Verbraucher haben die Wahl

Rewe gibt im Januar keine Preise an: Lebensmittel haben anderen Wert

Rewe setzt im Januar neue Preise für bestimmte Lebensmittel an. Mit der Aktion will der Supermarkt auf ein ganz bestimmtes Thema aufmerksam machen.

Dortmund – Eine neue Währung für den Planeten – das hat sich Rewe im Rahmen des „Veganuary“ vorgenommen. Bestimmte Lebensmittel tragen beim Lebensmittelhändler im Januar nicht mehr den üblichen Euro-Preis, sondern sogenannte Klimapreise. Doch was genau bedeuten die neuen Preise für die Kunden?

Rewe gibt im Januar keine normalen Preise an: Kunden erhalten neue Informationen über Produkte

Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehen auch an Supermärkten und Discountern nicht vorbei. Im jährlichen „Veganuary“ leisten sich die Einzelhändler regelrechte Wettbewerbe um die besten und günstigsten veganen Produkte. Denn eine fleischlose Ernährung liegt nicht nur voll im Trend, sondern gilt auch als klimafreundlicher. Im vergangenen Jahr hat Rewe sogar eine vegane Bedientheke in 50 Filialen in Deutschland eröffnet.

Jetzt hat sich der Einzelhändler eine weitere Aktion einfallen lassen. Einige Lebensmittel tragen im Januar nicht mehr Euro-Preise, sondern sogenannte Klimapreise. Sie geben die CO2e-Werte eines Lebensmittels an. Darunter versteht man alle Treibhausgase, die zur Erderwärmung beitragen. Sie werden zu CO2-Äquivalenten umgerechnet und mit der Angabe CO2e abgekürzt.

Verbraucher können so beim Einkaufen vergleichen, welche Produkte höhere Treibhausgas-Emissionen verursachen. Damit wird Kunden eine direkte Hilfestellung gegeben, die persönliche Klimabilanz zu verbessern. Denn die Kaufentscheidung kann einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten, informiert das Bundesumweltministerium.

Klimapreise bei Rewe-Lebensmitteln: Kunden können persönliche Klimabilanz verbessern

Als Beispiel gibt Rewe den Klimapreis für Falafel-Bällchen sowie Frikadellen an. Im Vergleich zu Frikadellenbällchen vom Schwein für 8,87 CO2e pro Kilogramm, kostet die fleischlose Alternative nur 1,50 CO2e pro Kilogramm. Mit der eigenen Kaufentscheidung könnten Kunden somit etwa 83 Prozent an Emissionen einsparen.

Rewe gibt im „Veganuary“ andere Preise für Lebensmittel an.

Weitere Klimapreis-Vergleiche zeigen ein ähnliches Einsparpotenzial. Ein Haferdrink kostet in Klimapreisen 65 Prozent weniger als Bio-Vollmilch und Soja-Sahne ist 67 Prozent günstiger als Bio-Sahne aus Milch. Die Klima-Dauerangebote sollen Verbrauchern laut Rewe die Chance geben, einen persönlichen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten.

Rewe informiert über Klimabilanz von Lebensmitteln: Kaufpreis der Produkte bleibt gleich

Immerhin umfasst der Bereich Ernährung etwa 15 Prozent des CO2-Fußabdrucks einer Person. Aus diesem Grund möchte Rewe Kunden dazu inspirieren und motivieren, vegane Bio-Alternativen auszuprobieren. Am tatsächlichen Kaufpreis der Produkte ändert sich jedoch im Rahmen der Aktion nichts.

Beim Einkaufen sollen Kunden über digitale Anzeigen, das Instore-Radio und über große Plakate von der Aktion erfahren. Auf Anfrage von RUHR24 bestätigte Rewe, dass die Aktion in jeder Filiale innerhalb Deutschlands stattfindet. Auf den sozialen Plattformen erhalten Kunden ebenfalls Neuigkeiten zu den aktuellen Klima-Dauerangeboten.

Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Future Image/Imago

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