Gefährlicher Stoff enthalten

Deutschlandweiter Cracker-Rückruf: Giftiger Stoff in Snacks gefunden

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Ein Hersteller warnt derzeit vor dem Verzehr von Crackern.

Ein Cracker-Hersteller hat eines seiner Produkte zurückgerufen. Die schmackhaften Kekse sind mit einem gefährlichen Stoff belastet und können die Gesundheit ernsthaft gefährden.

Nordrhein-Westfalen – Egal ob Chips, Salzstangen oder Cracker: Salzige Snacks liebt doch jeder! Wer hin und wieder gerne auf Bio-Snacks zurückgreift, sollte nun jedoch die Ohren spitzen: Ein Bio-Hersteller hat eines seiner Snack-Produkte zurückgerufen. Der Rückruf sollte ernst genommen werden, denn die in dem Cracker enthaltenen Rückstände können im schlimmsten Fall krebserregend sein.

Cracker-Rückruf: Bio-Hersteller ruft Sesam-Kekse zurück

Vom Rückruf betroffen sind die Sesam-Hanf-Cracker „Backpacker“ der Firma Govinda mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 15.07.2021 und der Chargennummer 2801/0, berichtet auch produktwarnung.eu. Die Bio-Kekse wurden in ganz Deutschland in Bio-Supermärkten wie beispielsweise Alnatura oder Denns verkauft und sollten nun auf keinen Fall mehr weiter verzehrt werden (noch mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24.de).

Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, sind in den Crackern Sesamsamen enthalten, die Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid enthalten können, welches als potenziell gesundheitsgefährdend eingestuft wird – und sogar in Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln enthalten ist.

Rückruf in ganz Deutschland: Sesam-Cracker enthalten giftige Rückstände

Ein weiterer Verzehr der Cracker kann zu ernsthaften Schäden führen, denn Ethylenoxid gilt als höchst giftig und krebserregend. Und nicht nur das: Die Chemikalie kann Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit hervorrufen und im schlimmsten Fall zu Krämpfen, Zuckungen und sogar zum Koma führen.

Bei Tierversuchen soll sogar nachgewiesen worden sein, dass das Mittel Mutationen und Fehlgeburten auslöst. Nach einem leckeren Snack für zwischendurch klingt der belastete Cracker also nicht.

Cracker-Rückruf: Auch Sesam-Müsli wurde vom Hersteller zurückgerufen

Wer das Produkt mit der betreffenden Charge und dem Mindesthaltbarkeitsdatum gekauft hat, kann es am Verkaufsort zurückgeben und bekommt sein Geld zurückerstattet – sogar ohne Kassenzettel.

Erst vor wenigen Tagen hat ein anderer Hersteller ebenfalls ein belastetes Sesam-Produkt zurückgerufen: In einem Müsli wurden bei der Sesamsaat ebenfalls gefährliche Rückstände der Chemikalie Ethylenoxid gefunden.

Video: Achtung Rückruf, nicht verzehren! Pflanzenschutzmittel im Müsli

Der Grund für die häufigen Sesam-Rückrufe könnte folgender sein: Indien und der Sudan sind laut eines Berichts von merkur.de die weltweit größten Sesam-Produzenten. In diesen beiden Ländern ist der Einsatz von Ethylenoxid aber anders als in Deutschland wohl erlaubt. So kann der gefährliche Stoff auch in deutsche Produkte gelangen.

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