Darauf haben viele gewartet

Rossmann: Produkt-Neuheit soll Masketragen für Millionen Kunden jetzt erleichtern

Kundin vor einer Rossmann-Filiale in Deutschland
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Rossmann bietet ab sofort Antibeschlag-Tücher für Brillenträger an, die das Masketragen in der Corona-Zeit vereinfachen sollen.

Klare Sicht gefällig? Rossmann verkauft ab sofort sogenannte „Antibeschlag-Tücher“ für Brillenträger. Dadurch soll Masketragen etwas entspannter werden.

Deutschland – Seit Ende April 2020 herrscht in Deutschland Maskenpflicht. Egal ob in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr oder beim Arzt: Wer „oben ohne“ angetroffen wird, muss mit Strafen oder Verweisen rechnen. Dabei ist das Masketragen bis auf wenige Ausnahmen wenig problematisch, höchstens nervig. Zum Beispiel für Brillenträger. Durch die Maske beschlagen die Gläser umso schneller. Ein Wundertuch soll nun Abhilfe schaffen. Ob das klappt?

UnternehmenRossmann
ArtDrogerie-Kette
Gründung17. März 1972, Hannover
SitzBurgwedel, Deutschland

Rossmann: Drogerie will Masketragen für Millionen Brillenträger erleichtern

Egal ob ein starker Temperaturwechsel oder hohe Luftfeuchtigkeit: Wer in der Corona-Pandemie eine Maske und gleichzeitig eine Brille trägt, muss damit rechnen, dass die Gläser binnen kürzester Zeit unangenehm beschlagen. Besonders schlimm ist dieser Effekt bei Masken ohne Metallbügel: Denn dieser soll, insofern man ihn eng an seine Nase drückt, das Beschlagen verhindern. Zumindest in der Theorie.

Denn in der Praxis sieht das Ganze meist anders aus: Trotz Metallbügel beschlagen die Brillengläser und man kann nichts mehr erkennen. Im schlimmsten Fall hilft nur noch, die Sehhilfe abzunehmen. Aber das ist für viele Brillenträger natürlich keine Option. Also was tun? Abwischen, aufsetzen und wieder abwischen? Nein, so ein ewiger Teufelskreis muss nicht sein. Immerhin gibt es sogenannte „Antibeschlag-Tücher“.

Antibeschlag-Tücher für Brillen bei Rossmann: Bisher gab es die kleinen Helferlein nur beim Optiker

Bisher waren die kleinen Läppchen hauptsächlich bei Optikern im Sortiment, allerdings zu einem stolzen Preis von bis zu acht Euro pro Stück. Das wollen und können viele nicht zahlen – egal wie gut die Wirkung dieser Antibeschlag-Tücher auch sein mag.

In der Drogerie oder im Supermarkt suchte man die Tücher bisher vergeblich. Doch damit ist nun Schluss: Auf Instagram kündigte Rossmann an, ab sofort Antibeschlag-Tücher verkaufen zu wollen. Kostenpunkt: 4,99 Euro pro Packung. Zwei Tücher der Marke „BestView“ sind drin. Aber wie funktionieren sie überhaupt?

Antibeschlag-Tücher ab sofort bei Rossmann: So funktionieren die Corona-Läppchen

Die Funktionsweise der Antibeschlag-Tücher ist ganz ähnlich der von herkömmlichen Brillenputz-Tüchern: Man wischt mit ihnen über die Brillengläser und setzt danach die Brille ganz normal wieder auf. Anschließend sollen die Gläser laut Rossmann für „mehrere Stunden“ nicht mehr beschlagen (mehr Lifehacks auf RUHR24.de).

Ein entsprechendes Werbevideo auf dem Instagram-Account der Drogeriekette zeigt, dass das auch wirklich funktioniert: Eine Probandin wischt ihre Brillengläser mit den Tüchern ab und haucht sie direkt danach an. Und tatsächlich: Die Gläser bleiben frei. Bleibt nur die Frage, ob die Qualität der kleinen Corona-Helferlein mit der Qualität der Tücher vom Optiker mithalten kann.

Rossmann: User äußern Kritik zur Qualität und zum Preis der Antibeschlag-Tücher

Und es ist nicht ausgeschlossen, dass bald weitere Drogerien und Supermärkte nachziehen und ähnliche Tücher auf den Markt bringen. Möglicherweise sogar zu einem günstigeren Preis – den der wird unter dem Instagram-Video gleich von mehreren Usern bemängelt.

„Wer sein Geld zum Fenster rausschmeißen möchte, bitte schön!“, schreibt etwa eine Userin. Und eine andere Kommentatorin geht sogar einen Schritt weiter und schreibt, dass die Wirkung der Tücher keine Stunde anhalten würde. Ob das stimmt, zeigt aber wohl nur der Selbsttest.

Video: Brille und Maske: Tipps gegen beschlagene Gläser

Rossmann: Kundin äußert berechtigte Kritik zum Verkaufsstart der Antibeschlag-Tücher

Warum Rossmann die Tücher für Brillenträger nicht schon früher auf den Markt gebracht hat, ist unklar. Eine Userin fragt die Drogerie auf Instagram deswegen ganz offen:

„Wieso kam man erst gegen Masken scheinbar auf die Idee? Jeden Winter das gleiche Spektakel: Man kommt von draußen in einen Raum und sieht erst mal nichts mehr. Hätte das Tuch schon seit vielen Jahren gebrauchen können.“ Rossmanns kurze Antwort auf die Frage: „Na ja, besser spät als nie, oder?“

Übrigens: Wem die Tücher zu teuer sind oder wer skeptisch gegenüber ihrer Qualität ist, der kann auch Antibeschlag-Sprays verwenden. Man bekommt sie online oder beim Optiker. Apollo bietet so ein Spray beispielsweise für bereits sechs Euro an.

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