Discounter warnt vor Verzehr

Großer Rückruf bei Aldi: Beliebter Snack birgt Gefahr für alle Kunden

Ein Gemüsegroßhändler ruft aktuell ein Trockenobst zurück. Bei dem Produkt wurde eine erhöhte Menge an Mykotoxin nachgewiesen. Vor dem Verzehr wird gewarnt.

Rheinstetten/Baden-Württemberg – Neben Leckereien wie Lebkuchen, Plätzchen oder Nüssen ist auch Trockenobst in der Weihnachtszeit sehr beliebt. Insbesondere zum Backen oder als Füllung für die Weihnachtsgans wird getrocknetes Obst gerne verwendet. Aktuell ruft die Frischebox GmbH via Aldi Süd ein Produkt zurück – für Verbraucher besteht beim Verzehr Gesundheitsgefahr.

Unternehmen Frischebox GmbH
Branche Gemüsegroßmarkt
Adresse: Gewerbering 38, 76287 Rheinstetten

Rückruf von Trockenobst bei Aldi Süd – Gefahr für Verbraucher durch Schimmelpilzgift

Bei dem vom Rückruf betroffenen Produkt wurde erhöhter Gehalt an Ochratoxin A (OTA) nachgewiesen. Dabei handelt es sich um ein Mykotoxin (Schimmelpilzgift). Von den Giften kann eine Gefahr für die Gesundheit ausgehen. Daher sollten Kunden das betroffene Trockenobst auf keinen Fall mehr essen.

Beim Kochen und Backen ist zu beachten: Ebenso wie die meisten Mykotoxine bleibt auch Ochratoxin A beim Erhitzen größtenteils erhalten. Mit dem Schimmelpilzgift verunreinigte Lebensmittel sollten daher auch nach dem Erhitzen nicht verzehrt werden. Das Produkt von Aldi fällt somit auch raus.

Rückruf bei Aldi: Krebserzeugend und erbgutschädigend – Ochratoxin A gilt als gefährlich

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung kann OTA bei übermäßigem Verzehr nierenschädigend wirken. Darüber hinaus wurde in Tierversuchen auch eine krebserzeugende Wirkung belegt.

Das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit verweist darauf, dass Ochratoxin insgesamt als möglicherweise krebserregend und außerdem als erbgutschädigend eingestuft wird. Zudem sei es ein Nervengift, wirke fruchtschädigend und greife das Immunsystem an.

Die zulässigen Höchstmengen in Lebensmittel werden EU-weit in der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 vorgeschrieben. Darüber hinaus gelten in Deutschland nochmal gesonderte Höchstgehalte für getrocknete Feigen und weiteres Trockenobst, das nicht in der Verordnung geregelt ist. Diese wurden im vorliegenden Fall bei Aldi überschritten.

Aldi: Rückruf von getrockneten Feigen – dieses Produkt ist betroffen

Die Frischebox GmbH ruft das Produkt „NATUR Lieblinge – Getrocknete Feigen, 200g“ zurück. Auch Aldi-Süd informiert über den Rückruf, da die Feigen hier verkauft wurden – und zwar in Teilen von Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Rückruf bei Aldi Süd: Getrocknete Feigen enthalten Schimmelpilzgift

Betroffen sind Artikel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.06.2021 und der Losnummer L 4302/350058631-11-580. Kunden finden das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Folienaufdruck.

Andere Mindesthaltbarkeitsdaten/Chargen sowie weitere Artikel sind laut Hersteller nicht betroffen. Kunden können betroffene Ware in allen Aldi Süd Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa, Frischebox GmbH; Collage: RUHR24

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