Kunden sollten aufpassen

Großer Rückruf von Gemüse: Hersteller warnt vor Gefahr durch giftigen Stoff

Die Kühlabteilung in einem Supermarkt
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Aktueller Rückruf in Deutschland. Ein Gemüse-Produkt, das unter anderem bei Rewe verkauft wird, ist betroffen. Kunden sollten aufpassen.

Dortmund - In Deutschland wird derzeit über einen Produktrückruf informiert, der gleich mehrere Supermärkte betrifft. Das Unternehmen Ardo N.V. rüft eines seiner Gemüse-Produkte aus dem Tiefkühlregal zurück.

UnternehmenArdo N.V.
FirmensitzBelgien
Gründung1977

Großer Gemüse-Rückruf in Deutschland: Mehrere Bundesländer sind betroffen

Bei dem Rückruf, der unter anderem die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen betrifft, handelt es sich um Paprika-Scheiben von Ardo. Der genaue Produktname lautet: „Grilled red & yellow peppers parilla - Slices / Rote und gelbe Paprika Parilla, gegrillt - Scheiben“.

Laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) enthält das Tiefkühlprodukt einen „erhöhten Gehalt des Pflanzenschutzmittels Chlorpyrifos. Den Angaben der Ardo N.V mit Sitz in Belgien zufolge, soll lediglich eine bestimmte Charge des Artikels von dem Rückruf in Deutschland betroffen sein (weitere aktuelle Rückrufe und Warnungen auf RUHR24.de).

Hersteller startet Rückruf in Deutschland: Gemüse aus der Tiefkühlung ist betroffen

  • Ardo „Rote und gelbe Paprika Parilla, gegrillt - Scheiben“ im 1000g-Beutel
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 31.3.2023
  • Losnummer: 710271

TK-Produkte der Firma Ardo N.V. finden Kunden hierzulande in mehreren Supermärkten. So bietet unter anderem Rewe verschiedene Gemüse-Produkte des Herstellers in ihren Tiefkühlregalen an. Der Discounter Netto informiert derzeit ebenfalls über einen Rückruf - hierbei geht es um Fisch.

Rückruf in NRW und anderen Bundesländern: Paprika-Produkt ist mit Gift belastet

Kunden sollten nun unbedingt aufpassen und die Paprika-Scheiben aus der Tierkühlung nicht verzehren. Denn das Gemüse ist laut dem BVL mit den festgestellten Gehalten des Pflanzengifts gesundheitsschädlich.

Chlorpyrifos kann bei Menschen toxische Wirkungen haben. Besonders Schwangere sollten vorsichtig sein. Laut einem Bericht der Tagesschau steht Chlorpyrifos im Verdacht, die Gehirnentwicklung beim Menschen zu schädigen. Besonders betroffen davon seien ungeborene Kinder im Mutterleib. Gesundheitliche Folgen können unter anderem Aufmerksamkeitsstörungen oder verminderte Intelligenz sein.

Paprika-Rückruf in Deutschland: Kunden Können Produkt im Supermarkt zurückgeben

Wer nun das zurückgerufene Tiefkühlprodukt mit dem entsprechenden MHD bereits gekauft hat, sollte schnell reagieren. Die Gemüsebeutel können laut dem Hersteller in den jeweiligen Supermärkten und Discountern zurückgegeben werden.

Video: Von Rückruf betroffen: Das müssen Sie tun

Ständige Produktrückrufe: die Situation in Deutschland

Übrigens: Mittlerweile kommt es immer häufiger dazu, dass Produkte zurückgerufen und aus dem Verkauf genommen werden. Das liegt jedoch nicht an der minderen Qualität der in den Supermärkten und Discountern angebotenen Produkte, die Standards in Deutschland sind weiterhin hoch.

Hersteller stehen allerdings noch stärker in der Pflicht als früher. Jährlich werden über 500.000 Betriebe der rund 1,2 Millionen in der Lebensmittelbranche registrierten Unternehmen kontrolliert. Bei dem Wissen oder der Vermutung, dass Gefahr vom Produkt ausgehen könnte, muss die zuständige Behörde umgehend informiert werden.

In einer früheren Version des Artikels hat RUHR24.de berichtet, dass die Tiefkühl-Ware unter anderem bei Edeka und Netto verkauft wird. Wie die Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG mitteilte, wurde die betroffene Losnummer 710271 des Produktes aber weder an Edeka noch an Netto geliefert. Kunden dieser beiden Supermärkte sind also nicht betroffen. Wir haben die Passagen im Text entsprechend überarbeitet.

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