Neustart im November

RTL: Sender mit neuem Namen – und radikale Änderung der Mediathek

Alles anders bei RTL: Der bekannte TV-Sender krempelt sein komplettes Erscheinungsbild um. Auch an neue Sendernamen müssen die Zuschauer sich gewöhnen.

Deutschland – Aufmerksamen RTL-Zuschauern ist es längst aufgefallen: Der Sender hat ein neues Logo. Aber nicht nur äußerlich hat der beliebte TV-Sender einen neuen Auftritt – auch inhaltlich ändert sich einiges.

SenderRTL
EigentümerRTL Group
Sendestart2. Januar 1984 (als RTL plus)

Alles neu bei RTL – großes Re-Branding mit neuem Markenauftritt

Bereits vor einigen Monaten wurde bekannt, dass die RTL Group plant, ihren kompletten Markenauftritt zu überarbeiten und zu vereinheitlichen. Im September 2021 wurde die Mediengruppe RTL Deutschland im Zuge eines Re-Brandings in RTL Deutschland umfirmiert.

Dazu zählt auch ein neuer digitaler Hub: Mit RTL.com bündelt das Unternehmen ab sofort alle Programm-, News- und Unternehmensangeboten unter einer Domain (weitere News rund um Digitales auf RUHR24).

TV-Sender RTL: neues Logo seit Mitte September – mit wechselnden Farben

Äußerlich macht sich der Schritt ebenfalls bemerkbar: Seit dem 15. September ist das alte Logo des RTL-Hauptprogramms – die seit 1992 bekannte RTL-Farb-Kombination Rot, Gelb, Blau – nun Geschichte.

An dessen Stelle ist ein „Multi-Color-Logo“ getreten. Das Besondere hierbei: Je nach Programm ändert das Logo seine Farben. Auch die Pay-TV-Sender RTL Crime, RTL Living und RTL Passion zeigen sich im neuen Design.

RTL-Änderung – Sender bekommen neue Namen

Aber nicht nur bei der Optik, sondern auch bei den Programmnamen müssen Zuschauer sich umgewöhnen: So soll der Kindersender Super RTL bald gänzlich Toggo heißen. Unter diesem Namen läuft bereits jetzt das Tagesprogramm des Senders. Disney hatte zuvor seine Beteiligung an Super RTL an RTL Deutschland verkauft.

Außerdem neu: Der „Retrosender“ RTLplus heißt ab sofort RTL Up. Der ausgediente Name wird aber in anderer Schreibweise weiterverwendet.

Denn: Ab dem 4. November 2021 wird es RTL+ geben, allerdings handelt es sich dabei nicht um ein TV-Programm. Vielmehr wird das bekannte Streamingportal TVNow in RTL+ umbenannt. 

Bekommt einen neuen Namen – der Streaming-Dienst TVNow.

Neustart am 4. November – aus TVNow wird RTL+

RTL+ startet am Donnerstag (4. November). Zu seinem Neustart will der Streamingdienst auch direkt neue Inhalte bieten. Dazu zählen beispielsweise:

  • die Eigenproduktion „Ferdinand von Schirach – Glauben“ mit Peter Kurth & Narges Rashidi,
  • Lizenzserien wie das „Gossip Girl“-Reboot und die zweiten Staffel „Why Women Kill“
  • oder neue, eigenproduzierte Reality-Formate wie „Hip Hop – Born to Dance“.

Co-Geschäftsleiter von RTL+, Henning Tewes erklärt dazu: „Mit RTL+ wollen wir unserem Publikum künftig Deutschlands größte Entertainment-Welt anbieten. In den vergangenen Monaten haben wir das Angebot unseres Streamingdienstes TVNow schrittweise und deutlich ausgebaut.“

Wichtig zu wissen: Im Zuge der Umbenennung in RTL+ werden nach Angaben des Unternehmens auch die Angebotspakete in RTL+ Free (kostenlos), RTL+ Premium (4,99 Euro) und RTL+ Premium Duo (7,99 Euro) angepasst. Die Preise blieben unverändert, erklärt RTL weiter.

TVNow (RTL+) – geringer Marktanteil im Vergleich zu Amazon, Netflix und Co.

Das Streamingportal RTL+ (derzeit noch TVNow) beansprucht für sich, das „führende deutsche Entertainment-Angebot im Streaming-Markt“ zu haben. Insgesamt spielt der Anbieter auf dem Markt neben den internationalen Größen aber noch keine große Rolle.

Wie aktuelle Erhebungen des internationalen Streaming-Guides JustWatch zeigen, liegt der Marktanteil von TVNow bei rund einem Prozent. Marktführer ist nach dieser Erhebung Netflix, gefolgt von Amazons Prime Video. Auf Platz drei liegt Disney+: Der Streamingdienst der Walt Disney Company konnte im letzten Jahr viele neue Fans gewinnen.

Ob TVNow unter dem neuen Namen RTL+ hier langfristig aufholen kann, bleibt abzuwarten. Im August 2021 konnte der deutsche Anbieter TVNow immerhin einen ersten, wichtigen Erfolg erzielen: Das Angebot zählte erstmalig über zwei Millionen zahlender Kunden. 

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

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