Infektionen möglich

XXL-Rückruf: Dritte Drogerie betroffen – Produkt mit Keimen verunreinigt

Erst Dm, dann Rossmann und jetzt die Edeka-Tochter Budni: Bekannte Drogerieketten warnen aktuell vor einem Pflegeprodukt, das gefährliche Bakterien enthalten kann.

Deutschland – Die Maxim Markenprodukte GmbH & Co. KG ruft ein Pflegeprodukt wegen Keimbelastung zurück. Der Artikel wurde unter der Marke Joolea in den Filialen der Drogeriemarktkette Budni verkauft (weitere Rückrufe und Warnungen auf RUHR24).

BudniDrogeriemarktkette
SitzHamburg
Gründung1912

Großer Drogerie-Rückruf: Gefahr durch Stäbchenbakterien in Pflegeprodukt

Wie das Unternehmen mitteilt, könne nicht ausgeschlossen werden, dass das Produkt mit den Bakterien „Burkholderia cenocepacia“ sowie „Ralstonia spp.“ verunreinigt ist. Burkholderia cenocepacia ist ein Stäbchenbakterium, das für gesunde Menschen laut DAZ.de in der Regel keine Gefahr darstelle. Für Menschen mit einer Immunschwäche oder Atemwegserkrankungen bestehe aber Infektionsgefahr.

Die Bakterien sind oftmals antibiotikaresistent und als Krankenhauskeime bekannt. Ähnliches gilt für Ralstonia spp.: Auch hierbei handelt es sich um ein Stäbchenbakterium, das für vorerkrankten Menschen gefährlich werden kann.

Rückruf bei Budni: Dieses Spray kann mit Bakterien belastet sein

Betroffen ist das folgende Produkt:

  • Artikel: Joolea Wasserspray aqua 150 ml
  • Chargennummer: Sämtliche, die mit den Ziffern 187 beginnen. (Die Nummern sind auf dem Dosenboden zu finden.)
Wird zurückgerufen: Joolea Wasserspray aqua 150 ml

Kunden, die das Wasserspray gekauft haben, können dieses gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in den Budni-Filialen zurückgeben. Weitergehende Verbraucherfragen beantwortet der Budni-Kundenservice unter der Rufnummer: 040/80603030 oder per E-Mail: info@budni.de.

Mitte November hatte bereits Dm einen entsprechenden Artikel seiner Eigenmarke Balea zurückgerufen. Vor wenigen Tagen warnte auch Rossmann vor Bakterien in einem Wasserspray der Eigenmarke Isana.

Rückrufe wegen Sicherheitsmängeln oder Gesundheitsgefahr – Kunden haben Rückgaberecht

Dass Hersteller Produkte wegen Sicherheitsmängeln oder Gesundheitsgefahr vom Markt zurückrufen, kommt leider immer wieder vor. Wie die Verbraucherzentrale erklärt, bleibe Herstellern, die gefährliche Mängel zu spät erkennen, meist nichts anderes übrig, als die Käufer zu warnen und aufzufordern, die Ware zurückzubringen.

Der Rückruf fungiere dann als eine Art Notbremse – denn eigentlich sind die Produzenten dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Produkte sicher sind.

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa, Collage: RUHR24

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