Bakterien im Gemüse

Rückruf bei Edeka: Warnung! Gefährlichen Keime in Salat-Mix entdeckt

Die Gartenfrisch Jung GmbH informiert aktuell über einen Rückruf. Es geht um einen Salat, der auch bei Edeka verkauft wird und Keime aufweist.

Jagsthausen – Salate können alles sein: Vorspeise, Beilage oder Hauptmahlzeit. Und normalerweise sind sie vor allem eins: Lecker. Ein aktueller Rückruf könnte dem ein oder anderen allerdings den Appetit verderben.

Unternehmen:Edeka-Gruppe
Zentrale:Hamburg
Umsatz: 59,2 Milliarden USD (2017)
Eigenmarken:Gut & Günstig, Edeka Italia, Edeka Bio, Edeka Bio+ vegan, elkos etc.

Salat bei Edeka von einem Rückruf betroffen

Für alle, die Salat lieben aber etwas bequem sind, gibt es inzwischen in jedem Supermarkt fertige Salatmischungen zu kaufen. Der Salat ist bereits gewaschen und geschnitten – eine praktische Angelegenheit, aber auch häufig eine unhygienische.

Denn ein Fertigsalat ist in der Regel nur wenige Tage haltbar und muss durchgehend gekühlt werden. Ist das nicht der Fall, können sich schnell Keime ausbreiten, wie zuletzt bei einem Salat bei Aldi und Netto. Ob das auch das Problem bei dem Salat war, der aktuell bei Edeka zurückgerufen wird, ist nicht bekannt.

Rückrufaktion bei Edeka und Marktkauf: Gesundheitsgefährdende Bakterien im Salat

Bekannt ist aber, dass bei einer Untersuchung des Artikels  „Gut&Günstig Salatmischung Blattsalat Mix“ sogenannte STEC-Bakterien gefunden wurden. Darüber informierte heute (2. Oktober) die Gartenfrisch Jung GmbH. Das Unternehmen beliefert Edeka und Marktkauf mit dem in Tüten abgepackten Fertigsalat.

Konkret ist folgendes Produkt von dem Rückruf betroffen:

  •  „Gut&Günstig Salatmischung Blattsalat Mix“
  • 150g-Packung
  • Mindesthaltbarkeitsdatum 5.10.2020

Salat-Rückruf bei Edeka: Hier wurde der Salatmix verkauft

Wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte, wurde der Salat überwiegend bei Edeka und Marktkauf in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angeboten (mehr Rückrufe und Produktwarnungen bei RUHR24.de)

Rückruf: Salat bei Edeka mit Bakterien belastet

Die sogenannten STEC-Bakterien sind nicht ganz unbekannt. Sie gehören zu der Gruppe der E.Coli-Bakterien (Escherichia coli), die im menschlischen oder tierischen Darm vorkommen. Normalerweise lösen E.Coli keine Krankheiten aus.

Diese fertige Salatmischung wird aktuell zurückgerufen. Es besteht die Möglichkeit, dass der Salatmix mit Bakterien belastet ist.

Die einzige Ausnahme: STEC- oder auch EHEC-Bakterien. Die Shigatoxin-bildenden Bakterien können beim Menschen akute gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel Fieber und Magen-Darm-Infektionen auslösen. EHEC-Infektionen zählen laut dem Verbraucherportal produktwarnung.eu zu den häufigsten Ursachen für Lebensmittelvergiftungen. Die Bakterien sind hoch infektiös.

Salat-Rückruf bei Edeka: Kinder und ältere Menschen besonders gefährtet

Die STEC-Bakterien können schwerwiegende Durchfallerkrankungen hervorrufen. Durchfall kann insbesondere für Kinder, ältere oder Menschen, mit einem geschwächten Immunsystem ernsthafte Probleme verursachen. Durch den Flüssigkeitsverlust kann beispielsweise eine Schädigung der Niere die Folge sein.

Personen, die den Gut&Günstig-Salat von Edeka oder Marktkauf verzehrt haben und entsprechende Symptome aufweisen, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen.

Rückruf bei Edeka ist derzeit nicht die einzige Produktwarnung

Kunden, die das vom Rückruf betroffene Produkt gekauft aber noch nicht zubereitet haben, können dieses in allen Edeka- und Marktkauf-Filialen zurückgeben. Wie üblich garantiert der Hersteller die Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Wer nun denkt, Salat ist eh viel zu gesund und stattdessen lieber zu Süßigkeiten oder Ähnlich greift, ist allerdings auch nicht auf der sicheren Seite. Denn aktuell gibt es bei mehreren Supermärkten und Discountern Rückrufe von Süßigkeiten und Wurstwaren. So muss unter anderen Lidl Lyoner aus dem Verkauf nehmen und Rewe ein beliebtes Gebäck.

Es besteht aufgrund von Verunreinigung die Gefahr vor inneren Verletzungen. Auch hier sollen die Kunden das Produkt auf keinen Fall verzehren, sondern in den entsprechenden Filialen zurückgeben.

Rubriklistenbild: © Tobias Hase, Sebastian Gollnow/dpa, Collage: RUHR24.de

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