Für die alljährliche Farbenpracht

Rosen schneiden: Richtiger Rückschnitt hilft sogar gegen Schädlinge

Wie auch bei Hahnenfußgewächsen empfiehlt sich bei mehrfach blühenden Rosen ein regelmäßiger Rückschnitt. Dabei sollten Gärtner aber einiges beachten.

Dortmund – Die meisten Gartenbesitzer wissen wohl, wie sie alljährlich für eine Farbenpracht im heimischen Garten sorgen können. Durch richtiges Schneiden der weißen, roten und rosafarbenen Rosen gibt es nicht nur kräftig blühende Blumen im nächsten Jahr, sondern insgesamt auch widerstandsfähigere Zierpflanzen. Vor allem im Sommer empfiehlt es sich, die Gartenschere zu zücken und die mehrmals im Jahr blühenden Rosen zurückzuschneiden.

Rosennamensgebende Pflanzengattung der Familie der Rosengewächse (Rosaceae)
Gattungumfasst je nach Auffassung 100 bis 250 Arten.
UnterfamilieRosoideae

Rosen: Rückschnitt im Sommer fördert die alljährliche Blütenbildung

Nicht nur die zu den Hahnenfußgewächse gehörenden Stauden- oder Strauch-Pfingstrosen, sondern auch die mehrmals im Jahr blühenden Rosen sollten im Sommer geschnitten werden, sobald ihre Blüten verwelkt sind. Wie der Merkur berichtet, muss man beim Schnitt besonders auf die Blätter achten – sonst erleben Gärtner eine Enttäuschung.

Dadurch werde die Rose zwar nicht so groß, weise aber mit der Zeit eine stärkere Verwurzelung im Boden auf. Außerdem kämen so auch mehr Blüten zum Vorschein und Schädlinge hätten im heimischen Garten weniger Chancen, die Pflanze zu befallen. Eine Ausnahme bildet lediglich die kletternde Rambler-Rose, die laut Mein schöner Garten nur ab und zu ausgelichtet und von dichten Trieben sowie abgestorbenen Zweigen befreit werden sollte.

Rosen: Präsentierschere beim Schneiden von Vorteil

Ein richtiger Schnitt zur Blütezeit vom Mai und bis in den Hochsommer hinein kann also die Überlebensdauer von Rosen verlängern. Hobby- und Profigärtner sollten angesichts der spitzen Stacheln dabei lieber geeignete Handschuhe tragen. Besonders eine „Rosen-Präsentierschere“ mit einer „Cut & Hold“- Funktion minimiert das Verletzungsrisiko und sei laut greatbritishgarden empfehlenswert.

Generell sei es laut dem NDR wichtig, die Pflanze mit einer besonders scharfen Rosenschere zu bearbeiten, „um Quetschungen und somit Beschädigungen der Pflanze zu vermeiden“. Bei einem glatten Schnitt sei keine Angriffsfläche für Schädlinge vorhanden.

Rosen: Schädlinge finden bei richtigem Schnitt keine Angriffsfläche

Schädlinge wie Rosenzikaden oder Blattläuse, die zwar mit einfachen Hausmitteln vertrieben werden können, setzen der prachtvollen Zierpflanzen genau so zu wie Pilzkrankheiten. Dazu gehört vor allem der berühmt-berüchtigte Mehltau, der vorwiegend trockene und nicht ausgereifte Triebe befällt und ebenfalls mit Hausmitteln bekämpft werden kann.

Sofern Schädlinge die Rose bereits befallen haben, empfiehlt plantopediea, die befallenen Triebe, Blätter und Blüten zu entfernen und das Schnittgut anschließend im Restmüll zu entsorgen. So könnten Gartenbesitzer einer beginnenden Plage vorbeugen.

Rosen im Sommer zu schneiden, kann für alljährlich für eine echte Farbenpracht sorgen.

Rosen: Schwache Triebe sollten stark, starke Triebe schwach zurückgeschnitten werden

Beim Schnitt sollten vor allem die kraftraubenden Wildtriebe entfernt werden. Im Falle eines oberflächlichen Schnitts können sie sich immer wieder ausbilden, weshalb sie regelmäßig herausgerissen werden sollten. Ansonsten empfiehlt der NDR bei den verwelkten Rosen, „unterhalb der alten Blüte, kurz über dem nächsten fünfblättrigen Trieb“ zu schneiden.

Außerdem sollten Gartenfreunde schwache Triebe stark und starke wiederum schwach zurückschneiden, damit der schwächere Wuchs von der Rose durch neue, kräftigere Triebe ersetzt wird. Daraus können dann in der nächsten Blütezeit üppige Blüten entstehen.

Rubriklistenbild: © Arne Trautmann/Imago

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