Warnung für Kunden

Süßigkeiten-Rückruf: Weihnachtsprodukt kann zur Gefahr werden

Ein bekannter Hersteller ruft aktuell eines seiner Produkte zurück. Für bestimmte Personengruppen kann der Verzehr zur Gefahr werden.

Deutschland – Schon wieder wird in Deutschland ein Lebensmittel zurückgerufen. Diesmal trifft es eine beliebte Süßigkeit, die vor allem in der Weihnachtszeit gerne gegessen wird.

UnternehmenNestle
CEOUlf Schneider (1. Jan. 2017–)
HauptsitzVevey, Schweiz

Rückruf von Lebensmittel in Deutschland: Weihnachtsprodukt enthält potenzielle Gefahr

Konkret geht es bei dem Rückruf um den Smarties Adventskalender der Firma Nestlé. Das Unternehmen weist darauf hin, dass sich auf dem Adventskalender ein fälschlich aufgedrucktes „Glutenfrei-Logo“ befindet und warnt Kunden mit einer Glutenunverträglichkeit vor dem Verzehr.

Das falsch aufgedruckte Logo, eine durchgestrichene Ähre, befindet sich auf der Rückseite des Adventskalenders. Nestlé teilt mit, dass eine der Figuren des Kalenders trotzdem Getreide enthält: die Nummer 24. Das Produkt könnte also vor allem für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit zum Problem werden (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24).

Kunden können den Smarties Adventskalender von Nestlé zurückgeben

Weizenmehl und Gerstenmalzextrakt, beides glutenhaltige Inhaltsstoffe, sind korrekt in der Zutatenliste des Adventskalenders angegeben und sogar fett hervorgehoben. Warum sich das „Glutenfrei-Logo“ dennoch auf dem Produkt befindet, teilt Nestlé nicht mit.

Kunden, die eine Glutenunverträglichkeit, auch als Zöliakie bekannt, haben und den Adventskalender gekauft haben, können den Artikel an Nestlé zurückschicken und bekommen das Geld erstattet.

Dieser Smarties Adventskalender wird aktuell von der Firma Nestlé zurückgerufen.

Was ist eine Glutenunverträglichkeit? Deshalb sollte der Smarties Adventskalender nicht gegessen werden

Eigentlich sollten Adventskalender erst im Dezember geöffnet und das 24. Törchen an Heiligabend gegessen werden, um sich die Überraschung während der Weihnachtszeit beizubehalten. Wer unter Zöliakie leidet und die Figur hinter der 24. Tür aber trotzdem schon verputzt hat und gleichzeitig an Zöliakie leidet, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren.

Eine Glutenunverträglichkeit ist eine Autoimmunkrankheit. Bei Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln kommt es zu einer Entzündung des Dünndarms, was zu Durchfällen führen kann. Nestlé weist ausdrücklich darauf hin, dass der Smarties Adventskalender für Kunden, die keine Glutenunverträglichkeit haben, unbedenklich ist.

Rückrufe von Lebensmitteln sind in Deutschland keine Seltenheit

In Deutschland kommt es immer wieder zu Rückrufen. Grund dafür sind in vielen Fällen bedenkliche Inhaltsstoffe oder Fremdkörper wie Glas oder Metall. Zuletzt wurde beispielsweise bei Rewe eine Obst-Konserve zurückgerufen, weil sie gefährliche Glassplitter enthalten konnte.

Auch fehlende oder falsche Angaben über Inhaltsstoffe sind immer wieder Anlass für Rückrufe. Neben dem Smarties-Adventskalender war dies in den vergangenen Tagen auch bei einem Wein von Edeka der Fall. Dort fehlte für Kunden ein entsprechender Allergiehinweis.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa Collage: RUHR24

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