Verkaufsstopp

Rückruf: Käse mit krankmachenden Bakterien belastet – auf keinen Fall essen

Rewe ist von einem Rückruf betroffen. In einem französischen Käse wurden Bakterien gefunden.

Köln/Dortmund – Es ist der zweite Käse-Rückruf innerhalb kurzer Zeit. Nachdem der Hersteller Gillot SAS einen Camembert zurückrufen musste, trifft es nun ein Lebensmittel, das Rewe verkauft hat. Der Grund für den Rückruf ist jedoch in beiden Fällen der gleiche. Es geht um krankmachende Bakterien.

LebensmitteleinzelhändlerRewe GmbH
HauptsitzKöln
Mitarbeiterzahl140.000

Rückruf von Käse: Rewe reagiert umgehend mit Verkaufsstopp

Die französische Firma Ste Mere, die den betroffenen Käse „Camembert Moulé à la Louche“ herstellt und vertreibt, informierte über den Verdacht, dass ein Camembert mit unerwünschten Bakterien (Escherichia coli) kontaminiert ist. Von dem Rückruf ist unter anderem Rewe betroffen.

Der Supermarkt hatte umgehend, nachdem der Hersteller die Information veröffentlicht hatte, auf den Rückruf reagiert und den Verkauf des Käses gestoppt. Doch ein Detail der Rückrufaktion lässt aufhorchen: So geben sowohl Rewe als auch Ste mere an, dass der Camembert bereits seit Wochen auf dem Markt sei – genaugenommen seit dem 17. Dezember 2021.

Kunden sollten also unbedingt nachsehen, ob sie den Käse möglicherweise im Kühlschrank haben oder ob sie ihn sogar in den letzten Wochen verzehrt haben. Sollte das der Fall sein, sollten sie bei auftretenden Symptomen einen Arzt aufsuchen und diesen auf den Verzehr des Produktes hinweisen.

Rückruf bei Rewe: Diese Details sollten Kunden bei dem betroffenen Käse beachten

Folgende Details sind über den Käse-Rückruf bei Rewe bekannt:

  • Name: Camembert Moulé à la Louche
  • Handelsmarke: Isigny Calvados
  • Verpackungsart: SB
  • Chargennummer: A3301
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 28.01.2022
  • Identitätskennzeichen: FR14342001CE
Dieser Camembert ist von einem Rückruf betroffen. Er sollte nicht verzehrt werden.

Rewe: Käse-Rückruf wegen krankmachender Bakterien

Dass Lebensmittel mit Bakterien verunreinigt sind und es deshalb zum Rückruf kommt, ist keine Seltenheit. Mal sind Salmonellen der Grund für den Rückruf, mal muss ein Lebensmittel wegen Listerien aus dem Verkauf gezogen werden. Im Falle des Käse-Rückrufs geht es um die Bakterien Escherichia coli, kurz: E. coli.

Insbesondere bei Rohmilch-Käse wie eben Camembert, aber auch anderen tierischen Fleisch- und Milchprodukten können die Bakterien vorkommen. Denn E. coli ist ein natürlicher Keim aus dem Darm von Vögeln und Säugetieren. Bei der Verarbeitung kann es dann jedoch aufgrund von Fehlern oder mangelnder Hygiene zur Verunreinigung der Lebensmittel kommen.

Verzehrt ein Mensch jedoch ein mit E. coli verunreinigtes Essen, kann das laut dem Bundesamt für Risikobewertung ernste Folgen haben. Laut der Behörde sind die Keime eine häufige Ursache für bakterielle Harnwegsinfektionen oder Magen-Darm-Erkrankungen. Zudem sind sie als Erreger von Blutvergiftungen und Krankenhausinfektionen gefürchtet.

Rückruf: Bei Verzehr von Käse drohen heftige Krankheitssymptome

Rewe nennt in seiner Mitteilung über den Käse-Rückruf noch weitere Symptome, die bei Verzehr des kontaminierten Camemberts auftreten können. Die Rede ist von „fieberhaften Magen-Darmstörungen, möglicherweise mit Blutungen“, aber auch, dass „schwere Nierenkomplikationen insbesondere bei Kindern“ möglich seien.

Das Problem: Erst zwei bis sieben Tage nach Verzehr des Käses können die Symptome auftreten – also erst dann, wenn man möglicherweise schon gar nicht mehr daran denkt, den Camembert gegessen zu haben.

Rewe bittet seine Kunden daher, den Rückruf unbedingt ernst zu nehmen und den Käse nicht zu essen. Sie sollten das Produkt in die Filiale zurückbringen. Dort bekommen sie auch ohne Vorlage des Kassenbons den Einkaufspreis erstattet.

Rubriklistenbild: © Justin Sullivan/AFP

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