Kräuter im Garten

Rosmarin pflegen: Trick im Frühjahr sorgt das ganze Jahr für große Ernte

Nach dem Winter brauchen nicht nur viele Blumen einen Rückschnitt, sondern auch Nutzpflanzen wie Rosmarin.

Dortmund – Wer einen Rosmarin im Garten hat und gerne damit kocht, schneidet wahrscheinlich ohnehin schon regelmäßig kleine Zweige von dem Kraut ab. Allerdings braucht die Pflanze auch einen zusätzlichen, großen Schnitt. So bleibt das Kraut kräftig und bildet neue Triebe.

KrautRosmarin
Wissenschaftlicher NameSalvia rosmarinus
FamilieLippenblütler (Lamiaceae)

Rosmarin im Garten schneiden: Deshalb sollte man die Pflanze regelmäßig kürzen

Aber warum sollte Rosmarin regelmäßig geschnitten werden? Das Kraut gehört, wie beispielsweise auch Lavendel oder die Hortensie, zu den Halbsträuchern. Die mehrjährige Pflanze kann mit der Zeit verholzen, während die weichen und noch krautartigen Zweige sich jede Saison erneuern und im Winter meistens absterben.

Wenn Rosmarin nicht geschnitten wird, nehmen die verholzten Teile immer mehr zu. Das führt dazu, dass die Pflanze von innen verkalkt und die frischen, grünen Austriebe von Jahr zu Jahr kürzer werden. Dadurch fällt logischerweise auch die Ernte immer geringer aus, wie Mein schöner Garten berichtet.

Praktisch: Ein großer Teil des Rückschnitts erledigt sich wie von selbst, wenn man das Kraut erntet. Wer viel Rosmarin hat, kann diesen durch Trocknen oder Einfrieren auch ganz einfach haltbar machen. Der beste Zeitpunkt, um mit der Gartenschere noch etwas mehr zu Schneiden, ist im Frühjahr. Allerdings sollten Hobbygärtner warten, bis die letzten frostigen Nächte vorbei sind. Der junge Austrieb des Rosmarin kann sonst schnell erfrieren.

Rosmarin richtig schneiden: Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt

So geht man beim Schneiden von Rosmarin vor: Die Triebe aus dem Vorjahr sollten bis dicht über die bereits verholzten Partien zurückgeschnitten werden. Der oft buschig wachsende Rosmarin kann dabei ruhig etwas ausgelichtet werden.

Denn: Zu eng stehende Zweige können am Ende das Wachstum stark beeinflussen. Sie bekommen zu wenig Licht und steigern damit die Wahrscheinlichkeit eines Parasiten-Befalls. Welke Zweige sollten bei dem Schnitt ebenfalls entfernt werden.

Rosmarin kann mit der Zeit stark verholzen.

Obwohl es paradox erscheint, führt zu häufiges Wässern beim Rosmarin eher dazu, dass Partien austrocknen. Solche Stängel sollten ebenfalls entfernt werden. Eventuell lohnt es sich sogar, die Erde auszutauschen. Ideal für Rosmarin ist eine Kräutererde mit einem hohen mineralischen Anteil. Sie gibt es schon fertig im Gartencenter zu kaufen. Für mehr Durchlässigkeit kann eine Drainage helfen, die übrigens auch bei Zimmerpflanzen sinnvoll ist.

Schneiden von Rosmarin im Frühjahr: Wichtige Tipps

Gesunde Zweige des Rosmarin müssen natürlich nicht im Müll landen. Entweder kann man sie direkt in einem Gericht verwenden oder zum Trocknen aufhängen. Sobald die Zweige komplett durchgetrocknet sind, können die Nadeln abgetrennt und in einem Schraubglas aufbewahrt werden. Auch Basilikum kann problemlos haltbar gemacht werden, wie 24garten.de* berichtet.

Grundsätzlich ist es übrigens auch bei der Ernte von Rosmarin besser, wenn ganze Zweige abgeschnitten und nicht nur Nadeln abgetrennt werden. Für den schöneren Wuchs sollte man außerdem darauf achten, nicht nur einseitig zu ernten, sondern möglichst gleichmäßig.

Egal, ob nur kleine Stränge zum Würzen abgetrennt werden oder der Rosmarin geschnitten wird, das richtige Werkzeug ist wichtig. Auf jeden Fall sollte eine saubere und scharfe Gartenschere benutzt werden, damit die Schnittstellen nicht ausfransen. 24garten.de* und RUHR24 sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Miroslawa Drozdowski

Mehr zum Thema