Veränderungen im Supermarkt

Rewe: Preis-Streit mit Getränke-Konzern nimmt neue Wendung

Rewe muss doch keine Abstriche beim Getränkeangebot machen. Der Supermarkt hat sich mit einem Hersteller geeinigt.

Update, Donnerstag (14. April), 9.42 Uhr: Dortmund – Zwei Wochen nachdem die Württemberger Weingärtnerzentralgenossenschaft (WZG) angekündigt hatte, Rewe nicht mehr beliefern zu wollen, gibt es eine Kehrtwende in dem Streit. Die WZG teilte mit, man habe sich mit Rewe geeinigt und der Supermarkt müsse vorerst keine Abstriche beim Weinangebot machen. Einzelheiten zu der Einigung in Sachen Preiserhöhung wurden jedoch nicht genannt.

SupermarktRewe
Gründung1927
HauptsitzKöln, Deutschland

Wein-Hersteller stellt Lieferung zu Rewe ein: Preiserhöhung ist schuld

Erstmeldung, Dienstag (5. April), 10.13 Uhr: Veränderungen in Supermärkten und Discountern sind erstmal nichts Ungewöhnliches. So sind aktuell etwa einige Produkte wegen verschiedener Krisen knapper oder teurer geworden. Auch bei Rewe ändert sich bald das Sortiment – ein Hersteller zieht sich zurück.

Betroffen ist die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG), die erstmals seit ihrem Bestehen die Lieferung an Rewe einstellt. Hintergrund ist eine Preisanpassung vonseiten der WZG, die aufgrund gestiegener Kosten vorgenommen werden sollte. Rewe hat dies allerdings abgelehnt, wie die Lebensmittel Zeitung berichtet.

Laut WZG würde die Preiserhöhung sich auf „weniger als fünf Prozent“ belaufen. Nun würde die Zentralgenossenschaft sich gezwungen fühlen, ihre Produkte nicht weiter in dem Supermarkt zu vertreiben. Die Lieferungen der eigenen Weinprodukte als auch der, der Mitgliedsbetriebe seien bereits eingestellt worden.

Wein fliegt bei Rewe raus: Diese Marken sind konkret betroffen

Laut WZG wären die Kosten vor allem in den Bereichen Energie, Logistik und Ausstattungsmaterialien gestiegen. Hinzu käme die aktuelle Inflationsrate von plus 7,3 Prozent (Stand: 5. April 2022). In den letzten Jahren seien außerdem die Erntemengen geringer als gewöhnlich ausgefallen, die Rücklagen für die Weinerzeuger seien also „bereits aufgebraucht“. Der Lieferstopp an Rewe sei die einzige Reaktionsmöglichkeit für die WZG.

Mit dem Rückzug der WZG aus den Rewe-Märkten fallen unter anderem folgende Weinmarken weg:

  • Württemberger Original
  • Süss & Fruchtig
  • hier und jetzt
  • Rebenschätze

Wein bei Rewe nicht mehr im Angebot: Auch Edeka steckt im Streit mit einigen Marken

Ob und wann die Geschäftsbeziehung wieder aufgenommen wird, könne die WZG aktuell nicht einschätzen. Rewe gehöre zu den größten Kunden der Zentralgenossenschaft. Deshalb sei auch nicht nachvollziehbar, warum der Supermarkt die Preiserhöhung ablehnt.

Solche Verschiebungen des Sortiments kommen auch beim Konkurrenten Edeka vor, der sich Anfang des Jahres mit dem Safthersteller Granini gestritten hat. Auch Pepsi ist auch den Regalen von Edeka geflogen und aktuell könnte auch Schokolade weichen.

Rewe schmeißt ein Produkt aus dem Sortiment.

Eine weitere Änderung betrifft die Maskenpflicht bei Rewe. Wie hna.de berichtet, hat der Supermarkt hierzu eine Entscheidung getroffen*. So soll die Maskenpflicht in Hotspots auch zukünftig bestehen bleiben. *hna.de ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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