Erhöhte Chromwerte

Rückruf bei Aldi: Bei Kontakt droht Hautausschlag – Babys sind gefährdet

Rückruf Aldi
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Aldi-Rückruf: Baby-Produkt kann Juckreiz und Ausschlag verursachen. (Symbolbild)

Der Discounter-Riese Aldi ruft aktuell einen Artikel aus der Kategorie Baby-Ausstattung zurück. Das betroffene Produkt kann allergische Symptome auslösen.

Essen – Großer Rückruf bei Aldi Nord und Aldi Süd: Die Discounter warnen vor einem Baby-Produkt. Bei dem Artikel handelt es sich um Krabbelschuhe, die als Aktionsware angeboten wurden. Die Schühchen sind verunreinigt und können bei Hautkontakt zu allergischen Reaktionen führen (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24).

AldiDiscount-Einzelhandelskette
Gründung1946, Essen (Hauptsitz)
GründerKarl Albrecht, Theo Albrecht

Rückruf bei Aldi – beliebte Aktionsware für Babys kann allergische Symptome verursachen

Wer Kinder hat, weiß: Die Aktionsware für die Kleinsten von Aldi ist beliebt. Viele Eltern schätzen die günstigen Preise des Discounters, denn gerade kleinere Kinder wachsen schnell aus ihrer Kleidung und ihren Schuhen heraus. Die nötige Ausstattung im Discounter zu kaufen – statt teuer im Babyfachhandel – schont daher den Geldbeutel.

Aktuell ist die Aktionsware von Aldi allerdings von einem Rückruf betroffen. Ein Paar Krabbelschuhe aus dem Sortiment ist mit Chrom belastet. Im Rahmen von Untersuchungen seien erhöhte Werte von Chrom(VI) nachgewiesen worden, gibt der Discounter an. Dieses kann bei Kontakt mit der Haut zu allergischen Symptomen führen (mehr Infos zu Aldi auf RUHR24).

Rückruf wegen erhöhten Chromwerten in Krabbelschuhen – Juckreiz und Hautrötungen möglich

Denn Metalle wie Nickel, Chrom oder auch Cobalt können bei Kontakt Symptome wie Juckreiz, Hautrötungen oder auch Ekzeme bedingen. Bei dieser sogenannten Metallallergie treten diese Symptome zumeist lokal auf.

Die Form der Allergie ist häufig zu finden. Laut Pharmawiki leiden rund 19 Prozent der Deutschen darunter. Besonders häufig betroffen sind Frauen.

Rückruf von Babyschuhen bei Aldi: Schühchen besser nicht mehr verwenden

Bei den vom Rückruf betroffenen Krabbelschuhen wurden die erhöhten Chromwerte an der Außensohle sowie an dem angebrachten Lederpatch nachgewiesen, wie Aldi erklärt. Ein direkter Hautkontakt bestehe daher beim Tragen der Schühchen nicht.

Allerdings können die Symptome auch schon beim Hautkontakt durch Anfassen auftreten. Gerade Babys im Krabbelalter greifen bekanntlich nach allem, was sie interessiert – und nehmen nicht selten auch Gegenstände in den Mund, die dort eigentlich nicht hingehören. Von der Verwendung der betroffenen Schuhe wird daher dringend abgeraten.

Rückruf bei Aldi: Die Baby-Krabbelschuhe wurden bereits vor Wochen verkauft

Bei den von den Discountern zurückgerufen Artikeln handelt es sich um die folgenden:

  • Produkt: Walkx Baby Krabbelschuhe Filz
  • Inverkehrbringer: Grohmann Schuhimport GmbH
Werden von Aldi zurückgerufen: Baby Krabbelschuhe der Marke Walkx

Wichtig zu wissen. Die Babyschuhe wurden bereits ab dem 18. Januar 2021 bei Aldi Süd in sämtlichen Filialen verkauft. Bei Aldi Nord wurden sie im Rahmen einer Aktion am 11. Februar 2021 vertrieben.

Video – Rückruf von Kindermasken: Behörde warnt vor SHUFANG KN95 Masken

Rückruf von Baby-Artikel bei Aldi: Wichtige Infos für Kunden

Vom Rückruf betroffene Kunden können die Produkte in allen Aldi-Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. Aldi gibt im öffentlichen Schreiben an, dass andere Artikel der Marke Walkx nicht betroffen seien.

Für weitergehende Verbraucherfragen hat der Lieferant des Discounters, die Grohmann Schuhimport GmbH, eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die man sich wenden kann. Sie lautet: cr@grohmann.co.at

Rückrufe wegen Sicherheitsmängeln und Gesundheitsgefahr – das rät die Verbraucherzentrale

Zu Produkt-Mängeln, die die Sicherheit und Gesundheit gefährden, kommt es immer wieder. Leider sind – wie im vorliegenden Fall – auch Artikel für die Allerkleinsten davon nicht ausgenommen. Derzeit ruft der bekannte Hersteller Humana beispielsweise Babybrei zurück. Ein Gläschen der beliebten Marke Alete ist von dem Rückruf betroffen, da es falsch etikettiert wurde, wie merkur.de* berichtet.

Hersteller und Händler sind in solchen Fällen gesetzlich dazu verpflichtet, die Ware aus dem Handel zu nehmen. Ist sie bereits im Umlauf, muss sie zurückgerufen werden. Rückrufe sollten dabei von Kunden nicht ignoriert werden, rät die Verbraucherzentrale. Denn ansonsten könnten die entsprechenden Ersatzansprüche verfallen. *merkur ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

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