Auf keinen Fall nicht essen!

Rückruf bei Real und Hit: Giftstoffe belasten Eier

Eier, die bei Real und Hit verkauft wurden, müssen zurückgerufen werden.
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Eier, die bei Real und Hit verkauft wurden, müssen zurückgerufen werden.

Aktuell gibt es einen Rückruf bei Real und Hit. Eier aus Freilandhaltung werden zurückgerufen. Sie könnten giftige Stoffe enthalten.

  • Vorsicht beim morgendlichen Spiegelei: Aktuell werden bei Real und Hit Eier aus Freilandhaltung zurückgerufen.
  • Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Grenzwerte für giftige Umweltkontaminante überschritten wurden.
  • Die Eier können im jeweiligen Supermarkt zurückgegeben werden.

Dortmund - Wer sich gerade ein Omelett zubereitet oder das perfekte Sieben-Minuten-Ei kocht, sollte besser noch einmal auf die Verpackung der Eier schauen. Denn die können möglicherweise von einem aktuellen Rückruf betroffen sein. Vom Verzehr wird in diesem Fall abgeraten.

Supermarkt

Real

Umsatz

7,4 Milliarden Euro (2017 bis 2018)

Zentrale

Mönchengladbach

Gründung

1992, Deutschland

Mitarbeiterzahl

34.000 (2020)

Tochterunternehmen

Hitflip

Rückruf bei Real und Hit: Eier aus Freilandhaltung nicht essen

Aktuell gibt es einen Rückruf bei Aldi Süd, bei dem vor einem beliebten Knabbersnack gewarnt wird. Jetzt sind auch die Supermärkte Real und Hit von einem Rückruf betroffen. Der Hersteller Heinrich Goertz GmbH & Co. KG muss Freiland-Eier zurückrufen, weil sie möglicherweise mit Schadstoffen belastetet sein können.

Betroffen sind die Eier mit der Bezeichnung "Eier M-L "Freilandhaltung FÜR MEHR TIERSCHUTZ", 6er und 10er Packungen". Wer diese Eier bis zum 1. August in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Sachsen gekauft hat, sollte sie nicht essen.

Rückruf von Eiern bei Real und Hit: Nur zwei Printnummern betroffen

Der Hersteller Heinrich Goertz GmbH & Co. KG betont, dass nur diese Printnummern betroffen sind:

  • 1-DE-0355091
  • 1-DE-0363561

Die Printnummern sind auf den Eiern aufgedruckt. Andere Printnummern hingegen sind laut Hersteller nicht von dem Rückruf betroffen und können bedenkenlos verzehrt werden.

Es ist nicht bekannt, mit welchem Stoff die betroffenen Eier belastet sind.

Rückruf bei Real und Hit: Eier könnten belastet werden – vom Verzehr wird abgeraten

Die vom Rückruf betroffenen Eier müssen aus dem Verkauf genommen werden, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass "diese Artikel eine Umweltkontaminante über dem gesetzlichen Grenzwert aufweisen", schreibt der Hersteller.

Allerdings wird in der Mitteilung nicht weiter erläutert, um welche Kontaminante es sich genau handelt. Auch wird nicht näher beschrieben, welche Auswirkungen ein Verzehr der Eier auf die Gesundheit haben kann. Daher muss vom Verzehr abgeraten werden, da die Folgen nicht bekannt sind (weitere Rückrufe und aktuelle Warnungen bei RUHR24.de).

Gesundheitliche Schäden durch Umweltkontaminanten nicht ausgeschlossen

Umweltkontaminante sind Rückstände von Stoffen, die über die Umwelt auf Lebensmittel übertragen werden. Dazu zählen Stoffe wie Blei, Cadmium, Dioxine oder Quecksilber und schwer abbaubare organische Verbindungen.

Diese Stoffe, die teilweise in der Umwelt vorkommen, können für gesundheitliche Schäden verantwortlich sein. Cadmium beispielsweise gilt laut Bundesinstitut für Risikobewertung als krebserregend. Dioxine können die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Daher sind Händler in der EU dazu verpflichtet, die Höchstgehalte der Umweltkontaminanten einzuhalten. Die amtliche Lebensmittelüberwachung kontrolliert stichprobenartig auf die Einhaltung der Höchstgehalte (mehr Service-Nachrichten bei RUHR24.de).

Video: Rückruf Cashew Kerne bei Aldi

Die Eier des Herstellers Heinrich Goertz GmbH & Co. KG, die möglicherweise erhöhte Werte von Umweltkontaminanten aufweisen, können in den Supermärkten Real und Hit wieder zurückgegeben werden – auch ohne Vorlage des Kassenzettels. Der Kaufpreis wird erstattet.

Sollten Kunden weitere Rückfragen zu dem aktuellen Rückruf haben, können sie sich unter Tel.: 02163/33870 an den Hersteller der Eier wenden. Von Montag bis Freitag von jeweils 7 bis 17 Uhr ist unter dieser Nummer ein Mitarbeiter zu erreichen.

Rückrufe sind in Deutschland keine Seltenheit - Bier und Dekoartikel im August betroffen

Rückrufe gibt es in Deutschland immer weiter. Das Brauerei-Unternehmen Karlsberg ruft aktuell ein Weizenbier zurück, das ein falsches Etikett trägt. 

Zu einem besonders kuriosen Rückruf ist es Anfang August beim Deko-Geschäft Depot gekommen - aufgrund einer Verwechslungsgefahr ruft das Unternehmen Eiswürfel zurück. Die sehen nämlich richtigen Früchten zum Verwechseln ähnlich.