Nicht verwenden

Rückruf von Gewürz: Krebserregender Stoff erneut nachgewiesen

Aktuell ist ein Gewürz von einem Rückruf betroffen. Der Grund dafür sorgte schon oft für Warnungen.

Dortmund – In den vergangenen Monaten kam es gleich zu mehreren Rückrufen, die alle den gleichen Auslöser hatten: das Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid. Jetzt ist, wie erst vor wenigen Wochen, erneut Zimt von dem Rückruf betroffen.

GasEthylenoxid
Chemische FormelC2H4O
Siedepunkt10,7 °C

Zimt im Rückruf: Gewürz sollte auf keinen Fall mehr verzehrt werden

Die Kar GmbH informiert über den Rückruf ihres Produktes „Sultan Zimt, gemahlen“. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde in dem Gewürz das umstrittene Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid nachgewiesen.

In Deutschland ist der Einsatz von Ethylenoxid als Pflanzenschutzmittel bereits seit 1981 verboten. In anderen Ländern ist die Chemikalie allerdings noch im Einsatz und wird als Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Ethylenoxid wird allerdings auch in der Medizinbranche als Desinfektionsmittel eingesetzt. Es tötet Schimmel, Bakterien und Pilze ab. In Deutschland ist es in dieser Form der Anwendung noch erlaubt.

Sind Rückstände des Gifts in Lebensmitteln enthalten, ist das nicht ganz unbedenklich: Der Stoff steht im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Daher kommt es nicht selten zum Rückruf, wenn Ethylenoxid in Lebensmitteln nachgewiesen werden kann.

Vom Verzehr geht jedoch keine akute Gefahr aus. Produkte, die wegen der Überschreitung der zugelassenen Höchstmenge des Pflanzengiftes zurückgerufen werden, sollten aber wegen der krebserregenden und erbgutschädigenden Wirkung nicht mehr gegessen werden

Rückruf in ganz Deutschland: Dieser Zimt ist aktuell betroffen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz rät dazu, Produkte, die mit Ethylenoxid verunreinigt sind, nicht mehr zu verzehren. Das gilt auch für den Zimt der Kar GmbH.

Dieser Zimt ist möglicherweise mit dem kritischen Stoff belastet und ist von dem Rückruf betroffen:

  • Artikel: SULTAN Zimt, gemahlen
    Inhalt: 70 Gramm Glas
    Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 15.03.2023
Diese Sorte Zimt ist vom Rückruf betroffen.

Zimt im Rückruf: Was Kunden jetzt tun sollten

Kunden, die das Produkt bereits gekauft haben, sollten es auf keinen Fall mehr verzehren. Der Zimt kann laut Angaben des Portals produktwarnung.eu in den Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Der Hersteller selbst macht keine Angaben dazu, wie genau der Zimt verkauft wurde. Eigene Recherchen von RUHR24 ergaben jedoch, dass das Gewürz vor allem in Feinkost-Geschäften, aber auch bei Online-Händlern vertrieben wird.

Rubriklistenbild: © Janine Schmitz/Imago

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