Auch für Weihnachten beliebt

Rückruf von Gewürz: Krebserregende Substanz in Asia-Artikel

In der Weihnachtsbäckerei könnte aktuell eine Gefahr lauern. Denn ein beliebtes Gewürz ist von einem Rückruf betroffen – es sollte nicht verwendet werden.

Dortmund – Gerade in der Weihnachtszeit ist dieses Gewürz beliebt, verströmt es doch den typisch besinnlichen Duft: Kardamom. Lebkuchen, Spekulatius oder Printen werden oft damit gewürzt. Doch ein Hersteller muss dieses Gewürz aktuell zurückrufen. Der Rückruf betrifft auch Restaurants.

PflanzeGrüner Kardamom
GewürzKardamom
FamilieIngwergewächse (Zingiberaceae)

Gewürz-Rückruf: Kardamom wird zurückgerufen und sollte nicht verzehrt werden

Im Detail handelt es sich bei dem Rückruf um den Artikel Getrockneter Kardamom (Thao Qua) des Asia Lebensmittelgroßhandels Schönwölkau:

  • Getrockneter Kardamom (Thao Qua)
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 20.08.2023
  • Nettofüllgewicht von 100 g

Alle Informationen sollen laut Händler auf dem Etikett stehen, andere Füllmengen oder Artikel mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten seien nicht betroffen.

Achtung: Dieses Gewürz ist von einem Rückruf betroffen.

Rückruf von Gewürz: Kardamom wird auch in Restaurants verwendet

Das Gewürz wurde laut Mitteilung in verschiedenen Groß- und Einzelhändlern für asiatische Lebensmittel bundesweit angeboten. Restaurants mit asiatischer Küche wurden ebenfalls bundesweit beliefert.

Betroffen sind von dem Rückruf folgende Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Hansestadt Hamburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Rückruf: Beliebtes Gewürz kann krebserregenden Stoff enthalten

Ähnlich wie bei einem anderen aktuellen Gewürz-Rückruf wurden auch hier Rückstände eines bedenklichen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittels gefunden. In diesem Fall wurden Rückstände des Mittels Anthrachinon entdeckt. Es gibt Hinweise, wie der Händler selbst schreibt, dass der Stoff kanzerogenes Potenzial aufweist – also krebserregend wirken kann.

Das für die Gesundheit schädliche Mittel ist laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in der EU nicht zugelassen. Außerdem hat das Bundesinstitut für Risikobewertung 2013 die Empfehlung für die Verwendung des Stoffes in Lebensmittelverpackungen zurückgezogen.

Gewürz-Rückruf: Kunden und Restaurants sollten unbedingt auf den Gebrauch verzichten

Kunden, die dieses Gewürz im Regal stehen haben oder Restaurants, die dieses Gewürz verwenden, sollten auf den Gebrauch verzichten. Verbraucher werden dazu aufgerufen, das Gewürz dort zurückzugeben, wo sie es gekauft haben. Ob dazu ein Kassenbon nötig ist, wird nicht erwähnt – auch nicht, ob das Geld – wie üblich bei Rückrufen – erstattet wird.

Kunden, die weitere Fragen zu dem Gewürz-Rückruf haben, können sich an den Kundenservice des Asia Lebensmittelgroßhandels wenden. Unter der Rufnummer 0152/29980688 werden Unklarheiten beseitigt.

Rubriklistenbild: © Koen van Weel/AFP; Collage: RUHR24

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