Wichtige Verbraucherinformation

Gewürz-Rückruf wegen fatalem Fehler: Amt warnt vor unangenehmen Folgen

Der Hersteller Gunarajan Handelsagentur ruft ein Gewürz wegen fehlerhafter Kennzeichnung zurück.

Update, Freitag (4. März), 10.48 Uhr: Nachdem sich Gunarajan Handelsagentur mit Informationen bedeckt gehalten hatte, wo das von dem Rückruf betroffene Gewürz verkauft wurde, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ergänzt, dass der Hersteller den Ingwer offenbar an mehrere Unterhändler weiterverkauft hat.

UnternehmenGunarajan Handelsagentur
SitzBremen
Produkte Gewürze, Tee, Nüsse (u.a)

Rückruf von Gewürz: Gefahr bei Ingwer wegen Hersteller-Fehler

Betroffen seien vor allem Lebensmittelhändler in den Bundesländern Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die Zwischenhändler werden gebeten, das Gewürz an die Handelsagentur zurückzusenden. Kunden sollen sich hingehen direkt an die Einkaufsstätte wenden und das Ingwerpulver zurückgeben.

Erstmeldung, Samstag (26. Februar), 12.36 Uhr: Immer wieder sind auch Gewürze von Rückrufen betroffen. In der Vergangenheit stellte sich häufig heraus, dass krebserregende Stoffe in den betroffenen Gewürzen enthalten waren. Der aktuelle Gewürz-Rückruf hat hingegen einen anderen Grund.

Das Unternehmen Gunarajan Handelsagentur, mit Sitz in Bremen, hat ein Gewürz aus seinem Sortiment zurückgerufen. Dabei handelt es sich um das Gewürz „Ingwer in gemahlener Form (Ginger Powder).“ Der Hersteller teilte mit, dass ein Inhaltsstoff nicht auf der Verpackung gekennzeichnet sei. Es geht um den Inhaltsstoff Schwefeldioxid. Dieser könne bei Verzehr bei einigen Verbrauchern zu allergischen Reaktionen führen.

Gewürz-Rückruf: Fehler bei Ingwer kann unangenehme Folgen haben

Das Unternehmen sowie auch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz geben folgenden Details über den Gewürz-Rückruf bekannt:

  • Produkt: Ingwer gemahlen (Ginger powder)
  • Verpackungseinheit: 100 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.05.2022
  • Los-Kennzeichnung: LOT NO 4161
Dieses Ingwer-Gewürz ist aktuell von einem Rückruf betroffen.

Rückruf von Gewürz: Verwendung kann unangenehme Symptome verursachen

Schon häufiger wurden Lebensmittel aufgrund fehlerhafter Kennzeichnung des Inhaltsstoffs Schwefeldioxid aus dem Verkehr gezogen. Um eine bessere Haltbarkeit der Produkte zu erreichen, wird Schwefeldioxid von den Herstellern verwendet.

Diese sogenannten „Sulfite“ können jedoch bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen wie Schwellungen der Schleimhaut im Bereich Mund, Nase oder Rachen führen. Auch Symptome im Magen-Darm-Bereich sind möglich. Kunden, die eine solche Allergie haben, sollte daher den Rückruf unbedingt beachten und das Ingwer-Pulver nicht verwenden.

Allergiegefahr: Hersteller informiert über Gewürz-Rückruf wegen fehlerhafter Kennzeichnung

Da das Ausmaß einer allergischen Reaktion auf den Inhaltsstoff Schwefeldioxid stark variieren kann, rät der Hersteller zur Rücksendung des Produkts. Die entsprechenden Kosten werden laut Angaben des Unternehmens erstattet.

Er gibt jedoch nicht an, in welchen Supermärkten das Gewürz verkauft wurde. Deshalb sollten Kunden genau nachsehen, ob sie möglicherweise das Gewürz zu Hause haben. Das Bremer Unternehmen bietet den Verbrauchern sogar an, dass sie selbst Restmengen zurückgeben können und dann den Einkaufspreis gutgeschrieben bekommen.

Rubriklistenbild: © Sara Lemel/dpa; Collage: RUHR24

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