Größeres Problem

Aktueller Rückruf von Brotaufstrich: Gefährliche Rückstände in mehreren Sorten entdeckt

Wieder ist ein Produkt von einem aktuellen Rückruf betroffen – schon zum zweiten Mal. Der Hersteller warnt Kunden vor dem Verzehr und weitet den Rückruf aus.

Steinheim – Sie reißt nicht ab: die Flut an aktuellen Rückrufen in Deutschland. Und immer wieder ist es der gleiche Übeltäter. Ethylenoxid, das Pflanzengift ist sehr schädlich für den Mensch, so wird aktuell wieder ein Produkt zurückgerufen, welches den gefährlichen Stoff beinhalten könnte.

UnternehmenPetersilchen GmbH
SitzSteinheim, Nordrhein-Westfalen
MarkenSanchon, Fredo's

Rückruf von Brotaufstrich: NRW-Unternehmen warnt vor giftigem Pflanzenschutzmittel

Vor dem Brotaufstrich, der von der Firma Petersilchen GmbH zurückgerufen wird, wurde bereits Ende November gewarnt. Nun muss die Firma den Rückruf ausweiten, denn das Unternehmen aus NRW kann nicht ausschließen, dass auch andere Chargen des Brotaufstrichs der Marke Sancho betroffen sind.

Die Petersilchen GmbH teilt mit, dass im Rahmen einer internen Untersuchung Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid in der enthaltenden Sesamsaat, die häufig für Rückrufe verantwortlich ist, festgestellt wurden. Ende November rief das Unternehmen lediglich zwei Chargen zurück. Jetzt wird der Rückruf auf alle Chargen ausgeweitet.

Rückruf von Aufstrich: Unternehmen aus NRW erhält immer neue Mitteilungen über Gift-Belastung

Das Unternehmen schreibt in einer Mitteilung: „Die Petersilchen GmbH erhält immer wieder neue Mitteilungen über Sesam-Rohware, die mit Ethylenoxid belastet ist. Ein Ende dieser Informationen ist nicht abzusehen. Aus diesem Grund hat sich die Petersilchen GmbH dazu entschlossen, einen umfangreichen und klaren Schnitt zu ziehen (...)„ Daher werden nun alle Chargen des betroffenen Brotaufstrichs zurückgerufen – „unabhängig davon, ob die einzelnen Chargen und MHDs nach aktuellem Stand belastet sind oder nicht“.

Im Einzelnen handelt es sich um den Brotaufstrich Kichererbse Chili, 180 g von Sanchon:

  • Charge: 38813, MHD: 06/2022
  • Charge: 37798, MHD: 02/2021
  • Charge: 37867, MHD: 03/2021
  • Charge: 38107, MHD: 07/2021
  • Charge: 38425, MHD: 12/2021
  • Charge: 38558, MHD: 03/2022

Und um den Brotaufstrich Kichererbse Ingwer, 180 g der Marke Sanchon:

  • Charge: 38814MHD: 06/2022
  • Charge: 37763, MHD: 02/2021
  • Charge: 37868, MHD: 03/2021
  • Charge: 37979, MHD: 05/2021
  • Charge: 38336, MHD: 10/2021
  • Charge: 38492, MHD: 01/2022

Rückruf von Aufstrich: Bio-Unternehmen aus NRW rät dringend vom Verzehr ab

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MDH) und die Chargennummer sind jeweils auf dem Deckelrand des Aufstrichs zu finden. Das Bio-Unternehmen weist darauf hin, dass andere Produkte von Sanchon nicht von dem Rückruf betroffen sind (weitere aktuelle Rückrufe und Warnungen bei RUHR24.de).

Kunden, die einen der vom Rückruf betroffenen Aufstriche bereits im Regal stehen haben, sollten unbedingt darauf verzichten, ihn zu essen. Die Petersilchen GmbH rät dazu, den Brotaufstrich dort zurückzugeben, wo Kunden ihn gekauft haben. Wo der Aufstrich verkauft wurde, geht nicht aus der Mitteilung hervor.

Giftigs Pflanzenschutzmittel ist in Deutschland eigentlich verboten

Seit einigen Monaten kommt es immer wieder vor, dass Lebensmittel mit dem gefährlichen Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid belastet sind. Erst vergangene Woche kam es in Deutschland zu einem regelrechten Mega-Rückruf, bei dem gleich mehrere verschiedene Produkte wegen des Mittels zurückgerufen werden mussten.

Das Gas Ethylenoxid ist beim Einatmen giftig und gilt als krebserregend und kann sogar das Erbgut schädigen. Auch beim Verzehr besteht für Verbraucher Gefahr für die Gesundheit. Aus diesem Grund ist das Pflanzengift in Deutschland und der EU schon seit Jahren verboten. Da es aber noch in anderen Ländern zum Einsatz kommt, gelangen verunreinigte Waren immer wieder nach Deutschland und werden weiterverarbeitet.

Rubriklistenbild: © Victoria Maiwald/RUHR24

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