Lebensmittelsicherheit

Edeka von Rückruf betroffen: Unschöner Fund in Fleisch-Produkt

Wegen eines Plastik-Befundes muss ein schwedischer Hersteller seine Köttbullar zurückrufen. Das sollten Kunden jetzt wissen.

NRW – Fleisch-Genießer aufgepasst! Wem beim Gedanken an einen Ikea-Restaurant-Klassiker, leckere Köttbullar mit Preiselbeeren oder einer Rahmsoße, schon das Wasser im Mund zusammenläuft, sollte den folgenden Rückruf durchaus ernst nehmen. Schließlich verweisen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf einen besorgniserregenden Befund.

Edeka-Gruppeein genossenschaftlich organisierter kooperativer Unternehmensverbund im deutschen Einzelhandel
Gründung1898 (Berlin)
HauptsitzHamburg

Fleisch-Rückruf: Hersteller muss Köttbullar wegen eines Plastik-Befundes aus dem Verkehr ziehen

Für Viele gehört zu einem Rundgang durch die Ikea-Abteilungen der Restaurant-Besuch sicherlich dazu. Besonders die Aussicht auf die kleinen schwedischen Fleischbällchen mit Pommes versüßen dem ein oder anderen Schnäppchenjäger sicherlich die kraftraubende Möbelsuche.

Wer Köttbullar auch in den heimischen vier Wänden genießen will, kann die beliebten Fleischbällchen auch bei Supermärkten und Discountern wie Edeka, Rewe kaufen. Doch vom folgenden Produkt sollten Fleisch-Fans lieber die Finger lassen:

  • Produktbezeichnung: Dafgård Geflügel Köttbullar (Artikel Nr. 1760)
  • Hersteller (Inverkehrbringer): Gunnar Dafgård AB, Sjökvarnsvägen 30, 531 82 Källby (Schweden)
  • Vertrieb über: Edeka
  • Verpackungseinheit: 500 Gramm
  • Haltbarkeit (MHD): 04.06.2023
  • Los-Kennzeichnung: EAN-Code: 7310960017608 / Artikel Nr. 1760

Fleisch-Rückruf: Verschlucktes Plastik wird für den Körper in den wenigsten Fällen wirklich gefährlich

In seiner Pressemitteilung vom 1. September weist der Hersteller auf einen besorgniserregenden Befund hin. Schließlich könne nicht ausgeschlossen werden, „dass sich kleine Teile von Plastik im Köttbullar befinden“.

Plastik ist für den Körper alles andere als gesund. Zunächst einmal sollte man ruhig bleiben, wenn man etwas davon verschluckt hat. Denn in den seltensten Fällen wird es wirklich gefährlich für die Verbraucher.

Fleisch-Rückruf: Bei Plastik im Körper kommt es häufig „zu einer problemlosen Passage“

Laut dem Ärzteblatt werde das ärztliche Vorgehen von der Art des verschluckten Materials, „der subjektiven Beschwerden sowie des klinischen Befundes beeinflusst“. In rund 80 Prozent der Fälle komme es „zu einer problemlosen Passage“ durch den Magen- und Darmtrakt des versehentlich verschluckten Materials.

Ein Endoskop komme in etwa 20 Prozent der Fälle zum Einsatz, zu Operationen gar „in weniger als 1 Prozent der Fälle“, so das Fachmagazin. Dennoch besteht natürlich im Falle von verschlucktem Plastik auch eine Verletzungsgefahr.

Fleisch-Rückruf: Der Magen hat Probleme, Plastik zu verdauen – Ärzteblatt klärt auf

Schließlich könnte „Plastik in der Nahrung für Menschen zum Problem werden“, wenngleich die Gefahr „nicht von einmalig verschluckten Stückchen“ ausgehe, berichtet die Welt. Der robuste Kunststoff bleibe aber „bei der Passage durch den Verdauungstrakt in der Regel intakt“. Die dortigen Enzyme, Bakterien und Säuren seien nicht in der Lage, dem robusten Material etwas anzuhaben, „das in der Natur mehrere hundert Jahre überstehen kann“.

Der schwedische Hersteller Gunnar Dafgård bittet die Verbraucher, den vom Rückruf betroffenen Artikel mit dem entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdatum „aus Vorsichtsgründen“ nicht mehr zu verzehren. Andere Produkte seien müssten hingegen nicht zurückgerufen werden, versichert er.

Die Packung Köttbullar wird aktuell zurückgerufen.

Fleisch-Rückruf: Hersteller entschuldigt sich – Edeka erstattet den Kaufpreis

In den jeweiligen Edeka-Filialen könne man die Köttbullar zurückgeben. Wie der Hersteller betont, werde der Kaufpreis erstattet. Allerdings wird nicht erklärt, ob dazu auch zwingend der Kaufbeleg erforderlich ist.

Die Firma Gunnar Dafgård bedauere den Vorfall und bittet alle „KundInnen um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten“. Bei etwaigen Rückfragen können man sich an die Telefonnummer 0049-172-6850718 wenden.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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