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Käse-Rückruf: Netto warnt vor Gesundheitsrisiko bei Verzehr

Rückruf! Einem Lebensmittel-Hersteller ist ein Fehler unterlaufen. Bei Verzehr können Übelkeit, Erbrechen oder Atemprobleme drohen.

Dortmund – Käse-Brot ist ein gutes Brot – das war auch schon Helge Schneider klar, als er den gleichnamigen Song 2007 veröffentlichte. Im Gegensatz zu dem Hit des Ruhrgebiets-Sängers macht eine aktuelle Meldung allerdings alles andere als Lust auf ein Käse-Brot. Es gibt nämlich einen Rückruf von Schnittkäse. Betroffen ist der Discounter Netto.

LebensmitteldiscounterNetto Marken-Discount Stiftung & Co. KG
DachorganisationEdeka Zentrale
HauptsitzMaxhütte-Haidhof

Rückruf von Käse: Kunden von Netto sollten nach Hersteller-Fehler aufpassen

Ursache für den Rückruf ist ein Hersteller-Fehler. Doch der kann für einige Netto-Kunden unangenehm enden. Wie die FKS Frischkonzept Service GmbH, die den Discounter beliefert, mitteilt, wurde bei einem Käse ein Allergen nicht deklariert. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft der Hersteller daher das Produkt zurück.

Folgender Käse bei Netto ist von dem Rückruf betroffen:

  • Nord Holländischer Schnittkäse mit Gartenkräutern (50 % Fett)
  • Identitätskennzeichen: NL Z 0217B EG
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: Bis einschließlich 02.06.2022
Dieser Käse ist von einem Rückruf betroffen. Er wurde beim Discounter Netto verkauft.

Käse-Rückruf bei Netto: Einigen Kunden drohen bei Verzehr Durchfall und Erbrechen

Dass Rückrufe aufgrund von Hersteller-Fehlern veranlasst werden, ist keine Seltenheit. So auch in dem Fall des Netto-Lieferanten. Das Unternehmen teilt mit, dass bei einer Überprüfung herausgefunden wurde, dass bei dem betroffenen Käse ein Konservierungsstoff nicht auf der Zutatenliste aufgeführt war.

Der Konservierungsstoff Lysozym enthält jedoch das Allergen Ei – für einige Verbraucher somit eine nicht ganz unwichtige Information. Denn rund 0,2 Prozent der europäischen Bevölkerung sind laut der European Center for Allergy Research Foundation (ECARF) gegen Ei allergisch.

Essen sie den Käse trotzdem, kann es für sie riskant werden. Es drohen Atembeschwerden, Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Aber auch Reaktionen über die Haut sind möglich: Juckreiz, Quaddeln und Schwellungen im Gesicht sind keine Seltenheit bei Personen mit einer Ei-Allergie.

Netto veranlasst Rückruf: Käse birgt für einige Kunden Risiko

Der Discounter Netto sowie die Frischkonzept Service GmbH haben jedoch nach eigenen Angaben umgehend auf den Fehler reagiert und den Rückruf veranlasst. Der betroffene Käse wurde ebenfalls sofort aus dem Verkauf genommen, heißt es vonseiten des Händlers.

Sie weisen jedoch auch darauf hin, dass Kunden, die den Käse gekauft und keine Ei-Allergie haben, ihn bedenkenlos verzehren können. Wer dennoch unsicher ist, kann den Käse mit den Gartenkräutern bei Netto zurückgeben. Kunden sollten auch ohne Vorlage des Kassenbons den Preis zurückerstattet bekommen.

Auch andere Schnittkäse-Produkte sowie weitere Mindesthaltbarkeitsdaten der Firma FKS Frischkonzept Service GmbH sind nicht von dem Rückruf betroffen. Netto ist übrigens aktuell nicht der einzige Supermarkt, der von einem Rückruf betroffen ist – Rewe muss derzeit den Verkauf von Wurst stoppen.

Rubriklistenbild: © Martin Wagner/Imago

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