Warnung für ganz Deutschland

Curry-Rückruf: Bundesamt warnt vor Durchfall, Erbrechen und Fieber

Ein Gewürz ist derzeit von einem Rückruf betroffen. Wegen erhöhter Salmonellen-Gefahr sollten Kunden besser darauf verzichten, es zu essen.

Dortmund – Es scheint, als würde das Problem mit Salmonellen-Vorkommen erstmal kein Ende nehmen. Ende April 2022 sorgte das Unternehmen Ferrero mit Salmonellen für Aufsehen, wenige Wochen später kam es zum Rückruf wegen Salmonellen-Befund beim größten Schokoladen-Hersteller Europas. Jetzt ist auch ein Gewürz von den Bakterien befallen.

BakterienSalmonellen
Niedrige KlassifizierungSalmonella enterica, Salmonella bongori
Wissenschaftlicher NameSalmonella

Rückruf: Salmonellen in Gewürz gefunden – Bundesamt warnt vor dem Verzehr

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt aktuell vor einer bestimmten Sorte Curry. Demnach seien im Rahmen einer amtlichen Kontrolle in Finnland Salmonellen nachgewiesen worden.

Betroffen ist ein Großhändler aus den Niederlanden, der auch Deutschland mit dem Produkt beliefert. Die Einzelhändler seien bereits über den Rückruf informiert worden. Dieses Gewürz ist betroffen:

  • Produkt: Madras Scharfes Curry Pulver
    Hersteller: TRS
    Verpackungsgröße: 100 Gramm
    Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 30. Juni 2023
    Los-Kennzeichnung/ Artikelnummer: 4519
Das Curry ist von einem Rückruf betroffen.

Rückruf: Curry von Salmonellen befallen - diese Symptome können auftreten

Kunden, die das Produkt bereits gekauft haben, sollten es auf keinen Fall essen. Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) durch Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen oder auch leichtem Fieber. In der Regel klingen diese Beschwerden nach einigen Tagen von selbst wieder ab.

Allerdings können Senioren, Kleinkinder, Säuglinge und Personen mit generell geschwächtem Immunsystem auch schwerere Verläufe entwickeln. In diesem Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Sich ohne Symptome vorsorglich in ärztliche Behandlung zu begeben, sei hingegen nicht sinnvoll.

Stattdessen wird die Rückgabe bei der jeweiligen Verkaufsstelle empfohlen. Nach Recherchen von RUHR24 wird das Curry-Gewürz vor allem in Feinkostgeschäften, wie etwa sogenannten Asiamärkten, oder auch online vertrieben.

Rubriklistenbild: © CSP/JanPietruszka/Imago

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