Fehler im Straßenverkehr

Rettungsgasse im Stau bilden: Fehler wird richtig teuer

Immer wieder behindern Autofahrer Rettungskräfte auf der Autobahn, doch das kann teuer werden.

Dortmund – Vermutlich wollen sich die Wenigsten über einen Unfall Gedanken machen, dennoch sollten Verkehrsteilnehmer darauf vorbereitet sein. Für den Ernstfall müssen Autofahrer wissen, wie sie im Stau eine Rettungsgasse bilden, um Hilfskräfte durchzulassen. Da es für Betroffene oft um Leben und Tod geht, drohen hohe Bußgelder für diejenigen, die sich falsch verhalten, wie RUHR24* berichtet.

BegriffRettungsgasse
Amtlicher Begrifffreie Gasse
Bedeutungvon den Verkehrsteilnehmern zu schaffende Fahrweg für Rettungskräfte bei einem Stau

Rettungsgasse im Stau: Wann Autofahrer für die Rettungskräfte Platz machen müssen

Grundsätzlich gilt: Sobald Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdiensten mit Blaulicht anfahren, muss der Weg frei sein. Nach Angaben des ADAC sollten Autofahrer deshalb bereits eine Rettungsgasse bilden, wenn Fahrzeuge auf Autobahnen oder mehrspurigen Außerortsstraßen nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

Dadurch kann Stress vermieden werden. Denn sobald man einmal im Stau steht, ist es oft schwierig, sich umzupositionieren. Unsichere Fahrer, die nicht wissen, wohin sie fahren sollen, erschweren anderen Verkehrsteilnehmern oft zusätzlich den eigentlich einfachen Vorgang.

Deshalb ist es vorteilhaft, Ruhe zu bewahren, und hektische Lenkbewegungen oder lautes Hupen zu vermeiden. Stattdessen sollte man direkt richtig handeln. Dazu zählt schon, den Verbandskasten regelmäßig zu kontrollieren, um im Notfall selbst zu helfen, wie Wa.de* weiß. Doch auch auf den Straßen sollte man richtig reagieren (mehr Service*-News bei RUHR24).

Rettungsgasse im Stau: So teuer kann es für Autofahrer werden, die keinen Platz machen

Wer die Rettungsgasse falsch oder gar nicht bildet, muss mit Konsequenzen rechnen. Und die können teuer werden. Laut Bußgeldkatalog kostet das Vergehen in Deutschland zwischen 200 und 320 Euro. Hinzukommen 2 Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Wer im Ausland unterwegs ist, muss teilweise mit deutlich höheren Bußgeldern rechnen. In Österreich kann das Fehlverhalten unter Umständen sogar 2180 Euro kosten. Autofahrer sollten daher wissen, wie sie eine Rettungsgasse richtig bilden. Auch bei anderen Fehlern müssen Verkehrsteilnehmer mit Bußgeldern rechnen*.

Rettungsgasse im Stau: So wird für mögliche Unfälle und Rettungskräfte Platz gemacht

  • Zwei Spuren: Die Rettungsgasse wird zwischen dem linken und dem rechten Streifen gebildet.
  • Drei Spuren: Die Rettungsgasse wird zwischen dem linken und dem mittleren Streifen gebildet.
  • Vier Spuren: Die Rettungsgasse wird zwischen der äußersten linken Spur und der rechts danebenliegenden Spur gebildet.

Verkehrsteilnehmer, die auf dem linken Fahrstreifen, also der Überholspur unterwegs sind, weichen für eine Rettungsgasse nach links aus. Personen auf den übrigen Fahrstreifen fahren hingegen nach rechts.

So bildet man eine Rettungsgasse korrekt.

Der Standstreifen darf bei der Bildung der Rettungsgasse nicht genutzt werden, und muss weiterhin freibleiben. Nur wenn die Polizei das Befahren anordnet oder es sonst nicht möglich ist, die freie Gasse zu bilden, gilt eine Ausnahme.

Wer länger steht, kommt womögliche auf den Gedanken, aus dem PKW auszusteigen, um sich die Beine zu vertreten, oder am Handy zu schreiben. Doch auf manche Ideen sollten Autofahrer bei einem Stau lieber verzichten*. *RUHR24 und WA.de sind Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andreas Arnold/dpa

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