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Rückruf wegen Salmonellen-Gefahr: Bundesamt warnt vor Dip

Wegen eines besorgniserregenden Befundes muss ein Händler sein Sesam-Produkt zurückrufen. Das sollten die Verbraucher über den Rückruf wissen.

Deutschland – „Sesam, öffne dich“ – den magischen Satz, der bei „Ali Baba und die vierzig Diebe“ noch zum verheißungsvollen Öffnen der Höhle mit dem Räuber-Schatz führt, sollten sich deutsche Sesam-Fans bei einem Produkt gerade nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Denn die kleinen Körner, die wegen festgestellter Schadstoffe jüngst von Stiftung Warentest teils vernichtende Urteile bekamen, sind in einem aktuellen Fall wegen eines beunruhigenden Befundes von einem Rückruf betroffen.

SesamPflanzenart aus der Familie der Sesamgewächse (Pedaliaceae)
Wissenschaftliche BezeichnungSesamum indicum oder Sesamum orientale
OrdnungLippenblütlerartige (Lamiales)

Rückruf: Kasas-Händler aus Frankfurt muss Sesam-Produkt zurückrufen

Wie der Händler, die Firma Bakir Kasas, berichtet, muss das Sesam-Produkt „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ zurückgerufen werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) informiert Verbraucherinnen und Verbraucher in einer Pressemitteilung des Händlers vom 17. Juni über den konkreten Anlass für den Rückruf.

Wie in einem ähnlichen Sesam-Fall in der jüngeren Vergangenheit seien „im Anreicherungsverfahren in 25 g der Probe (…) Salmonellen nachgewiesen“ worden. Sesam-Fans sollten deshalb das folgende Produkt dringend meiden und auf keinen Fall konsumieren.

  • Inverkehrbringer: Kleinmarkt Fa. Bakri Kasas, Ostbahnhofstr. 9, 60314 Frankfurt/Main
  • Produkt: Alburj Tahini Sesam 100%
  • Verpackungseinheit: 400 g
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 07/2022
  • Loskennzeichnung P:02/2021 E:07/2022 PN:4

Rückruf: Positiver Salmonellenbefund treibt Händler Sorgenfalten auf die Stirn

Der Frankfurter Kasas-Markt bestätigte in seiner Pressemitteilung die Untersuchungsergebnisse des positiven Salmonellenbefundes, die zum Rückruf geführt haben. Dort klärt der Inverkehrbringer die Verbraucherinnen und Verbraucher auch über die gesundheitlichen Folgen auf, die eine Salmonellen-Erkrankung nach sich ziehen kann.

Wie der Händler mitteilte, äußere sich eine Salmonellen-Erkrankung „innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber.“ Das bestätigt auch er Infektionsschutz und fügt hinzu, dass es in seltenen Fällen auch „zu schweren Krankheitsverläufen, wie beispielsweise einer Blutstrominfektion (Sepsis), mit z. T. hohem Fieber kommen“ könne.

Rückruf: Salmonellen-Verzehr kann ernste gesundheitliche Folgen haben

Von längeren und schwereren Krankheitsverläufen bedroht seien insbesondere „Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem“. Entsprechend gilt: Mit Salmonellen ist nicht zu spaßen!

Der vom Kasas-Markt eingeleitete Rückruf ist zudem mit der Bitte verbunden, sich bei Symptomen nach dem Verzehr des Sesams ärztliche Hilfe zu suchen „und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion“ hinzuweisen. Ohne Symptome sei dies nicht sinnvoll, so der Händler.

Rückruf: Nur drei Bundesländer betroffen – Sesam-Fans in NRW können aufatmen

Generell bittet der Inverkehrbringer aber darum, das vom Rückruf betroffene Produkt „nicht zu verzehren“. Gegen Erstattung des Kaufpreises können Kunden das Sesam-Produkt im Markt zurückgeben. Ob hierbei allerdings der Kassenbon vorgezeigt werden müsse, erklärt der Inhaber des Kasas-Marktes nicht.

Vorsicht: Dieses Produkt ist von einem Rückruf betroffen.

Ebenso unklar bleibt, wie viel Zeit zwischen dem Salmonellen-Befund und dem Einleiten des Rückrufes vergangen ist. Immerhin können Sesam-Fans in NRW erst einmal aufatmen: Vom Rückruf betroffen sind nur die drei Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Bayern.

Rückruf: Händler entschuldigt sich bei Verbrauchern

In seiner Mitteilung des Rückrufs erklärt der Händler, dass er den Vorfall bedauere und dass er „sich bei allen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten“ entschuldige. Bei Fragen zum Rückruf können sich Verbraucher an die Rufnummer 0049 1575 4951004 wenden.

Rubriklistenbild: © Kateryna Kon/Imago

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