Tipps gegen Schimmel in der Wohnung: So lüftet ihr richtig

Schimmel in der Wohnung - richtiges Lüften hilft. Foto: dpa
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Schimmel in der Wohnung - richtiges Lüften hilft. Foto: dpa

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, richtig zu lüften und zu heizen. Um der Enstehung von von Schimmel vorzubeugen. Hier unsere Tipps.

Um Feuchtigkeitsprobleme in der Wohnung in den Griff zu bekommen, ist richtigesLüftenund Heizen unerlässlich. Wir verraten euch, wie ihr der Bildung von Schimmel im Herbst und Winter vorbeugen könnt.

  • Lüften ist das beste Mittel gegen Schimmel in der Wohnung.
  • Allerdings muss je nach Jahreszeit unterschiedlich gelüftet werden.
  • Fenster auf Kipp offen zu lassen, ist nicht die richtige Lösung.

Egal ob durch Duschen, Wäschetrocknen in der Wohnung oder Kochen - schnell entsteht in der Wohnung Feuchtigkeit. Und die kann im schlimmsten Fall zu Schimmel führen.

Um das zu vermeiden, sollte die Feuchtigkeit so schnell wie möglich wieder raus aus der Wohnung. Doch wie klappt das am besten, vor allem in der kalten Jahreszeit? Wir verraten es euch!

Schimmel in der Wohnung durch richtiges Lüften vermeiden

Die Online-Plattform Utopia hat zwölf Tipps zusammengestellt, mit denen ihr Feuchtigkeit easy aus euren vier Wänden bekommt. Schimmel wird damit zu keinem Problem mehr.

1. Richtiges Lüften, am besten zwei bis vier Mal am Tag

Damit sich die Feuchtigkeit, die während des Tages entsteht, erst gar nicht an den Wänden sammeln kann, ist es wichtig, sie durch richtiges Lüften nach draußen zu befördern. Am besten funktioniert das, wenn zwei bis vier Mal am Tag gelüftet wird.

Falls öfter die Fenster aufgemacht werden, kann es sich in der Wohnung zu stark abkühlen. Das würde die Bildung von Schimmel wieder begünstigen.

2. Küche und Bad ruhig öfters lüften

Zwei- bis viermaliges Lüften gilt für das Wohnzimmer, den Schlafbereich oder das Arbeitszimmer. In Räumen, die generell feuchter sind, sollte jedoch öfter gelüftet werden. Dazu zählen die Küche und das Bad.

Um dort Schimmel zu vermeiden, dürft ihr die Fenster gerne mehrmals am Tag aufreißen. Vor allem nach dem Kochen oder heißem Duschen. Wie ihr den Schimmel wieder loswerdet, wenn er schon da ist, lest ihr hier.

3. Stoßlüften statt Dauerlüften

Ihr lasst euer Fenster gerne gekippt und verlasst dann die Wohnung? Völlig falsch - denn dadurch kann der Luftaustausch nur minimal erfolgen.

Außerdem kühlt die Wohnung bei Kipplüftung schneller aus, wodurch am Ende stärker geheizt werden muss. Besonders kühl wird es übrigens über dem Fenster - dort kann sich Feuchtigkeit ablagern und Schimmel bilden. Das Lüften wird damit zum Risikofaktor.

Besser als dauerhaftes Lüften, ist das sogenannte Stoßlüften. Am besten für fünf bis zehn Minuten. So kommt auf schnellstem Wege am meisten Frischluft in die Wohnung.

4. Querlüften

Um einen optimalen Luftaustausch zu erreichen, solltet ihr quer lüften - also die Fenster in gegenüberliegenden Räumen öffnen. Dadurch entsteht ein Luftzug, der die Luftfeuchtigkeit optimal nach draußen befördert. Eine wirksame Waffe gegen Schimmel! Einen weiteren Tipp, wie schmutzige Turnschuhe wieder sauber werden, gibt es auch.

5. Richtig heizen

Wer richtig lüften möchten, muss auch richtig heizen. Bedeutet, dass man selbst bei kürzestem Lüften die Heizung runter drehen sollte. Andernfalls geht zu viel Energie verloren. Nach dem Lüften kann die Heizung wieder ganz normal aufgedreht werden.

6. Im Schlafzimmer die Außenwände frei lassen

Gerade im Schlafzimmer kann sich im Herbst und Winter besonders schnell Schimmel bilden. Der Grund dafür ist, dass der Raum seltener beheizt wird. Dadurch kann sich dort Feuchtigkeit noch zügiger als anderswo niederlassen.

Besonders kalt sind dabei natürlich die Außenwände. Sie sollten deshalb niemals mit Möbeln wie Kleiderschränken zugestellt werden. Damit die Luft im Raum ordentlich zirkulieren kann, empfiehlt es sich, zwischen Mauer und Möbelstück mindestens zehn Zentimeter Platz zu lassen. Besser mehr.

7. Kondenswasser am Fenster nicht ignorieren

Ihr wacht morgens auf und eure Fenster sind komplett beschlagen? Auf gar keinen Fall ignorieren! Kondenswasser ist immer ein sicheres Zeichen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist.

Fürs Erste solltet ihr das überschüssige Wasser wegwischen. Beim nächsten Mal aber unbedingt darauf achten, dass das nicht noch mal passiert. Also: Lüften! Sonst entsteht schnell Schimmel.

8. Richtig lüften bei den richtigen Temperaturen

Wer richtig lüften und die Luftfeuchtigkeit in Schach halten will, sollte auch die Raumtemperatur im Blick haben. Folgende Temperaturen sind angemessen:

  • Wohnzimmer: 20 Grad
  • Schlafzimmer: 16-17 Grad
  • Küche: 18-19 Grad
  • Bad: 23 Grad beim Duschen, danach gerne etwas runterregeln
  • Treppenhaus: 12 Grad
  • Keller: 6 Grad

Natürlich spielt hierbei auch das Wohlbefinden eine Rolle. Wer es etwas kühler mag, kann im Wohnzimmer auch ein bis zwei Grad weniger haben.

9. Luftfeuchtigkeit messen

Wer auf Nummer sicher gehen will, aber keine Ahnung hat, wie viel Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung herrschen, kann sich ein sogenanntes Hygrometer zulegen. Im Elektro-Fachhandel bekommt ihr die schon ab 15 Euro.

Hygrometer messen die relative Luftfeuchtigkeit und zeigen euch damit genau an, wann ihr mal wiederlüften solltet. Oft sogar durch eine rote und grüne Kennzeichnung. Im Winter sollte die Luftfeuchtigkeit nicht über 50 Prozent liegen, in den Sommermonaten kann sie bis zu 60 Prozent betragen. Alles darüber fördert die Bildung von Schimmel.

10. Schimmel entfernen

Klar, die oben genannten Tipps können euch helfen, Schimmel zu vermeiden. Solltet ihr ihn aber trotzdem bei euch in der Wohnung entdecken, gilt es, schnell zu handeln. Zum einen gibt es zahlreiche Schimmelentferner und zum anderen den Profi. Falls ihr euch nicht sicher seid, was am besten hilft, kontaktiert besser den Experten.

11. Wäsche nicht in der Wohnung trocknen

Eigentlich eine logische Sache, die sich aber leider nicht immer vermeiden lässt. Das Trocknen von Wäsche in der Wohnung. Sie sorgt für unnötig viel Luftfeuchtigkeit und begünstigt damit die Entstehung von gesundheitsschädlichem Schimmel.

Besser eignen sich Trockenräume im Keller oder das Trocknen unter freiem Himmel. Wer gar nicht auf das Wäschetrocknen im Haus verzichten kann, für den gilt: lüften, lüften, lüften!

12. Im Winter besonders kurz lüften

Wie ihr bereits weiter oben lesen könnt, solltet ihr ohnehin nur kurz lüften. Im Winter aber besonders kurz. Heißt, dass man von Dezember bis Januar (oder eben so lange, wie die eisige Zeit dauert), nur drei bis sechs Minuten lüften sollte.

Je wärmer es drinnen im Vergleich zu draußen ist, desto kürzer solltet ihr lüften. Außerdem solltet ihr auf Temperaturunterschiede in der Wohnung achten. Gibt es Räume, die besonders kalt sind? Dann lasst die Türen lieber zu, sonst vermischt sich die Luft.

Übrigens: Auch im Frühling und im Sommer kann es zu Schimmel im Haus kommen. Vor allem die schwülen Nächte in den Sommermonaten begünstigen die Entstehung der gesundheitsgefährdenden Pilze in kühleren Ecken und Wänden.

Übrigens können nicht nur Wände in der Wohnung schimmeln, sondern auch Gebrauchsgegenstände. Besonders betroffen sind Waschmaschinen. Was dagegen hilft, lest ihr hier.