Nicht essen!

Kartoffel-Produkt: Rückruf wegen Fremdkörper - Verkauf in vielen Bundesländern

Kartoffel-Freunde aufgepasst: Aktuell ist ein Produkt der bekannten Firma McCain von einem Rückruf betroffen. Vom Verzehr wird abgeraten.

Dortmund – Wenn es mal schnell gehen muss, tun es auch die Pommes aus dem Tiefkühlregal. Garniert mit Ketchup und Mayo wird der Klassiker für viele zum Genuss. Doch Vorsicht, Verbraucher sollten beim nächsten Griff zum TK-Kartoffel-Produkt genauer hinschauen, denn die bekannte Marke McCain ist von einem Rückruf betroffen.

UnternehmenMcCain Foods
CEOMax Koeune (1. Nov. 2017–)
HauptsitzToronto, Kanada
Gründung23. Februar 1957, Florenceville-Bristol, Kanada

McCain ruft Kartoffel-Produkt zurück: „Pom Poms“ besser nicht essen!

Die kanadische Firma vertreibt zahllose Kartoffel-Produkte – eines davon ist aktuell von einem Rückruf betroffen. Konkret geht es um das Produkt „McCain Pom Poms“, dabei handelt es sich um knusprige Bällchen, die aus Kartoffelpüree geformt wurden. Sie sollen Kinder besonders gut mit den Fingern essen können.

Doch ob nun mit den Fingern oder mit Besteck: Essen sollte man bestimmte Chargen des Produkts aktuell besser nicht. Das Unternehmen nennt folgende Produktionsdaten und Lotcodes (auf der Rückseite der Packung), die von dem Rückruf betroffen sind:

  • LZ 20,10,2020 14:40 – 16:00
  • LZ 21,10,2020 01:30 – 02:10

McCain-Rückruf bei Edeka: Metallische Gegenstände könnten sich in den „Pom Poms“ befinden

Das Unternehmen McCain teilt mit, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass während der Produktion der „Pom Poms“ metallische Gegenstände in das Kartoffel-Produkt gelangt sein könnten. Bei Lebensmittelproduktionen kommt es immer wieder vor, dass Fremdkörper in die Waren gelangen. Zuletzt war ein Käse-Dip, der bei Rewe, Edeka und Aldi verkauft wurde, von einem großen Rückruf betroffen. Auch hier gelangten während der Herstellung Fremdkörper in das Produkt.

Kunden sollten dieses Kartoffelprodukt von McCain nicht essen – es ist von einem Rückruf betroffen.

Kunden, die das Produkt in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen in einer Edeka-Filiale* bereits gekauft haben, sollten unbedingt von dem Verzehr absehen. McCain teilt mit, dass das Kartoffel-Produkt stattdessen im Supermarkt zurückgegeben werden sollte. Eine Erstattung des Kaufpreises soll es auch geben (weitere Rückrufe und Warnungen bei RUHR24).

Rückrufe in Deutschland sind keine Seltenheit – Standards sind dennoch hoch

Rückrufe solcher Art sind keine Seltenheit und es passiert häufiger, dass Produkte aus dem Verkauf genommen werden müssen. Das liegt aber nicht an einer geringen Qualität der in den Supermärkten und Discountern angebotenen Produkte; die Standards in Deutschland sind weiterhin hoch. 

Der einfache Grund für die Rückrufe: Hersteller stehen stärker in der Pflicht als früher. Jährlich werden über 500.000 Betriebe der rund 1,2 Millionen in der Lebensmittelbranche registrierten Unternehmen kontrolliert. Bei dem Wissen oder der Vermutung, dass Gefahr vom Produkt ausgehen könnte, muss die zuständige Behörde umgehend informiert werden.

*In einer früheren Version des Textes wurden die Bundesländer und der Supermarkt Edeka nicht erwähnt. Nach neuen Informationen der McCain-Presseabteilung haben wir die Bundesländer ergänzt.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa, McCain; Collage: RUHR24

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