Wichtige Kunden-Information

Rückruf bei Netto: Bei Verzehr von Salat droht Gefahr – im Ernstfall Arzt alarmieren

Einen Glassplitter zu verschlucken, damit ist nicht zu spaßen. Im Ernstfall muss sogar ein Notarzt alarmiert werden. Genau diese Gefahr droht aktuell bei einem Salat vom Discounter Netto.

NRW – Aktuell sind viele Supermärkte und Discounter von Rückrufen betroffen, da mal wieder viele Lebensmittel mit Ethylenoxid verunreinigt sind. Netto muss aber nun wegen eines anderen Problems einen Salat aus dem Verkehr ziehen. Es wurden Glassplitter im Produkt entdeckt.

Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KGLebensmitteldiscounter
Gründung1928, Regensburg
DachorganisationEdeka Zentrale

Rückruf bei Netto: Glassplitter in Salat können zur Gefahr werden

Erst Anfang August hatte Netto mit einem Rückruf aufgrund von Salmonellen zu kämpfen. Nun trifft es den Discounter erneut. Bei einem Produkt der Netto-Eigenmarke „Beste Ernte“ kann nicht ausgeschlossen werden, dass kleine Glasscherben in einzelnen Gläsern gelandet sind. Darüber hatte die Mamminger Konserven GmbH & Co. KG am Mittwoch (18. August) informiert, die Netto mit den haltbaren Lebensmitteln beliefert. Konkret ist folgender Salat von dem Rückruf betroffen:

  • Produkt: Beste Ernte Pusztasalat 
  • Inhalt: 330 Gramm-Glas, 190 Gramm Abtropfgewicht
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 03.10.2023

Netto von Rückruf betroffen: Bei Verzehr von Salat droht Verletzungsgefahr

Sowohl der Hersteller des Pusztasalats als auch Netto haben nach eigenen Angaben umgehend reagiert und das Produkt aus dem Verkauf genommen. Kunden, die den Salat dennoch vor Kurzem gekauft haben, sollten unbedingt nachsehen, ob sie von dem Rückruf betroffen sind.

Ist das der Fall, sollten sie das Fertiggericht auf keinen Fall verzehren und den Salat stattdessen in einer Filiale von Netto zurückgeben. Sie bekommen auch ohne Vorlage des Kassenbons den Preis erstattet. Die Angaben, ob die Konserve bundesweit bei Netto verkauft wurde oder nur in einzelnen Bundesländern, widersprechen sich allerdings (weitere Rückrufe und Warnungen auf RUHR24).

Netto muss jetzt diesen Fertig-Salat zurückrufen. Es wurden Glassplitter gefunden.

Rückruf: Angaben über Salat beim Discounter widersprechen sich

So schreibt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf lebensmittelwarnung.de, dass nur Netto-Filialen in Bayern von dem Rückruf betroffen seien. In der Mitteilung des Fabrikanten Mamminger Konserven GmbH ist jedoch von einem bundesweiten Verkauf die Rede.

Wie dem auch sei, Kunden sollten auf jeden Fall nachsehen, ob sie den Salat im Vorratsschrank haben und ob es sich möglicherweise um die betroffene Charge handelt. Denn es ist nicht zu spaßen, wenn man eine Glasscherbe verschluckt.

Glassplitter verschluckt: Das ist im Ernstfall zu tun

Wer trotz des Rückrufs den Salat aus Versehen gegessen und dabei registriert hat, tatsächlich ein Glassplitter verschluckt zu haben, sollte Folgendes tun:

  • Ruhe bewahren und überprüfen, ob irgendwelche Symptome oder Schmerzen auftreten.
  • Splitter im Mundraum sofort entfernen.
  • Bei Erstickungszeichen oder starken Schmerzen im Mund- und Rachenraum sowie in der Speiseröhre einen Notarzt rufen und andere Menschen in der Nähe über den Vorfall informieren.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob man einen Glassplitter verschluckt hat, ist das erstmal ein gutes Zeichen. Denn dann handelt es sich in der Regel um einen sehr kleinen Fremdkörper, mit denen der Körper in der Regel selbst fertig wird, ohne dass es zu dramatischen Folgen kommen muss. Horrorgeschichten von inneren Blutungen sind eine absolute Seltenheit.

Rubriklistenbild: © Andreas Gebert/dpa

Mehr zum Thema