereits bei der Ernte mit Schimmel befallen war.

Das Wachstum von Schimmelpilzen kann außerdem durch falsche Lagerung, Transport oder Weiterverarbeitung gefördert werden – dann entstehen sogenannte Lagerpilze. Davon ist auch bei den vom Rückruf betroffenen Produkten auszugehen. Bei Lagerpilzen kann es sich beispielsweise um Aflatoxin oder Ochratoxin A (OTA) handeln. Beide Gifte gelten als krebserregend sowie leber- und erbgutschädigend.

Schimmelpilzgift in getrockneten Früchten bei Real – dieses Produkt ist betroffen

Vom aktuellen Rückruf betroffen sind getrocknete „Feigen aus Kalabrien“ der Firma Le Antichi di Calabria:

  • Feigen aus Kalabrien 250 Gramm (getrocknete Feigen weiß)
  • EAN: 8031969000178
  • Los-Kennzeichnung: P.253/20 N
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 09.06.2021

Die betroffenen Produkte sollten auf keinen Fall mehr verzehrt werden. Anzumerken ist, dass sie auch nicht mehr zum Kochen oder Backen verwendet werden sollten. Denn Mykotoxine sind hitzeresistent und können daher auch bei der Verarbeitung nicht abgetötet werden.

Werden von Real zurückgerufen wegen Schimmelpilzbefall: Getrocknete Feigen aus Calabrien.

Rückruf von getrockneten Feigen bei Real: wichtige Infos für Verbraucher

Die zurückgerufenen Feigen wurden in den Real-Filialen in folgenden Bundesländern verkauft:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

Zu Rückrufen von Lebensmitteln kommt es immer wieder. So wurde im Februar beispielsweise bereits Paprika bei Rewe und Netto zurückgerufen. Außerdem wurde vor dem Verzehr von Kartoffel-Rösti von Rewe gewarnt, denn die Hersteller sind verpflichtet, schadhafte Produkte zurückzurufen. Ebenso sind die betroffenen Händler dazu verpflichtet, die Ware aus dem Verkauf zu nehmen.

Großer Rückruf bei Real – das können betroffene Kunden tun

Nach Angaben von Real wurden auch die verschimmelten Feigen mittlerweile aus dem Verkauf genommen. Die Feigen wären allerdings eigentlich noch bis Juni haltbar gewesen. Wer also ein solches Produkt zu Hause im Vorratsschrank hat, kann es in den Real-Märken zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Für weitergehende Fragen können sich Kunden auch an die kostenlose Real-Servicenummer wenden. Die Nummer lautet: 0800/5035418

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa, Real; Collage: RUHR24

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