Wichtige Kundeninformation

Rückruf bei Edeka: Verkauf von Tiefkühl-Produkt sofort gestoppt

Aktuell bleibt kein Supermarkt von einem Rückruf verschont. Nach Rewe muss nun auch Edeka ein Produkt umgehend aus dem Verkauf nehmen.

Dortmund – Wieder ist ein Lebensmittel mit Fremdkörpern verunreinigt. Nachdem Rewe bereits einen Rückruf von Tortillas der Eigenmarke veranlassen musste, trifft es nun Edeka. Der Supermarkt informiert seine Kunden über einen Rückruf von Fleisch. Es sollte nicht gegessen werden, da „eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht völlig ausgeschlossen werden kann“, teilt Edeka mit.

SupermarktEdeka
HauptsitzHamburg
TochterunternehmenU.a. Netto, Marktkauf

Rückruf bei Edeka: Gesundheitsrisiko bei Fleisch

Oftmals sind Salmonellen der Grund, wenn tierische Lebensmittel wie Fleisch oder Milch zurückgerufen werden. Diesmal wurden jedoch rote Fremdkörper in fertig paniertem Schnitzel von Edeka entdeckt, was den Supermarkt zum sofortigen Handeln veranlasst hatte. Konkret ist folgendes Produkt von dem Rückruf betroffen:

  • Produkt: Edeka Mini Schnitzel aus flüssig gewürztem Schweinefleisch paniert, vorgegart, tiefgefroren
  • Inhalt: 400 Gramm Packung
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 08.05.2022
  • Identitätskennzeichnung: DE NW 20028 EG (Aufdruck auf der langen Verpackungsseitenkante)
  • Verkauf auf regionaler Ebene bei Edeka und Marktkauf in: Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Bremen, Sachsen und Bayern sowie in Teilen von Thüringen und die an Bayern angrenzenden Gebiete von Baden-Württemberg sowie dem östlichen Teil von Nordrhein-Westfalen.

Kunden, die das Schnitzel gekauft, aber noch nicht verzehrt haben, können das Produkt – wie bei Rückrufen üblich – in allen Edeka-Filialen zurückgeben. Auch ohne Vorlage des Kassenbons bekommen Kunden den Kaufpreis erstattet (mehr News zu Rückrufen bei RUHR24).

Edeka-Rückruf: Supermarkt nimmt Schnitzel umgehend aus dem Verkauf

Edeka gibt an, von dem Zulieferer Tillman’s Convenience GmbH über die Verunreinigung des Fleisches informiert worden zu sein. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Tiefkühl-Produkt rote Kunststoffteile befinden würden, heißt es in der aktuellen Rückruf-Mitteilung. Über die Größe der Fremdkörper macht der Hersteller keine Angaben.

Sowohl das Unternehmen selbst als auch Edeka haben jedoch umgehend reagiert und den Rückruf veranlasst. Edeka gibt an, dass weitere Artikel mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten oder Identitätskennzeichen nicht betroffen seien. Kunden können diese bedenkenlos verzehren.

Edeka: Rückruf von diesen Mini-Schnitzeln

Fremdkörper in Edeka-Schnitzel: Diese Symptome drohen bei Verzehr

Vom Verzehr des Mini-Schnitzels wird allerdings dringend abgeraten. So geben Edeka sowie die Tillman’s Convenience GmbH an, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden kann. Wer trotz des Fleisch-Rückrufs dennoch das Schnitzel aus Versehen gegessen hat, sollte Folgendes beachten:

  • Ruhe bewahren und überprüfen, ob irgendwelche Symptome oder Schmerzen auftreten.
  • Splitter im Mundraum sofort entfernen.
  • Bei Erstickungszeichen oder starken Schmerzen im Mund- und Rachenraum sowie in der Speiseröhre einen Notarzt rufen und andere Menschen in der Nähe über den Vorfall informieren.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob man einen Splitter verschluckt hat, ist das erstmal ein gutes Zeichen. Denn dann handelt es sich in der Regel um einen sehr kleinen Fremdkörper, mit denen der Körper in der Regel selbst fertig wird, ohne dass es zu dramatischen Folgen kommen muss. Horrorgeschichten von inneren Blutungen sind eine absolute Seltenheit.

Nicht nur Rückruf bei Edeka: Fremdkörper in Lebensmitteln sind keine Seltenheit

Dass Fremdkörper aus Plastik, Glas, Metall oder Holz Lebensmittel verunreinigen, kommt jedoch häufig vor. Durch Pannen in der Produktion können diese in die Produkte gelangen. Das hatte zuletzt nicht nur Rewe zu einem Rückruf veranlasst, sondern auch das Unternehmen Kühne – in einer Sauerkraut-Packung wurden schwarze Fremdkörper gefunden, weshalb es zum Rückruf kam.

Der Grund für die vielen Rückrufe ist jedoch nicht die mindere Qualität oder etwa niedriger Produktionsstandards, sondern vielmehr, dass die Hersteller schlicht noch stärker in der Pflicht stehen, Kontrollen durchzuführen. Jährlich werden über 500.000 Betriebe der rund 1,2 Millionen in der Lebensmittelbranche registrierten Unternehmen kontrolliert. Bei dem Wissen oder der Vermutung, dass Gefahr vom Produkt ausgehen könnte, muss die zuständige Behörde umgehend informiert werden und es kommt in Folge zum Rückruf von Lebensmitteln.

Rubriklistenbild: © Edeka, Collage: RUHR24

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