Frühling in der Küche

Rhabarber-Rezept für Kuchen und Kompott: Schnell zuschlagen wegen kurzer Saison

Von April bis Juni wird Rhabarber wieder vermehrt in den Geschäften und Märkten angeboten. Was man über die Zubereitung des Gemüses wissen sollte. 

Nordrhein-Westfalen – Ob als Kuchen, Kompott oder roh mit Zucker – Rhabarber bringt den Frühling in die Küche. Mit seinem säuerlichen, aber dennoch frischen Geschmack passt es nicht nur ausgezeichnet zur Jahreszeit, sondern eignet sich auch besonders gut für Süßspeisen. Doch wie verarbeitet man die roten Stangen richtig und was sollte man beachten? 

GemüseRhabarber (Gemeiner oder Gewöhnlicher Rhabarber)
FamilieKnöterichgewächse (Polygonaceae)
NutzungZubereitung von Konfitüre, Kompott, Saft oder Kuchen

Rhabarber roh essen: Ist die Pflanze giftig oder nicht?

Viele kennen es aus ihrer Kindheit: frischer Rhabarber mit Zucker. Der perfekte Snack für zwischendurch. Gleichzeitig wird vor dem rohen Verzehr des Gemüses gewarnt. Was stimmt denn nun? Laut Brigitte gibt es keinen Grund zur Sorge, solange es sich nur um ein bis zwei Stangen handelt. 

Rhabarber enthält nämlich viel Oxalsäure, was in größeren Mengen giftig sein kann. Gerade die Schale und die Blätter enthalten viel von der Fruchtsäure. Deshalb ist es wichtig, das Gemüse vor dem Verzehr unbedingt zu schälen. 

Rhabarber: Wann das Gemüse Saison hat

Außerdem kann die Farbe des Rhabarbers verraten, welche Stange für den rohen Verzehr eher ungeeignet ist. Denn grüner Rhabarber hat einen deutlich höheren Oxalsäuregehalt als roter. Auch wenn es generell gesünder ist, Rhabarber gekocht zu essen, darf ab und zu an einer Stange geknabbert werden. Beim Verzehr von rohem Rhabarber gilt nämlich: Die Menge macht das Gift (mehr Lifehacks bei RUHR24.de)

Zudem ist die Zeit, in der man sich über das süß-saure Stangengemüse freuen kann, begrenzt. Denn Rhabarber ist typisches Saisongemüse. Je nach Wetterlage ist er zwischen März und April erntereif und können bis Juni in der Regel geerntet werden.

Wichtig: Nach dem 24. Juni, dem sogenannten Johannistag, sollte er nicht mehr gepflückt werden, denn mit zunehmendem Alter der Pflanze steigt der Wert der Oxalsäure. Darauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin.

Rhabarber zubereiten: Die richtige Vorbereitung ist essenziell

Bevor Rhabarber gekocht werden kann, muss er anständig gesäubert werden. Da sich an den Blättern sowie am oberen und unteren Ende am meisten Schmutz ansammelt, muss dieser Teil zusätzlich mit einem Messer entfernt werden.

Außerdem sollte der Rhabarber ordentlich geschält werden, damit keine holzigen Stellen zurückbleiben. Mit einer Ausnahme: Bei dem roten Himbeer-Rhabarber kann die Schale mitgegessen werden. Es reicht, wenn man die Stangen gut sauber macht. Dadurch bekommt das Kompott beispielsweise auch eine schöne rosa Farbe. Kleiner Tipp: Junger, frischer Rhabarber eignet sich am besten für den Kochtopf. 

Nicht alle Rhabarbersorten müssen geschält werden. Eine gründliche Reinigung ist allerdings ein Muss.

Rhabarber: Kuchen oder Rezepte mit ganzen Stücken kochen 

Manchmal hat man Lust auf einen leckeren Rhabarber-Kuchen oder auf eine säuerliche Abwechslung im Salat. Dafür benötigt man ganze Stücke des Gemüses. Allerdings neigt Rhabarber dazu, beim Kochen auseinanderzufallen. Mit dieser Methode jedoch bleibt das Fruchtfleisch schön bissfest:

Den Rhabarber in ein bis zwei Zentimeter große Stücke schneiden und einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Optional zwei bis drei Esslöffel Zucker in das kochende Wasser geben, um die austretende Säure zu neutralisieren. Die Rhabarber-Stücke hinzugeben und für etwa drei bis fünf Minuten blanchieren. Danach nur noch das Wasser abgießen und das gekochte Gemüse eventuell abschrecken. 

Die richtige Zubereitung von Rhabarber für Kompott und Marmelade 

Nicht nur Rhabarber-Kuchen ist beliebt. Aus dem Frühlingsgemüse lässt sich auch leckere Marmelade und Kompott zaubern. Dafür wiederum sollte der Rhabarber so lange gekocht werden, bis er zerfällt – im eigenen Saft. So funktioniert’s:

Auch hier wird der Rhabarber zunächst in Stücke geschnitten. Dann die Stücke zusammen mit einem Esslöffel Zucker auf hundert Gramm Rhabarber in einen Topf werfen. Beides zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen, damit der Zucker dem Gemüse den Saft entziehen kann.

Das Ganze auf den Herd stellen und so lange kochen lassen, bis der Rhabarber ganz weich und zerfallen ist. Wer ein ganz klassisches Rhabarberkompott machen will, gibt einfach etwas Zitronensaft und Wasser dazu. 

Kuchen, Dessert, Kompott und Co. – Rhabarber ist ein richtiger Alleskönner unter den Süßspeisen. Gut also, dass die Rhababer-Saison im April beginnt. 

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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